Pallade Veneta - Weltkriegsbombe in Osnabrück entschärft: 20.000 Menschen von Evakuierung betroffen

Weltkriegsbombe in Osnabrück entschärft: 20.000 Menschen von Evakuierung betroffen


Weltkriegsbombe in Osnabrück entschärft: 20.000 Menschen von Evakuierung betroffen
Weltkriegsbombe in Osnabrück entschärft: 20.000 Menschen von Evakuierung betroffen / Foto: Thomas Lohnes - AFP/Archiv

Wegen der Entschärfung einer Weltkriegsbombe in Osnabrück haben am Dienstag knapp 20.000 Menschen ihre Wohnungen und Arbeitsplätze verlassen müssen. Wie die niedersächsische Stadt mitteilte, waren neben rund 13.000 Haushalten unter anderem auch der Osnabrücker Hauptbahnhof sowie Schulen und Krankenhäuser betroffen. Es handelte sich demnach um die größte Evakuierungmaßnahme in der Stadt seit Jahrzehnten. Am Abend wurde die Bombe erfolgreich entschärft.

Textgröße ändern:

Der Blindgänger war am Montag bei Baggerarbeiten im Bereich des sogenannten Lokviertels in Innenstadtnähe gefunden worden. In dem Gebiet rund um einen ehemaligen Güterbahnhof waren in den vergangenen Monaten bereits mehrfach Weltkriegsbomben entdeckt worden, deren Entschärfung größere Evakuierungen erforderlich machten. Erst vor etwa zwei Wochen mussten dort rund elftausend Anwohnerinnen und Anwohner kurzfristig ihre Häuser und Wohnungen verlassen.

Zuvor waren im selben Bereich bereits im November, zweimal nacheinander im Februar sowie im April jeweils mehr als zehntausend Menschen betroffen. "Sorry, sorry, sorry - wir wollen euch wirklich nicht ärgern", erklärte die Stadt am Dienstag in ihrem Internetliveticker zur aktuellen Entschärfung. "Wir wissen, was wir euch zumuten." Die neuerliche Bombenentschärfung sei unumgänglich.

Die Evakuierungsaktion am Dienstag war demnach die größte in der Stadt seit Jahrzehnten, womöglich seit dem Zweiten Weltkrieg oder überhaupt. Betroffen war unter anderem auch der Fernverkehr der Bahn auf wichtigen Strecken. Da Züge um Osnabrück herumgeleitet werden mussten, kam es zu Verspätungen.

Das Gebiet um den Osnabrücker Hauptbahnhof war nach Behördenangaben während des Zweiten Weltkriegs massiv aus der Luft bombardiert worden, weil es sich um einen strategisch wichtigen Verkehrsknotenpunkt handelte. Auf dem Gelände eines ehemaligen Güterbahnhofs direkt neben des Hauptbahnhof soll ein neues Wohn- und Geschäftsviertel entstehen, die entsprechenden Arbeiten laufen.

C.Grillo--PV

Empfohlen

Zwei Franzosen laufen in eineinhalb Jahren zu Fuß nach Shanghai

Zwei Franzosen sind in fast eineinhalb Jahren zu Fuß von ihrem Heimatland nach Shanghai gelaufen. Der 26-jährige Loïc Voisot und der 27-jährige Benjamin Humblot, die im September 2024 in ihrer Heimatstadt Annecy im Südosten Frankreichs aufgebrochen waren, erreichten am Samstag das Stadtzentrum der chinesischen Wirtschaftsmetropole.

Epstein-Kontakte: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen französischen Ex-Minister Lang

Die für Finanzvergehen zuständige Generalstaatsanwaltschaft hat nach Bekanntwerden der häufigen Kontakte des früheren französischen Kulturministers Jack Lang zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein Ermittlungen gegen Lang eröffnet. Ihm werde "schwerwiegender Steuerbetrug" zur Last gelegt, hieß es am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

Mehr als 30 Tote und über 160 Verletzte bei Anschlag auf Moschee in Islamabad

Bei einem Selbstmordanschlag auf eine schiitische Moschee in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad sind dutzende Menschen getötet worden. Nach Angaben aus Polizeikreisen wurden bei dem Anschlag am Freitag mindestens 31 Menschen getötet, mehr als 160 weitere Menschen wurden verletzt. Dutzende Verletzte wurden ins größte Krankenhaus Islamabads eingeliefert, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Die Zahl der Todesopfer dürfte noch steigen.

Abgetrennte Hände auf A45: Lebensgefährte von getöteter Frau in Untersuchungshaft

Im Fall der auf einer Autobahn in Nordrhein-Westfalen gefundenen abgetrennten Hände einer getöteten 32-Jährigen ist der verdächtige Lebensgefährte in Untersuchungshaft genommen worden. Gegen den 41-Jährigen besteht der dringende Verdacht des Totschlags, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Bonn am Freitag mitteilten. Zuvor war der Mann aus Äthiopien ausgeliefert worden.

Textgröße ändern: