Pallade Veneta - Düsseldorf: Frühere Kämpfer von Dschihadistenmiliz IS zu Haftstrafen verurteilt

Düsseldorf: Frühere Kämpfer von Dschihadistenmiliz IS zu Haftstrafen verurteilt


Düsseldorf: Frühere Kämpfer von Dschihadistenmiliz IS zu Haftstrafen verurteilt
Düsseldorf: Frühere Kämpfer von Dschihadistenmiliz IS zu Haftstrafen verurteilt / Foto: INA FASSBENDER, - - AFP/Archiv

Zwei frühere Kämpfer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) sind in Düsseldorf zu Haftstrafen von sechs und sieben Jahren verurteilt worden. Das Oberlandesgericht in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt sprach sie nach Angaben eines Sprechers am Donnerstag der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung für schuldig.

Textgröße ändern:

Laut Urteil hatten sich die Beschuldigten im Alter von heute 35 und 40 Jahren während des syrischen Bürgerkriegs im Jahr 2013 dem IS in der Hauptstadt Damaskus angeschlossen. Der 40-Jährige operierte zunächst verdeckt und sammelte Informationen für die islamistischen Miliz. Später gehörte er zu den IS-Anführern in einem Stadtteil von Damaskus und befehligte einen Checkpoint. Der 35-Jährige gehörte zu einer Spezialeinheit, die auch Gefangene tötete.

Von Vorwürfen der Beteiligung an Mord und Kriegsverbrechen sprach das Gericht die beiden Syrer dagegen frei. Laut Anklage hatte der Verdacht im Raum gestanden, sie hätten sich persönlich an der Verschleppung und Hinrichtung von Gefangenen des IS beteiligt. Dies ließ sich aber nicht nachweisen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, eine Revision beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe ist möglich.

Strafschärfend wertete das Gericht unter anderem die Gefährlichkeit des IS und dessen "brutale, grausame und unmenschliche Vorgehensweise" gegen Gegner. Strafmildernd berücksichtigte es nach eigenen Angaben, dass beide Männer in Deutschland nicht vorbestraft sind und die Taten bereits lange zurückliegen.

Der IS kämpfte während des 2011 ausgebrochenen Bürgerkriegs in Syrien mit brutalen Mitteln für die Errichtung eines islamistischen Kalifats. Zeitweise kontrollierte die Miliz weite Gebiete Syriens und im Nachbarland Irak. Zudem verübten Anhänger des IS zahlreiche Anschläge, darunter auch in Deutschland.

C.Conti--PV

Empfohlen

Baby aus Krankenhaus mitgenommen: Polizei fahndet nach Frau

Nach der Entführung eines Neugeborenen aus einem Krankenhaus in Lüdenscheid hat die Polizei noch keine Spur der Tatverdächtigen. Die Ermittlungen in der Sache laufen weiter, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Zeugen hatten Samstagnachmittag in einem Parkhaus das sieben Tage alte Baby entdeckt, kurze Zeit später meldete das Klinikum das Neugeborene als vermisst.

14 Tote bei Absturz eines Hubschraubers von Aramco in Saudi-Arabien

Beim Absturz eines Hubschraubers des Ölkonzerns Aramco sind in Saudi-Arabien 14 Menschen getötet worden. Der Unfall ereignete sich am Sonntag in Ras Tanura im Osten des Landes, wie die amtliche Nachrichtenagentur SPA unter Berufung auf das Energieministerium meldete. Bei den Toten handelt es sich demnach um saudiarabische Staatsbürger. Eine Untersuchung zur Klärung der Absturzursache sei im Gange, berichtete SPA weiter.

Venezuela: Suche nach Erdbeben-Überlebenden hält an - bislang mehr als 1400 Tote

In Venezuela suchen Rettungsmannschaften trotz schwindender Hoffnungen weiter in den Trümmern eingestürzter Gebäude nach Überlebenden des schweren Doppel-Erdbebens. Der Präsident der venezolanischen Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, bezifferte die Zahl der Toten am Samstag (Ortszeit) auf inzwischen 1430, weitere 3238 Menschen wurden seinen Angaben zufolge verletzt. Doch es gab auch Lichtblicke: Ein elfjähriger Junge und ein Baby wurden lebend aus den Trümmern geborgen.

EU aktiviert Katastrophenschutz-Mechanismus für Venezuela-Hilfe

Nach dem schweren Doppel-Erdbeben in Venezuela hat die EU den Europäischen Katastrophenschutz-Mechanismus aktiviert, um Such- und Rettungsteams, Feuerwehrleute und medizinisches Personal in das südamerikanische Land zu entsenden. Die EU habe zudem bereits fünf Millionen Euro an Nothilfe für betroffene Gemeinden bereitgestellt, erklärte die Außenbeauftragte Kaja Kallas am Sonntag im Onlinedienst X.

Textgröße ändern: