Pallade Veneta - Sri Lankas inhaftierter Ex-Präsident Wickremesinghe gegen Kaution freigelassen

Sri Lankas inhaftierter Ex-Präsident Wickremesinghe gegen Kaution freigelassen


Sri Lankas inhaftierter Ex-Präsident Wickremesinghe gegen Kaution freigelassen
Sri Lankas inhaftierter Ex-Präsident Wickremesinghe gegen Kaution freigelassen / Foto: Ishara S. KODIKARA - AFP

In Sri Lanka ist der am Freitag festgenommene Ex-Präsident Ranil Wickremesinghe gegen eine Kaution wieder freigelassen worden. Richterin Nilupuli Lankapura ordnete am Dienstag eine Kaution in Höhe von fünf Millionen Rupien (rund 14.200 Euro) an, nachdem Wickremesinghe unter strengen Sicherheitsvorkehrungen verhört worden war. Der frühere Präsident war wegen des Vorwurfs der Veruntreuung staatlicher Gelder festgenommen worden.

Textgröße ändern:

Wickremesinghe hält sich derzeit in einem Krankenhaus in der Hauptstadt Colombo auf, wo er von bewaffneten Beamten überwacht wird. Er war nach seiner Festnahme am Freitag wegen Dehydrierung ins Krankenhaus eingeliefert worden, sein Zustand war nach Angaben des Krankenhauses am Dienstag stabil. Er wurde der Gerichtsanhörung per Video zugeschaltet. Vor dem Krankenhaus protestierten einige hundert Anhänger für Wickremesinghes Freilassung.

Der frühere Präsident soll während seiner Amtszeit staatliche Mittel für persönliche Zwecke verwendet haben. Dabei geht es um eine Reise 2023 auf dem Rückweg von Havanna, wo Wickremesinghe an einem G77-Gipfel teilgenommen hatte. Er und seine Frau machten in Großbritannien Station und nahmen dort an einer Zeremonie der Universität Wolverhampton teil.

Wickremesinghe hatte gesagt, dass die Reisekosten seiner Frau von ihr selbst getragen und keine staatlichen Mittel verwendet worden seien. Die Polizei geht hingegen davon aus, dass der damalige Präsident staatliche Gelder für seine private Reise verwendet habe und dass auch seine Leibwächter vom Staat bezahlt worden seien. Richterin Lankapura setzte eine weitere Anhörung am 29. Oktober an.

Wickremesinghe wurde 2022 Übergangspräsident des südasiatischen Landes und folgte auf Gotabaya Rajapaksa, nachdem dieser durch landesweite Proteste zum Rücktritt gezwungen worden war. Wickremesinghe wird die Stabilisierung der Wirtschaft nach der schlimmsten Finanzkrise des Landes 2022 zugeschrieben. Im September vergangenen Jahres wurde er abgewählt.

Sein Nachfolger Anura Kumara Dissanayake hat der Korruption in Sri Lanka den Kampf angesagt. Drei weitere ehemalige Präsidenten solidarisierten sich am Wochenende mit Wickremesinghe und sprachen von einem "kalkulierten Angriff" auf die Demokratie. Seine Partei UNP warf den Behörden vor, Wickremesinghe solle mit dem Verfahren von einer Rückkehr in die Politik abgehalten werden.

Z.Ottaviano--PV

Empfohlen

Neuer Oberbürgermeister Krause eröffnet Münchner Oktoberfest mit Fassanstich

Mit dem traditionellen Fassanstich und dem Ausruf "O'zapft is - auf eine friedliche Wiesn" beginnt am Samstag (12.00 Uhr) das Münchner Oktoberfest. Erstmals wird der neue Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) das weltweit größte Volksfest eröffnen. Er reicht die erste Maß Bier nach dem Anzapfen an den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU).

Trump verbietet Medien CNN, MS NOW und Politico Zutritt zu Weißem Haus

US-Präsident Donald Trump hat den beiden Fernsehsendern CNN und MS NOW - ehemals MSNBC - sowie der Plattform Politico den Zutritt zum Weißen Haus untersagt. Auf seiner Onlineplattform Truth Social erklärte Trump am Freitag, das Hausverbot trete umgehend in Kraft. "Andere Medien, die Falschinformationen verbreiten, werden folgen", fügte er hinzu.

Sarg von norwegischem König Harald V. nimmt CO2 auf

Der Ende August gestorbene norwegische König Harald V. ist nach Angaben des Königshauses in einem Sarg aus Kohlendioxid absorbierendem Silikatgestein bestattet worden. Haralds letzte Ruhestätte hat die Form eines Schiffes und besteht aus Olivin - einem grünlichen, rund 400 Millionen Jahre alten Silikatgestein, das in Westnorwegen abgebaut wird, wie der Palast am Freitag mitteilte.

Nach Brandanschlag auf Synagoge in Wuppertal: Hinweise auf antisemitisches Motiv

Nach dem Brandanschlag auf eine Synagoge in Wuppertal haben sich die Hinweise auf ein antisemitisches Tatmotiv verdichtet. Äußerungen des 37-jährigen Verdächtige bereits während seiner Festnahme deuteten auf ein antisemitisches Tatmotiv hin, teilte die Staatsanwaltschaft in der nordrhein-westfälischen Stadt am Freitag mit. Der Mann soll am Donnerstag einen Brandsatz an der Eingangstür eines zur Synagoge gehörenden Cafés gelegt haben.

Textgröße ändern: