Pallade Veneta - 84-Jährige in eigenem Haus in Kehl getötet: Verdächtiger wegen Mordes in Haft

84-Jährige in eigenem Haus in Kehl getötet: Verdächtiger wegen Mordes in Haft


84-Jährige in eigenem Haus in Kehl getötet: Verdächtiger wegen Mordes in Haft
84-Jährige in eigenem Haus in Kehl getötet: Verdächtiger wegen Mordes in Haft / Foto: Daniel ROLAND - AFP/Archiv

Nach dem tödlichen Gewalt- und Sexualverbrechen an einer 84-jährigen Frau im baden-württembergischen Kehl ist der Verdächtige wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft genommen worden. Der 23-Jährige habe sich bislang nicht zu der Tat geäußert, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei in Offenburg nach dessen Haftrichtervorführung am Mittwoch mit. Das Tatmotiv sei weiterhin unklar, die Ermittlungen dazu liefen weiter.

Textgröße ändern:

Die 84-Jährige war am Sonntag von einer Bekannten leblos im Schlafzimmer ihres Wohnhauses entdeckt worden, ein Notarzt konnte nur noch ihren Tod feststellen. Aufgrund von Hinweisen auf eine Gewalttat wurde die Polizei eingeschaltet. Ermittlungen einer eigens eingerichteten Sonderkommission zufolge wurde die Frau vor ihrem Tod sexuell missbraucht und wies massive Kopfverletzungen durch stumpfe Gewalt auf. Letztlich erstickte das Opfer.

Der Verdächtige wurde am Dienstag gefasst. Wie die Ermittler am Mittwoch mitteilten, ergab ein DNA-Abgleich mit Tatortspuren einen Treffer in einer polizeilichen Datenbank. Der Mann, der derzeit keinen festen Wohnsitz hat, wurde zur Fahndung ausgeschrieben und am Dienstag von Bundespolizisten bei einer Routinekontrolle im Bahnhof Offenburg festgenommen. Der Verdächtige trat zuvor demnach vor allem bereits durch Eigentumsdelikte in Erscheinung.

Laut Ermittlern wiesen zudem Zeugenaussagen auf den aus Kehl stammenden Mann hin, der seit Samstagabend nicht mehr gesehen worden war. Erkennbare Bezüge zwischen dem Verdächtigen und dem Opfer gab es nicht, beide kannten sich laut bisherigem Ermittlungsstand also nicht. Bei dem Verdächtigen wurde eine Bankkarte der getöteten Seniorin gefunden, wie die Behörden weiter mitteilten.

A.Tucciarone--PV

Empfohlen

Sorgerechtsstreit als mutmaßliches Motiv: Sechs Tote bei Schusswaffenangriff in Stade

Nach dem Schusswaffenangriff mit sechs Toten in einer Jugendhilfeeinrichtung im niedersächsischen Stade liegt das Motiv nach ersten Erkenntnissen der Ermittler in einem Sorgerechtsstreit. Bei dem kurz nach der Tat festgenommenen mutmaßlichen Schützen handle es sich um einen 45-jährigen Deutschen, dessen drei Monate alte Tochter mitsamt der 34-jährigen Kindsmutter in der Einrichtung untergebracht gewesen sei, sagte die Lüneburger Polizeipräsidentin Kathrin Schuol am Montag vor Journalisten in Stade. Die Getöteten waren demnach Mitarbeitende eines Jugendhilfeträgers und des Jugendamts.

Sechs Tote bei Schusswaffenangriff in Stade: Verdächtiger ist 45-Jähriger Deutscher

Bei dem festgenommenen Tatverdächtigen zum Schusswaffenangriff in einer Jugendhilfeeinrichtung im niedersächsischen Stade mit sechs Toten handelt es sich um einen 45-jährigen Deutschen. Der Mann aus dem Raum Hannover sei am Montag im Zusammenhang mit einer "Sorgerechtssache" in der Einrichtung gewesen, in der seine dreimonatige Tochter und die Kindsmutter untergebracht gewesen seien, sagte die Lüneburger Polizeipräsidentin Kathrin Schuol vor Journalisten in Stade.

Oberstes US-Gericht hält Missbrauchsurteil gegen Trump aufrecht

US-Präsident Donald Trump muss der Journalistin E. Jean Carroll fünf Millionen Dollar (rund 4,4 Millionen Euro) Entschädigung wegen sexuellen Missbrauchs und späterer Verleumdung zahlen. Trump scheiterte am Montag vor dem Obersten Gericht der USA mit dem Versuch, das Urteil aus unterer Instanz aufheben zu lassen. Der Supreme Court in Washington wies den Fall ohne Angabe von Gründen ab.

Polizei nennt Schusswaffenangriff mit sechs Toten in Stade "Familientragödie"

Bei dem Schusswaffenangriff in einer Jugendhilfeeinrichtung im niedersächsischen Stade mit sechs Toten hat es sich nach Polizeiangaben um eine "erweiterte Familientragödie" gehandelt. Es gehe "nicht in Richtung Femizid oder auch politischer Hintergrund", sagte ein Polizeisprecher in Lüneburg am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Das Motiv für die Gewalttat liege vielmehr "im Umfeld der Jugendhilfeeinrichtung begründet".

Textgröße ändern: