Pallade Veneta - Millionenschaden: Polizei in Nordrhein-Westfalen gelingt Schlag gegen Betrügerbande

Millionenschaden: Polizei in Nordrhein-Westfalen gelingt Schlag gegen Betrügerbande


Millionenschaden: Polizei in Nordrhein-Westfalen gelingt Schlag gegen Betrügerbande
Millionenschaden: Polizei in Nordrhein-Westfalen gelingt Schlag gegen Betrügerbande / Foto: Daniel ROLAND - AFP/Archiv

Ermittlern in Nordrhein-Westfalen ist ein Schlag gegen ein professionelles Betrugs- und Geldwäschenetzwerk gelungen. Wie die Polizei in Essen am Mittwoch mitteilte, wurde am Dienstag ein 28-jähriger Hauptverdächtiger mit einem Haftbefehl festgenommen. Die Ermittlungen laufen demnach wegen mehrerer Betrugsstraftaten mit einem Gesamtschaden von mindestens einer Million Euro. Dabei geht es unter anderem um Fälle von sogenanntem Liebesbetrug.

Textgröße ändern:

Die Gruppierung um den 28-jährigen Hauptverdächtigen soll dabei Bankkonten für andere Kriminelle bereitgestellt haben, um Gelder aus den Betrugsstraftaten zu verschleiern. Die Konten sollen mit gefälschten oder gestohlenen Ausweisen eröffnet worden sein.

Bei den Betrugsstraftaten handelt es sich demnach unter anderem um die sogenannte Lovescammingmasche, bei der den Opfern eine Art Liebesbeziehung vorgegaukelt wird, um an ihr Geld zu kommen. Auch sei eine Masche namens CEO-Fraud genutzt worden, bei der sich Betrüger gegenüber Unternehmen und Firmen als Führungskraft ausgeben und Mitarbeiter zur Überweisung von Geldbeträgen auffordern.

Das erbeutete Geld soll dann über die Konten verschleiert oder in bar abgehoben worden sein. Die Taten trugen sich demnach zwischen Dezember 2022 und November 2024 zu.

Neben dem aus dem zentralafrikanischen Kamerun stammenden Hauptverdächtigen wurde am Dienstag in Mülheim eine 27-jährige Frau aus dem westafrikanischen Sierra Leone vorläufig festgenommen. Gegen einen 26- und einen 36-jährigen Kameruner richteten sich Durchsuchungen in Bochum und im hessischen Offenbach. Beide Männer wurden nach den Maßnahmen entlassen.

Die Polizei beschlagnahmte Beweismittel, mehrere tausend Euro Bargeld und ein Auto. Die Ermittlungen zu Hintergründen und weiteren Beteiligten dauerten an.

O.Merendino--PV

Empfohlen

US-Staatsanwältin stellt Ermittlungen gegen Notenbankchef Powell ein

Die US-Justiz hat die strafrechtlichen Ermittlungen gegen Notenbankchef Jerome Powell eingestellt und damit den Weg für die Ernennung eines Nachfolgers freigemacht. Staatsanwältin Jeanine Pirro erklärte am Freitag in Onlinediensten, statt der Justiz werde nun die interne Aufsicht der Federal Reserve (Fed) die Kosten für die Renovierung des Notenbankgebäudes untersuchen. Dementsprechend habe sie angewiesen, die Ermittlungen gegen Powell nun einzustellen.

Signal-Hack: Bundesanwaltschaft ermittelt wegen Spionageverdachts

Wegen der Angriffswelle auf Nutzer des Messengerdienstes Signal aus Politik, Behörden und Medien ermittelt die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe. Es gehe um den Anfangsverdacht der Spionage, sagte eine Sprecherin der Karlsruher Behörde am Freitag. Demnach wurden die Ermittlungen schon im Februar eingeleitet, als deutsche Sicherheitsbehörden erstmals öffentlich vor den Angriffen gewarnt hatten.

Bröckelnde Balkone: Eigentümergemeinschaft muss Sanierung veranlassen

Wenn Balkone am Mehrfamilienhaus dringend saniert werden müssen, muss die Eigentümergemeinschaft aktiv werden und die Renovierungen veranlassen. Das gilt auch dann, wenn eigentlich die einzelnen Wohnungseigentümer zuständig sind, wie der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe am Freitag entschied. Es ging um einen Streit von der Ostsee: An der Appartementanlage fielen bereits Teile von den bröckelnden Balkonen, die Grünfläche am Haus musste gesperrt werden. (Az. V ZR 102/24)

US-Organisationen warnen vor Risiken bei Reisen zur Fußball-WM in den USA

Mehr als 120 US-Organisationen haben Fußballfans und andere USA-Reisende vor "schweren Verletzungen ihrer Rechte" während der Fußball-WM gewarnt. Die Bürgerrechtsorganisation ACLU begründete die Warnung an "Fans, Spieler, Journalisten und andere Besucher" am Donnerstag mit dem "drakonischen einwanderungs- und menschenrechtsfeindlichen Kurs" der Regierung von US-Präsident Donald Trump. Der Weltfußballverband Fifa müsse deshalb dringend Druck auf die US-Regierung ausüben.

Textgröße ändern: