Pallade Veneta - Republikanischer Ex-Abgeordneter Santos kommt nach Strafmilderung aus Gefängnis frei

Republikanischer Ex-Abgeordneter Santos kommt nach Strafmilderung aus Gefängnis frei


Republikanischer Ex-Abgeordneter Santos kommt nach Strafmilderung aus Gefängnis frei
Republikanischer Ex-Abgeordneter Santos kommt nach Strafmilderung aus Gefängnis frei / Foto: Michael M. Santiago - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP

Der wegen Betrugs und Identitätsdiebstahls zu sieben Jahren Haft verurteilte ehemalige republikanische Abgeordnete George Santos ist nach einer Strafmilderung durch US-Präsident Donald Trump aus dem Gefängnis entlassen worden. Santos habe die Strafanstalt in New Jersey verlassen und sei "auf dem Weg nach Hause", teilte sein Anwalt Joseph Murray der Nachrichtenagentur AFP am späten Freitagabend (Ortszeit) mit.

Textgröße ändern:

"Gott segne Präsident Donald J. Trump, den größten Präsidenten in der Geschichte der USA!", schrieb Murray in einer auf Santos' Account bei X veröffentlichten Erklärung.

Trump erklärte in seinem Onlinedienst Truth Social, Santos habe lange Zeit in Einzelhaft verbracht und sei "allem Anschein nach furchtbar misshandelt" worden. "Zumindest hatte Santos den Mut, die Überzeugung und die Intelligenz, immer republikanisch zu wählen", fügte Trump hinzu. Deshalb habe er "eine Strafmilderung unterzeichnet, mit der George Santos sofort aus dem Gefängnis entlassen wird".

Santos trat im Juli seine Haftstrafe an, nachdem er im April zu insgesamt sieben Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt worden war. Die Staatsanwaltschaft legte Santos eine "dreiste Verbrechensserie" zur Last, bei der dieser Identitätsdiebstahl begangen, finanzielle Daten von Wahlkampfspendern gestohlen und sich unerlaubterweise Geld auf sein Wahlkampf- und sein persönliches Konto überwiesen habe.

Laut einer Untersuchung des Ethikausschusses des US-Kongresses verwendete Santos das gestohlene Geld unter anderem für Botox-Behandlungen, eine Porno-Internetseite, italienische Luxusgüter und Urlaube in den Hamptons und Las Vegas.

Santos war bei den als Midterms bekannten Zwischenwahlen 2022 für einen New Yorker Wahlkreis in das Repräsentantenhaus gewählt worden. In der Folge gab es immer neue Enthüllungen über Falschangaben des Politikers unter anderem über seine Hochschulbildung, seinen Berufsweg, seine Familie und seine Religion.

So dichtete Santos sich einen Abschluss von einer Elite-Universität und eine erfolgreiche Hochschul-Volleyballkarriere an und behauptete fälschlicherweise, für die Investmentbank Goldman Sachs und den Bankenkonzern Citigroup gearbeitet zu haben.

Im Mai 2023 wurde Santos von der Bundesjustiz unter anderem wegen Betrugs, Geldwäsche, des Diebstahls öffentlicher Gelder und falscher Angaben gegenüber dem Repräsentantenhaus angeklagt. Später wurde die Anklage unter anderem um Identitätsdiebstahl im Zusammenhang mit der Entwendung von Wahlkampfmitteln ausgeweitet.

Ende 2023 wurde Santos aus dem Repräsentantenhaus geworfen - er war damit erst der dritte Abgeordnete seit über 150 Jahren, der aus dem Parlament ausgeschlossen wurde.

C.Conti--PV

Empfohlen

Nach Messerangriff auf Lehrerin in Essen: Prozess gegen 18-Jährigen in Düsseldorf

Neun Monate nach den Messerattacken von Essen mit drei Verletzten muss sich der Tatverdächtige vor dem Oberlandesgericht in Düsseldorf verantworten. Der Generalbundesanwalt wirft dem heute 18-Jährigen in der am Montag verlesenen Anklage unter anderem dreifachen Mordversuch vor. Der damals 17-Jährige soll Anfang September 2025 aus islamistischen Motiven auf drei Menschen eingestochen haben - unter anderem auf seine Lehrerin.

Zeitung: Steigende Gefangenenzahlen führen zu Engpass im Strafvollzug

Angesichts steigender Gefangenenzahlen droht einem Zeitungsbericht zufolge ein Engpass in den deutschen Justizvollzugsanstalten. Nach einer Auswertung der "Neuen Osnabrücker Zeitung" gibt es aktuell in den deutschen Gefängnissen so wenige Haftplätze wie seit sieben Jahren nicht mehr, wie sie in ihrer Montagsausgabe berichtete.

Vier Jahre Haft für Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit wegen Vergewaltigungen

Der Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit, Marius Borg Hoiby, ist wegen Vergewaltigung zu vier Jahren Gefängnis verurteilt worden. Ein Gericht in Oslo befand den 29-Jährigen am Montag wegen zwei der vier ihm zur Last gelegten Vergewaltigungen schuldig. In das Hafturteil flossen außerdem Gewalt gegen eine seiner früheren Freundinnen, Drohungen sowie Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung ein.

Urteilsverkündung gegen Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit

Nach wochenlangem Prozess soll in Oslo am Montag das Urteil im Vergewaltigungsprozess gegen den Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit verkündet werden (10.00 Uhr MESZ). Marius Borg Hoiby ist in 40 Punkten angeklagt, unter anderem soll er vier Frauen vergewaltigt haben, während diese schliefen oder bewusstlos waren. Zudem soll der 29-Jährige mehrere Ex-Freundinnen körperlich und psychisch misshandelt haben.

Textgröße ändern: