Pallade Veneta - Früherer Bundeschef von Polizeigewerkschaft in Hamburg wegen Betrugs verurteilt

Früherer Bundeschef von Polizeigewerkschaft in Hamburg wegen Betrugs verurteilt


Früherer Bundeschef von Polizeigewerkschaft in Hamburg wegen Betrugs verurteilt
Früherer Bundeschef von Polizeigewerkschaft in Hamburg wegen Betrugs verurteilt / Foto: INA FASSBENDER - AFP/Archiv

Der ehemalige Vorsitzende des Bunds deutscher Kriminalbeamter, André Schulz, ist am Freitag vom Landgericht Hamburg wegen Betrugs zu eineinhalb Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Die Kammer sah es nach Angaben einer Gerichtssprecherin als erwiesen an, dass der Beschuldigte während seiner Amtszeit als Bundeschef der Polizeigewerkschaft rund drei Jahre lang zu Unrecht Gehalt für eine Teilzeitbeamtenstelle beim Hamburger Landeskriminalamt bezogen hatte. Der Schaden betrug etwa 75.000 Euro.

Textgröße ändern:

Der Tatzeitraum erstreckte sich auf die Jahre 2014 bis 2017. Von der Strafe gelten laut Gericht vier Monate wegen einer rechtsstaatswidrigen überlangen Verfahrensdauer als bereits vollstreckt. Anklage in dem Fall erhob die Staatsanwaltschaft bereits im April 2020, also vor mehr als fünf Jahren. Das Gericht ordnete außerdem die Einziehung sogenannten Wertersatzes in Höhe des Tatertrags von knapp 75.200 Euro an.

Die Betrugsvorwürfe waren 2017 bekannt geworden, Schulz trat im Mai 2018 nach der Einleitung strafrechtlicher Ermittlungen zurück. Laut Anklage hatte er für die Dauer seiner bezahlten Amtszeit als Gewerkschaftschef mit dem Landeskriminalamt eine Teilzeitregelung vereinbart, ohne die entsprechende Arbeitszeit zu erbringen. Demnach soll Schulz das Modell beantragt haben, um eine Minderung von Ruhestandsbezügen zu verhindern.

Das Urteil entsprach dem Plädoyer der Staatsanwaltschaft. Schulz selbst bestritt die Vorwürfe stets, seine Verteidigung beantragte Freispruch. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, Rechtsmittel sind möglich.

B.Fortunato--PV

Empfohlen

Leeres Auto rollt los: 77-Jähriger stirbt nach Unfall in Bayern

In Bayern ist ein Mann nach einem Unfall mit einem losrollenden leeren Auto gestorben. Der 77-Jährige kam am Mittwochmittag in der Gemeinde Castell mit dem Fuß unter einen Reifen des Fahrzeugs, das sich aus noch ungeklärter Ursache in Bewegung gesetzt hatte, wie die Polizei am Donnerstag in Würzburg mitteilte. Daraufhin wurde sein linkes Bein unter dem Reifen eingeklemmt.

Papst Leo XIV. zum Abschluss von Spanien-Reise auf Kanaren eingetroffen

Zum Abschluss seiner einwöchigen Spanien-Reise ist Papst Leo XIV. auf den Kanaren eingetroffen. Das Flugzeug des Oberhaupts der katholischen Kirche landete am Donnerstag um 11.40 Uhr auf dem Militärflughafen von Gran Canaria. Nach seiner Ankunft wollte Leo direkt zum Hafen von Arguineguín weiterreisen, um dort der Migranten zu gedenken, die auf ihrer gefährlichen Überfahrt über den Atlantik ums Leben gekommen sind.

Kollegin bei Floßfahrt sexuell belästigt: Anklage gegen Berliner Polizisten

Wegen mutmaßlicher sexueller Belästigung einer Kollegin hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen Berliner Polizisten erhoben. Der 29-Jährige soll die Frau bei einem Betriebsausflug mit einem Floß im August 2025 unsittlich berührt haben, wie die Anklagebehörde am Donnerstag in der Hauptstadt mitteilte.

Thailand: Zwei chinesische Uiguren wegen Anschlags auf Schrein zum Tode verurteilt

Knapp elf Jahre nach einem tödlichen Anschlag auf einen hinduistischen Schrein in Bangkok hat ein thailändisches Gericht am Donnerstag zwei chinesische Uiguren zum Tode verurteilt. Die beiden Männer wurden von dem Gericht in der thailändischen Hauptstadt wegen vorsätzlichen und wegen versuchten Mords schuldig gesprochen. Die Verteidigung der beiden Uiguren kündigte Berufung an.

Textgröße ändern: