Pallade Veneta - Bundesanwaltschaft lässt weiteres mutmaßliches Hamas-Mitglied in London festnehmen

Bundesanwaltschaft lässt weiteres mutmaßliches Hamas-Mitglied in London festnehmen


Bundesanwaltschaft lässt weiteres mutmaßliches Hamas-Mitglied in London festnehmen
Bundesanwaltschaft lässt weiteres mutmaßliches Hamas-Mitglied in London festnehmen / Foto: JUSTIN TALLIS - AFP/Archiv

Einen Monat nach der Festnahme von drei mutmaßlichen Hamas-Mitgliedern in Berlin ist in London ein mutmaßlicher Komplize festgenommen worden. Mohammed A. soll ebenfalls der radikalislamischen Palästinenserorganisation angehören, wie die Bundesanwaltschaft am Donnerstag in Karlsruhe mitteilte. Er soll von einem der in Berlin gefassten Männer Waffen übernommen und gelagert haben. So sollten der Bundesanwaltschaft zufolge Anschläge vorbereitet werden.

Textgröße ändern:

Den drei Anfang Oktober festgenommenen Beschuldigten wird vorgeworfen, dass sie Waffen beschafft haben sollen. Diese hätten für Mordanschläge auf israelische oder jüdische Einrichtungen in Deutschland eingesetzt werden sollen. Bei den Festnahmen wurden unter anderem ein Sturmgewehr und mehrere Pistolen sowie eine große Menge Munition gefunden. Die Männer heißen Abed Al G., Ahmad I. und Wael F. M., sie sitzen in Untersuchungshaft.

Der nun festgenommene Verdächtige A., ein britischer Staatsbürger, soll Al G. im Sommer in Berlin getroffen haben. Er habe von ihm fünf Pistolen und Munition übernommen, führte die Bundesanwaltschaft aus. Die Waffen habe A. nach Österreich transportiert und in Wien eingelagert. Das Vorgehen habe der Vorbereitung für Mordanschläge der Hamas auf israelische oder jüdische Einrichtungen in Deutschland und Europa gedient.

Der Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs erließ einen Haftbefehl gegen A., auf dessen Grundlage er in Großbritannien festgenommen wurde. Nach seiner Auslieferung soll er in Karlsruhe vorgeführt werden. Verdächtigt wird A. der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung.

Bereits im Dezember 2023 wurden in Berlin und in den Niederlanden vier mutmaßliche Mitglieder einer Untergrundzelle der Hamas festgenommen. Im Februar begann der Prozess gegen sie vor dem Berliner Kammergericht. Sie sollen auf Geheiß der Führung des militärischen Arms der Hamas mehrere Schusswaffendepots für mögliche Anschläge in Europa angelegt haben.

R.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Neuer Oberbürgermeister Krause eröffnet Münchner Oktoberfest mit Fassanstich

Mit dem traditionellen Fassanstich und dem Ausruf "O'zapft is - auf eine friedliche Wiesn" beginnt am Samstag (12.00 Uhr) das Münchner Oktoberfest. Erstmals wird der neue Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) das weltweit größte Volksfest eröffnen. Er reicht die erste Maß Bier nach dem Anzapfen an den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU).

Trump verbietet Medien CNN, MS NOW und Politico Zutritt zu Weißem Haus

US-Präsident Donald Trump hat den beiden Fernsehsendern CNN und MS NOW - ehemals MSNBC - sowie der Plattform Politico den Zutritt zum Weißen Haus untersagt. Auf seiner Onlineplattform Truth Social erklärte Trump am Freitag, das Hausverbot trete umgehend in Kraft. "Andere Medien, die Falschinformationen verbreiten, werden folgen", fügte er hinzu.

Sarg von norwegischem König Harald V. nimmt CO2 auf

Der Ende August gestorbene norwegische König Harald V. ist nach Angaben des Königshauses in einem Sarg aus Kohlendioxid absorbierendem Silikatgestein bestattet worden. Haralds letzte Ruhestätte hat die Form eines Schiffes und besteht aus Olivin - einem grünlichen, rund 400 Millionen Jahre alten Silikatgestein, das in Westnorwegen abgebaut wird, wie der Palast am Freitag mitteilte.

Nach Brandanschlag auf Synagoge in Wuppertal: Hinweise auf antisemitisches Motiv

Nach dem Brandanschlag auf eine Synagoge in Wuppertal haben sich die Hinweise auf ein antisemitisches Tatmotiv verdichtet. Äußerungen des 37-jährigen Verdächtige bereits während seiner Festnahme deuteten auf ein antisemitisches Tatmotiv hin, teilte die Staatsanwaltschaft in der nordrhein-westfälischen Stadt am Freitag mit. Der Mann soll am Donnerstag einen Brandsatz an der Eingangstür eines zur Synagoge gehörenden Cafés gelegt haben.

Textgröße ändern: