Pallade Veneta - WG-Mitbewohnerin in Köln zu Tode gequält: BGH bestätigt Urteil gegen vier Angeklagte

WG-Mitbewohnerin in Köln zu Tode gequält: BGH bestätigt Urteil gegen vier Angeklagte


WG-Mitbewohnerin in Köln zu Tode gequält: BGH bestätigt Urteil gegen vier Angeklagte
WG-Mitbewohnerin in Köln zu Tode gequält: BGH bestätigt Urteil gegen vier Angeklagte / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Fünf Jahre nach dem Tod einer jungen Frau in einer Kölner Wohngemeinschaft sind ihre früheren Mitbewohnerinnen und Mitbewohner rechtskräftig verurteilt. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe bestätigte nach Angaben vom Mittwoch das Urteil des Kölner Landgerichts, das im Februar 2024 gegen zwei Frauen und einen Mann lebenslange Haftstrafen verhängte. Sie hatten die Mitbewohnerin im Frühling 2020 über Tage zu Tode gequält. (AZ. 2 StR 429/24)

Textgröße ändern:

Ein weiterer Mann war zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Auch diese Strafe wurde nun rechtskräftig. Wie das Landgericht feststellte, schlugen und traten die Angeklagten die junge Frau über Tage hinweg in der gemeinsamen Wohnung. Zum Teil verwendeten sie dazu eine Hundeleine, Quarzhandschuhe und Stahlkappenschuhe. Das Opfer durfte weder trinken noch essen.

Erst seien alle vier Angeklagten an den Taten beteiligt gewesen, später nur noch die drei zu lebenslanger Haft verurteilten. Die Polizei befreite die junge Frau schließlich. Sie war aber so schwer verletzt und außerdem dehydriert, dass sie nach einigen Wochen im Krankenhaus an Multiorganversagen starb.

Das Landgericht sprach zwei Frauen und einen Mann wegen Mordes schuldig, den weiteren Mann wegen gefährlicher Körperverletzung. Zwei Angeklagte sollen nach Verbüßung ihrer Strafe in einer geschlossenen Einrichtung zur Sicherungsverwahrung untergebracht werden.

Alle vier wandten sich gegen ihre Verurteilungen an den BGH, hatten dort aber nun keinen Erfolg. Der BGH fand keine Rechtsfehler. Das Kölner Urteil wurde rechtskräftig.

D.Bruno--PV

Empfohlen

Neuer Oberbürgermeister Krause eröffnet Münchner Oktoberfest mit Fassanstich

Mit dem traditionellen Fassanstich und dem Ausruf "O'zapft is - auf eine friedliche Wiesn" beginnt am Samstag (12.00 Uhr) das Münchner Oktoberfest. Erstmals wird der neue Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) das weltweit größte Volksfest eröffnen. Er reicht die erste Maß Bier nach dem Anzapfen an den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU).

Trump verbietet Medien CNN, MS NOW und Politico Zutritt zu Weißem Haus

US-Präsident Donald Trump hat den beiden Fernsehsendern CNN und MS NOW - ehemals MSNBC - sowie der Plattform Politico den Zutritt zum Weißen Haus untersagt. Auf seiner Onlineplattform Truth Social erklärte Trump am Freitag, das Hausverbot trete umgehend in Kraft. "Andere Medien, die Falschinformationen verbreiten, werden folgen", fügte er hinzu.

Sarg von norwegischem König Harald V. nimmt CO2 auf

Der Ende August gestorbene norwegische König Harald V. ist nach Angaben des Königshauses in einem Sarg aus Kohlendioxid absorbierendem Silikatgestein bestattet worden. Haralds letzte Ruhestätte hat die Form eines Schiffes und besteht aus Olivin - einem grünlichen, rund 400 Millionen Jahre alten Silikatgestein, das in Westnorwegen abgebaut wird, wie der Palast am Freitag mitteilte.

Nach Brandanschlag auf Synagoge in Wuppertal: Hinweise auf antisemitisches Motiv

Nach dem Brandanschlag auf eine Synagoge in Wuppertal haben sich die Hinweise auf ein antisemitisches Tatmotiv verdichtet. Äußerungen des 37-jährigen Verdächtige bereits während seiner Festnahme deuteten auf ein antisemitisches Tatmotiv hin, teilte die Staatsanwaltschaft in der nordrhein-westfälischen Stadt am Freitag mit. Der Mann soll am Donnerstag einen Brandsatz an der Eingangstür eines zur Synagoge gehörenden Cafés gelegt haben.

Textgröße ändern: