Pallade Veneta - Ukrainischer Journalist mit Vaclav-Havel-Preis für Menschenrechte ausgezeichnet

Ukrainischer Journalist mit Vaclav-Havel-Preis für Menschenrechte ausgezeichnet


Ukrainischer Journalist mit Vaclav-Havel-Preis für Menschenrechte ausgezeichnet
Ukrainischer Journalist mit Vaclav-Havel-Preis für Menschenrechte ausgezeichnet / Foto: SEBASTIEN BOZON - AFP

Der ukrainische Journalist Maksym Butkewytsch, der sich vor einem Jahr noch in einer russischen Strafkolonie befand, ist mit dem Vaclav-Havel-Preis für Menschenrechte ausgezeichnet worden. "Ich nehme den Preis nicht nur für mich entgegen, sondern stellvertretend für die ukrainischen Kriegsgefangenen und die illegal in Russland inhaftierten Zivilisten", sagte der 48-Jährige am Montag in Straßburg.

Textgröße ändern:

Der Europarat zeichnet mit dem Preise alljährlich Vertreter der Zivilgesellschaft aus, die sich für Menschenrechte in Europa oder darüber hinaus einsetzen. Neben Butkewytsch waren in diesem Jahr eine Journalistin aus Georgien und ein Journalist aus Aserbaidschan nominiert. Benannt ist der Preis nach dem 2011 gestorbenen tschechischen Ex-Präsidenten und früheren Dissidenten Vaclav Havel.

Butkewytsch, der erste Preisträger aus der Ukraine, ist Gründer eines unabhängigen Radiosenders und Mitgründer eines Zentrums für den Schutz der Freiheiten. Er hatte sich nach der russischen Invasion im Februar 2022 freiwillig zu den ukrainischen Streitkräften gemeldet und wurde wenige Monate später gefangen genommen. Im März 2023 wurde er zu 13 Jahren Haft verurteilt, dann aber im Oktober 2024 im Rahmen eines Gefangenenaustausches freigelassen.

"Ich befand mich in einem System, das auf Menschenrechte nichts gibt", sagte Butkewytsch. "Erst wenn man der Menschenrechte beraubt ist, versteht man, wie wertvoll sie sind." Er rief dazu auf, die ukrainischen Kriegsgefangenen und die in Russland zu unrecht inhaftierten Zivilisten nicht zu vergessen.

"Die vergangenen Monate waren besonders gefährlich für Journalisten", sagte der Vorsitzende der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, Theodoros Rousopoulos. Er erinnerte daran, dass Anfang des Jahres 171 Journalisten in Europa in Haft waren, unter ihnen 26 Ukrainer, die in Russland oder in von Russland besetzten Gebieten festgehalten wurden.

O.Pileggi--PV

Empfohlen

Minnesota: Trump-Regierung zieht 700 Einsatzkräfte ab

Gut zehn Tage nach den tödlichen Schüssen auf den US-Bürger Alex Pretti in Minneapolis hat die US-Regierung den sofortigen Abzug von 700 Einsatzkräften aus dem Bundesstaat Minnesota angekündigt. Das bedeute allerdings keine Abkehr von der Abschiebepolitik von Präsident Donald Trump, sagte dessen Grenzbeauftragter Tom Homan am Mittwoch in Minneapolis. Trump selbst stellte ein "sanfteres Vorgehen" bei den Einsätzen in Aussicht.

"Außergewöhnlicher" Starkregen: Tausende Menschen in Spanien evakuiert - ein Toter in Portugal

"Außergewöhnlicher" Starkregen ist am Mittwoch über der Iberischen Halbinsel niedergegangen. Sowohl in Portugal als auch in Spanien galt wegen des Sturmtiefs "Leonardo" erhöhte Alarmbereitschaft, im Süden Spaniens wurden nach Angaben der Behörden mehr als 3500 Menschen evakuiert. Zudem blieben fast überall in Andalusien die Schulen geschlossen, Straßen und Bahnlinien wurden gesperrt. In Portugal kam im Südosten ein Mensch durch das Unwetter ums Leben. Auch Marokko meldete extreme Niederschläge, dort wurden seit dem vergangenen Freitag sogar mehr als 100.000 Menschen evakuiert.

Anwältin: Inhaftierte iranische Aktivistin Mohammadi seit drei Tagen im Hungerstreik

Die inhaftierte iranische Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi ist nach Angaben ihrer Anwältin in den Hungerstreik getreten. Der Hungerstreik der bei einem Protest im Dezember erneut festgenommenen Frauenrechtlerin dauere nun schon seit drei Tagen an, sagte Mohammadis französische Anwältin Chirinne Ardakani am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Mohammadi fordere damit "ihr Recht auf Telefonate, Zugang zu ihren Anwälten im Iran und Besuche" ein.

Urteil in Ungarn: Acht Jahre Haft für Maja T. wegen Angriffs auf Rechtsextreme

In einem umstrittenen Prozess um einen Angriff auf Rechtsextremisten in Ungarn ist Maja T. aus Deutschland zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht in Budapest befand die 25-jährige nicht-binäre Person am Mittwoch für schuldig, die Teilnehmer eines rechtsextremen Aufmarsches in Budapest im Februar 2023 gemeinsam mit weiteren Linksextremisten angegriffen zu haben. Unterstützer von T. sowie Vertreter von Linken und SPD prangerten einen politischen "Schauprozess" an.

Textgröße ändern: