Pallade Veneta - Bulgarische Beamte fordern Schmiergeld von Robbie Williams' Lkw-Fahrern

Bulgarische Beamte fordern Schmiergeld von Robbie Williams' Lkw-Fahrern


Bulgarische Beamte fordern Schmiergeld von Robbie Williams' Lkw-Fahrern
Bulgarische Beamte fordern Schmiergeld von Robbie Williams' Lkw-Fahrern / Foto: Paul ELLIS - AFP/Archiv

Zwei bulgarische Beamte sind gefeuert und festgenommen worden, weil sie Schmiergeld von den Lkw-Fahrern verlangt haben, die Ausrüstung für ein Robbie-Williams-Konzert nach Sofia transportierten. Sie hätten 500 Euro bei einer Routinekontrolle gefordert, sagte der Polizeivertreter Ljubomir Nikolow am Montag bei einer Pressekonferenz. Da die britischen Lkw-Fahrer sie nicht verstanden hätten, hätten die Beamten sogar die Übersetzungsfunktion von Google genutzt.

Textgröße ändern:

"Sie haben diejenigen, die nicht genug Bargeld hatten, sogar aufgefordert, zu einem Bankautomaten zu gehen", fügte er hinzu.

Das Verlangen von Schmiergeldern ist in Bulgarien weit verbreitet. Der Vorfall, der sich bereits am Donnerstag ereignete, überraschte die Lkw-Fahrer der Robbie-Williams-Tournee jedoch dermaßen, dass sie Anzeige erstatteten.

Verkehrsminister Grosdan Karadschow sagte örtlichen Medien, die beiden Beamten seien entlassen worden. Sie wurden am Sonntag festgenommen und angeklagt, wie die Staatsanwältin Desislawa Petrowa mitteilte.

"Robbie Williams ist erfolgreicher bei der Bekämpfung von Korruption als die bulgarischen Behörden", scherzte ein Internetnutzer aus Bulgarien, dem ärmsten Land in der Europäischen Union.

Der Straßenverkehr sei eine "Goldgrube" für korrupte bulgarische Beamte, sagte Tihomir Beslow, Experte für organisierte Kriminalität am Zentrum für Demokratiestudien in Sofia.

Der 51-jährige Robbie Williams, bekannt für Hits wie "Rock DJ", "Come Undone" oder "Angels", war am Sonntagabend im Rahmen seiner "Britpop"-Tournee in der bulgarischen Hauptstadt Sofia aufgetreten.

E.M.Filippelli--PV

Empfohlen

US-Organisationen warnen vor Risiken bei Reisen zur Fußball-WM in den USA

Mehr als 120 US-Organisationen haben Fußballfans und andere USA-Reisende vor "schweren Verletzungen ihrer Rechte" während der Fußball-WM gewarnt. Die Bürgerrechtsorganisation ACLU begründete die Warnung an "Fans, Spieler, Journalisten und andere Besucher" am Donnerstag mit dem "drakonischen einwanderungs- und menschenrechtsfeindlichen Kurs" der Regierung von US-Präsident Donald Trump. Der Weltfußballverband Fifa müsse deshalb dringend Druck auf die US-Regierung ausüben.

Italienische Blauhelmsoldaten ersetzen beschädigte Jesus-Statue im Libanon

Italienische Blauhelmsoldaten haben eine von israelische Soldaten beschädigte Jesus-Statue im Libanon ersetzt. Wie die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni am Donnerstag mitteilte, hatte das italienische Kontingent der UN-Mission Unifil die Idee, "dem libanesischen Dorf Debl ein neues Kruzifix zu spenden". Die Errichtung der neuen Statue sei "eine kraftvolle Botschaft der Hoffnung, des Dialogs und des Friedens".

Südafrikas Polizeichef in Korruptionsaffäre suspendiert

Südafrikas nationaler Polizeichef Fannie Masemola ist von Präsident Cyril Ramaphosa im Zuge einer Korruptionsaffäre suspendiert worden. "Angesichts der Schwere der Vorwürfe und der entscheidenden Rolle, die der nationale Polizeichef spielt, habe ich in Absprache mit General Masemola beschlossen, dass er bis zum Abschluss des Verfahrens als vorläufig suspendiert gilt," sagte Ramaphosa am Donnerstag vor Journalisten in Johannesburg. Er ernannte die Finanzchefin der Polizei, Puleng Dimpane, zur Interims-Polizeichefin.

Schleswig-Holstein: Niederlage für Nius im Rechtsstreit mit Ministerpräsident

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Schleswig-Holstein hat eine Beschwerde des Nachrichtenportals Nius im Zusammenhang mit Aussagen von Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) in der ZDF-Sendung "Markus Lanz" zurückgewiesen. Amtspersonen könnten insbesondere in Talkrunden als Parteipolitiker oder politisch handelnde Privatpersonen auftreten, so das OVG in seinem Beschluss vom Donnerstag. Damit käme ihnen das Recht auf Meinungsfreiheit zu.

Textgröße ändern: