Pallade Veneta - Staatsanwaltschaft Stuttgart erhebt Anklage gegen 'Ndrangheta-Unterstützer

Staatsanwaltschaft Stuttgart erhebt Anklage gegen 'Ndrangheta-Unterstützer


Staatsanwaltschaft Stuttgart erhebt Anklage gegen 'Ndrangheta-Unterstützer
Staatsanwaltschaft Stuttgart erhebt Anklage gegen 'Ndrangheta-Unterstützer / Foto: INA FASSBENDER, - - AFP/Archiv

Weil er bei ausländischen Unternehmen im großen Stil Lebensmittel bestellt und nicht bezahlt haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart Anklage gegen einen Unterstützer der italienischen Mafiagruppierung 'Ndrangheta erhoben. Ihm wird gewerbs- und bandenmäßiger Betrug in 35 Fällen vorgeworfen, wie die Behörde am Montag mitteilte.

Textgröße ändern:

Der 65-Jährige soll sich mit einem gesondert verfolgten Mittäter, der Mitglied eines 'Ndrangheta-Clans sein soll, und weiteren Menschen 2020 zu einer Bande zusammengeschlossen haben. Zusammen sollen sie zwischen April 2020 und April 2021 vor allem in Italien in großen Mengen Lebensmittel bestellt und nicht bezahlt haben.

Dafür sollen sich die Bandenmitglieder als deutsche Firmenverantwortliche ausgegeben haben. Transportunternehmen sollen die Ware an die Adresse einer nicht existierenden Firma in Fellbach geliefert haben. Dort sollen die Bandenmitglieder die Ware angenommen haben.

Die Lebensmittel im Gesamtwert von mehr als 330.000 Euro sollen sie über ein Großhandelsunternehmen an Gastronomiebetriebe im Raum Stuttgart weiterverkauft haben. Der Firmeninhaber des Großhandelsunternehmens soll das gesondert verfolgte 'Ndrangheta-Mitglied gewesen sein. Als faktischer Geschäftsführer habe der 65-Jährige fungiert.

Das so erlangte Geld sollen die Bandenmitglieder für sich selbst behalten, aber auch teilweise an den 'Ndrangheta-Clan weitergegeben haben. Der 65-Jährige sitzt in Untersuchungshaft. Über die Eröffnung des Hauptverfahrens muss das Landgericht Stuttgart entscheiden.

A.Saggese--PV

Empfohlen

Neuer Oberbürgermeister Krause eröffnet Münchner Oktoberfest mit Fassanstich

Mit dem traditionellen Fassanstich und dem Ausruf "O'zapft is - auf eine friedliche Wiesn" beginnt am Samstag (12.00 Uhr) das Münchner Oktoberfest. Erstmals wird der neue Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) das weltweit größte Volksfest eröffnen. Er reicht die erste Maß Bier nach dem Anzapfen an den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU).

Trump verbietet Medien CNN, MS NOW und Politico Zutritt zu Weißem Haus

US-Präsident Donald Trump hat den beiden Fernsehsendern CNN und MS NOW - ehemals MSNBC - sowie der Plattform Politico den Zutritt zum Weißen Haus untersagt. Auf seiner Onlineplattform Truth Social erklärte Trump am Freitag, das Hausverbot trete umgehend in Kraft. "Andere Medien, die Falschinformationen verbreiten, werden folgen", fügte er hinzu.

Sarg von norwegischem König Harald V. nimmt CO2 auf

Der Ende August gestorbene norwegische König Harald V. ist nach Angaben des Königshauses in einem Sarg aus Kohlendioxid absorbierendem Silikatgestein bestattet worden. Haralds letzte Ruhestätte hat die Form eines Schiffes und besteht aus Olivin - einem grünlichen, rund 400 Millionen Jahre alten Silikatgestein, das in Westnorwegen abgebaut wird, wie der Palast am Freitag mitteilte.

Nach Brandanschlag auf Synagoge in Wuppertal: Hinweise auf antisemitisches Motiv

Nach dem Brandanschlag auf eine Synagoge in Wuppertal haben sich die Hinweise auf ein antisemitisches Tatmotiv verdichtet. Äußerungen des 37-jährigen Verdächtige bereits während seiner Festnahme deuteten auf ein antisemitisches Tatmotiv hin, teilte die Staatsanwaltschaft in der nordrhein-westfälischen Stadt am Freitag mit. Der Mann soll am Donnerstag einen Brandsatz an der Eingangstür eines zur Synagoge gehörenden Cafés gelegt haben.

Textgröße ändern: