Pallade Veneta - Verkäufer einer Alarmanlage muss nicht bei Einbruch in Juweliergeschäft haften

Verkäufer einer Alarmanlage muss nicht bei Einbruch in Juweliergeschäft haften


Verkäufer einer Alarmanlage muss nicht bei Einbruch in Juweliergeschäft haften
Verkäufer einer Alarmanlage muss nicht bei Einbruch in Juweliergeschäft haften / Foto: Adem ALTAN - AFP/Archiv

Wird bei einem Juwelier eingebrochen, muss der Verkäufer der Alarmanlage im Geschäft nicht automatisch dafür haften. Wenn der Verkäufer eine funktionierende Anlage liefert, muss er nicht für die Schäden eines erfolgreichen Einbruchs aufkommen, entschied das Landgericht im rheinland-pfälzischen Frankenthal laut Mitteilung vom Donnerstag. Es wies die Klage einer Juwelierin aus Baden-Württemberg ab. (Az: 9 O 3/21)

Textgröße ändern:

Diese hatte für ihr Geschäft eine Alarmanlage gekauft und installieren lassen. Wenige Monate später brachen unbekannte Täter in das Nachbargebäude ein und durchbrachen von dort die Wand zum Juweliergeschäft. Sie erbeuteten innerhalb von zweieinhalb Minuten Schmuck im Wert von rund 9000 Euro. Die Täter entkamen, bevor die Polizei am Tatort eintraf.

Die Juwelierin machte geltend, dass die Alarmanlage den Einbruch nach wenigen Sekunden bemerkt, ihn der Leitzentrale aber erst nach etwa anderthalb Minuten gemeldet habe. Der Verkäufer habe seine Pflichten vollständig erfüllt, urteilten jedoch die Richter. Demnach gab es keine Mängel an der Anlage oder bei der Installation.

Laut einem Gutachten können geschickte Einbrecher ein Auslösen des Systems hinauszögern, weil es nicht gleich bei einem ersten Einbruchsanzeichen losgeht. Damit sollen Fehlalarme beispielsweise durch Kleintiere verhindert werden.

Selbst eine frühere Meldung hätte nach Ansicht des Gerichts den Einbruch nicht vereitelt. Auch wenn die Polizei zwei Minuten früher da gewesen wäre, hätte sie die Täter nicht mehr angetroffen.

A.dCosmo--PV

Empfohlen

Weltkriegsbomben in Hannover entschärft: 17.500 Anwohner vorübergehend evakuiert

In Hannover sind zwei Weltkriegsbomben erfolgreich entschärft worden. Rund 17.500 Menschen mussten deswegen am Sonntag vorübergehend ihre Häuser und Wohnungen im Stadtteil Misburg-Nord verlassen, wie die Behörden in der niedersächsischen Landeshauptstadt mitteilten. Am frühen Abend gab die Stadt Entwarnung, die Bewohner konnten in ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren.

Feuer auf Campingplatz am Gardasee - Vier Feuerwehrleute aus Hessen helfen löschen

Im Urlaub in Norditalien haben vier Feuerwehrleute aus Hessen ihre ständige Einsatzbereitschaft bewiesen: Sie halfen am Sonntag beim Löschen eines großen Feuers auf einem Campingplatz am Gardasee. Örtliche Feuerwehr und Behörden machten unterschiedliche Angaben zur Zahl der Verletzten.

Kleinflugzeug in Baden-Württemberg abgestürzt: Zwei Tote

Beim Absturz eines Kleinflugzeuges sind in Baden-Württemberg zwei Menschen ums Leben gekommen. Das Flugzeug stürzte nach Angaben einer Sprecherin des Polizeipräsidiums Heilbronn am Sonntag in nahe eines kleinen Flugplatzes gelegene Weinberge bei Gundelsheim und ging in Flammen auf.

"Ein Held für die ganze Welt": Netanjahu lädt Piloten des Flydubai-Flugs zu Nationalfeiertag ein

"Sie sind ein Held für die ganze Welt": Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat den indischen Piloten der Flydubai-Maschine für seine Rolle bei der Vereitelung eines mutmaßlichen Anschlags gerühmt. Auch trug er dem Piloten des vorwiegend mit israelischen Passagieren besetzten Flugzeugs eine außergewöhnliche Ehre an: Smit Machchhar solle im kommenden Mai die Fackel zum israelischen Nationalfeiertag entzünden, sagte Netanjahu in einem am Samstag veröffentlichten Video.

Textgröße ändern: