Pallade Veneta - Tod von Zwölfjähriger in Klinik: Haftstrafe für Arzt in Detmold

Tod von Zwölfjähriger in Klinik: Haftstrafe für Arzt in Detmold


Tod von Zwölfjähriger in Klinik: Haftstrafe für Arzt in Detmold
Tod von Zwölfjähriger in Klinik: Haftstrafe für Arzt in Detmold / Foto: Ronny Hartmann - AFP/Archiv

Nach dem Tod einer Zwölfjährigen in einer Klinik ist ein Arzt vom Amtsgericht Detmold wegen Behandlungsfehlern zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden. Der Angeklagte wurde wegen fahrlässiger Tötung zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt, wie ein Gerichtssprecher am Montag sagte. Aufgrund der langen Verfahrensdauer gelten vier Monate der Strafe bereits als verbüßt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Textgröße ändern:

Die Staatsanwaltschaft hatte dem Arzt fehlerhafte Behandlung vorgeworfen, wodurch er den Tod des Mädchens verursacht habe. Das Urteil entsprach dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte hingegen auf Freispruch plädiert.

Die Zwölfjährige war laut Anklage im Dezember 2019 mit Verdacht auf fieberhafte Gastroenteritis mit einem Rettungswagen in eine Klinik in Detmold eingeliefert worden. Der Angeklagte soll es als zuständiger Arzt unterlassen haben, die erforderlichen Behandlungsmaßnahmen einzuleiten. Die Zwölfjährige starb dann am Folgetag.

Eine ebenfalls angeklagte Kinderkrankenschwester wurde freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft hatte anfangs auch ihr Verfehlungen vorgeworfen.

N.Tartaglione--PV

Empfohlen

Totes Baby in Baden-Württemberg: Mutter soll Straftat vorgetäuscht haben

Unerwartete Wende im Fall des toten Babys aus dem baden-württembergischen Renningen: Nun wird gegen die Mutter ermittelt. Die 32-Jährige steht unter Verdacht, das tote Kind selbst an einem Bach am Ortsrand abgelegt zu haben, wie die Stuttgarter Staatsanwaltschaft und die Polizei Ludwigsburg am Mittwoch mitteilten. Unklar ist demnach aber weiterhin, wie der drei Monate alte Junge starb.

Obdachlosen in Berlin totgetreten: Lebenslange Haft wegen Mordes in zweitem Prozess

In einem zweiten Prozess um die Tötung eines Obdachlosen durch gezielte Tritte hat das Landgericht Berlin einen 43-Jährigen am Mittwoch zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Angeklagte wurde entsprechend des Antrages der Staatsanwaltschaft wegen Mordes verurteilt, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Die Verteidigung hatte eine Freiheitsstrafe von acht Jahren wegen Körperverletzung mit Todesfolge gefordert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Nach Mordurteil: Bayerischer Cold Case von 1978 wird von anderem Gericht aufgerollt

Ein fast 50 Jahre alter Cold Case in Bayern muss ein knappes Jahr nach einem Mordurteil neu aufgerollt werden. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe ordnete nach Angaben vom Mittwoch an, dass ein anderes Gericht neu über den Fall verhandeln muss. Es geht um den Tod einer 18 Jahre alten Frau in Unterfranken im Jahr 1978. (Az. 1 StR 594/25)

Ermittlungen gegen Mutter nach Fund von totem Baby in Baden-Württemberg

Fünf Tage nach dem Fund eines toten Säuglings im baden-württembergische Renningen ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft nun gegen die Mutter. Die 32-Jährige soll das tote Kind mutmaßlich selbst am Ortsrand abgelegt haben, wie die Ermittler in Stuttgart und Ludwigsburg am Mittwoch mitteilten. Es gebe keine Hinweise auf eine Entführung des Säuglings. Unklar ist demnach aber weiterhin, wie der kleine Junge starb.

Textgröße ändern: