Pallade Veneta - Französischer Rapper Koba LaD wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht

Französischer Rapper Koba LaD wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht


Französischer Rapper Koba LaD wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht
Französischer Rapper Koba LaD wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht / Foto: MIGUEL MEDINA - AFP/Archiv

Der mehrfach vorbestrafte französische Rapper Koba LaD muss sich seit Mittwoch wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht in der Pariser Vorstadt Créteil verantworten. Dem 25-Jährigen wird ein Autounfall zur Last gelegt, bei dem ein auf dem Beifahrersitz sitzender Freund ums Leben kam und dessen hinten sitzende Freundin leicht verletzt wurde. Der Gerichtssaal war bis auf den letzten Platz besetzt. "Wir erwarten einfach, dass die Justiz Recht spricht", sagte der Vater des Opfers Luc Dogbey vor Beginn des Verfahrens.

Textgröße ändern:

Der Rapper war mit einem Luxus-Sportwagen mit überhöhter Geschwindigkeit auf einer Tankstellenausfahrt in einen stehenden Lastwagen hineingefahren. Er wurde nach dem Unfall positiv auf Cannabis getestet. Nach Angaben seiner Verteidigung war die nachgewiesene Menge so gering, dass er nicht davon beeinträchtigt gewesen sei. Der Cannabis-Konsum habe etwa zehn Tage zurückgelegen, erklärte sein Anwalt Arthur Vercken.

Koba LaD, der mit bürgerlichem Namen Marcel Loutarila heißt, befindet sich bereits in Haft. Er war im Januar zu 15 Monaten Haft verurteilt worden, weil er sich mit seinem früheren Manager geprügelt hatte. Zuvor war er zu weiteren Gefängnis- und Bewährungsstrafen verurteilt worden, unter anderem wegen Drogenbesitzes, Gewalt in einem Club und wegen eines weiteren Autounfalls. Seine für 2025 angekündigte Tournee wurde abgesagt.

Koba LaD stammt aus der Pariser Vorstadt Saint-Denis, seine Eltern kommen aus der Republik Kongo. Mit seinem Debütalbum "VII" schaffte er es 2018 in die Top Ten in Frankreich.

O.Mucciarone--PV

Empfohlen

Blindgänger in Baden-Württemberg entschärft: Menschen und Pferde verlassen Gestüt

Wegen der Entschärfung einer Weltkriegsbombe haben 27 Menschen und 33 Pferde das Haupt- und Landgestüt im baden-württembergischen Marbach vorübergehend verlassen müssen. Ein 250 Kilogramm schwerer Blindgänger wurde bei Such- und Baggerarbeiten auf dem Gelände des Gestüts gefunden, wie die Polizei in Reutlingen am Montag mitteilte. Es musste evakuiert werden.

Umsturzpläne: BGH bestätigt lange Haftstrafen für Anführer von Kaiserreichsgruppe

Das erste große Urteil gegen die sogenannte Kaiserreichsgruppe ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe bestätigte nach Angaben vom Montag das Urteil des Oberlandesgerichts Koblenz vom März 2025 gegen vier Anführer. Die drei Männer und eine Frau aus der Reichsbürgerszene wollten die Demokratie beseitigen, einen Umsturz auslösen und dazu unter anderem den damaligen Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) entführen. (Az. 3 StR 7/26)

Trampelpfad über Gleise genutzt: Frau in Brandenburg von Zug erfasst und getötet

In Brandenburg ist eine Frau beim Überqueren von Bahngleisen über einen Trampelpfad von einem Zug erfasst und getötet worden. Der Unfall ereignete sich am Samstagabend zwischen Ludwigsfelde und Großbeeren, wie die Polizei am Montag in Brandenburg an der Havel mitteilte.

Patientinnen vergewaltigt: Krankenpfleger zu mehr als zwölf Jahren Haft verurteilt

Wegen Sexualstraftaten gegen Patientinnen und einen Patienten in Krankenhäusern ist ein 32-jähriger Krankenpfleger vom Landgericht Essen zu zwölf Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Der Angeklagte wurde unter anderem wegen dreifacher Vergewaltigung verurteilt, wie eine Gerichtssprecherin am Montag sagte. Darüber hinaus wurde er des zweifachen sexuellen Übergriffs und in mehreren Fällen der Verletzung des Intimbereichs durch Bildaufnahmen verurteilt.

Textgröße ändern: