Pallade Veneta - Nach Klöckners "Puff"-Äußerung: Warken für Sexkaufverbot in Deutschland

Nach Klöckners "Puff"-Äußerung: Warken für Sexkaufverbot in Deutschland


Nach Klöckners "Puff"-Äußerung: Warken für Sexkaufverbot in Deutschland
Nach Klöckners "Puff"-Äußerung: Warken für Sexkaufverbot in Deutschland / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

In der von Bundestagspräsidentin Julia Klöckner angestoßenen Debatte über Prostitution in Deutschland bekommt die Politikerin Rückendeckung von Gesundheitsministerin Nina Warken (beide CDU). "Deutschland braucht wie andere Länder auch ein strafbewehrtes Sexkaufverbot für Freier", sagte sie der "Rheinischen Post" vom Donnerstag. "Prostituierte sollen straffrei bleiben und umfassende Ausstiegshilfen erhalten."

Textgröße ändern:

Klöckner hatte am Dienstag bei einer Laudatio die aktuelle Gesetzgebung in Deutschland kritisiert. Deutschland sei der "Puff Europas", sagte sie. Das seit 2017 geltende Prostituiertenschutzgesetz sieht eine Anmeldepflicht für Prostituierte sowie eine Erlaubnispflicht für Gewerbe, also etwa Bordelle, vor.

Klöckner plädierte für das sogenannte nordische Modell. Dieses stellt den Sexkauf unter Strafe, entkriminalisiert aber die Prostituierten selbst und sieht Sexualaufklärung und Ausstiegshilfen vor.

"Deutschland darf nicht länger das Bordell Europas sein", sagte dazu nun auch Warken der Zeitung. Die Frauen Union sprach sich dabei ebenfalls dafür aus, dem sogenannten nordischen Modell zu folgen. Es gilt zum Beispiel in Schweden, Frankreich und Norwegen.

B.Fortunato--PV

Empfohlen

Menschenrechtsgericht verurteilt Russland wegen Inhaftierung Nawalnys

Zwei Jahre nach dem Tod des Kreml-Kritikers Alexej Nawalny in einem russischen Straflager hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) Russland wegen "rechtswidriger Inhaftierung" und "unmenschlicher Behandlung" verurteilt. Die Straßburger Richter verurteilten Russland am Dienstag zu einer Entschädigungszahlung in Höhe von 26.000 Euro, was voraussichtlich keine Folgen haben wird, da Russland Entscheidungen des Gerichts ignoriert.

Staatsanwaltschaft will im Le-Pen-Prozess Kandidaturverbote fordern

Im Berufungsprozess gegen die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen und weitere Vertreter der Partei Rassemblement National (RN) will die Staatsanwaltschaft erneut in mehreren Fällen ein Kandidaturverbot fordern. "Wir werden Sie bitten, die strafrechtliche Verantwortlichkeit umfassend zu bestätigen", sagte der Staatsanwalt am Dienstag an die Adresse der Richter gewandt. "Selbstverständlich werden wir auch Strafen der Nichtwählbarkeit beantragen", fügte er hinzu. Das Plädoyer der Staatsanwaltschaft sollte etwa sechs Stunden dauern.

Vergewaltigungsprozess gegen Sohn von Norwegens Kronprinzessin begonnen

In Oslo hat am Dienstag der Prozess gegen den Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit wegen Vergewaltigungsvorwürfen begonnen. Der 29-jährige Marius Borg Hoiby erschien in einer grünen Hose und einem grünen Pullover vor dem Gericht in der norwegischen Hauptstadt. Ihm wird vorgeworfen, vier Frauen vergewaltigt und mehrere Ex-Freundinnen körperlich und psychisch misshandelt zu haben. Die Vergewaltigungsvorwürfe wies er unmittelbar nach Prozessbeginn zurück.

Reporter ohne Grenzen: 55 Angriffe auf Journalisten 2025 in Deutschland

Die Organisation Reporter ohne Grenzen hat im vergangenen Jahr in Deutschland 55 Angriffe auf Journalisten und Redaktionen dokumentiert. Dies geht aus einem am Dienstag veröffentlichten Bericht der Organisation hervor. Im Vorjahr waren es 89. Die Organisation geht aber von "einer hohen Dunkelziffer aus"; auch hätten einige Hinweise auf Vorfälle nicht verifiziert werden können.

Textgröße ändern: