Pallade Veneta - Vier neue Verdächtige nach Verletzung von Polizist durch Explosion in Bayern

Vier neue Verdächtige nach Verletzung von Polizist durch Explosion in Bayern


Vier neue Verdächtige nach Verletzung von Polizist durch Explosion in Bayern
Vier neue Verdächtige nach Verletzung von Polizist durch Explosion in Bayern / Foto: INA FASSBENDER - AFP/Archiv

Einen Monat nach der Verletzung eines Polizisten durch die Explosion einer Plastikflasche im bayerischen Bad Reichenhall sind vier neue Verdächtige gefasst worden. Es handelt sich um Schüler zwischen 16 und 18 Jahren, wie die Polizei in Rosenheim am Dienstag mitteilte. Zwei von ihnen hätten die Tat gestanden und gesagt, dass alle vier daran beteiligt gewesen seien.

Textgröße ändern:

Am 15. Oktober hatten Mitglieder der Zeugen Jehovas die Beamten gerufen, weil ein Gottesdienst gestört wurde. In den Wochen zuvor sei es schon mehrmals zu solchen Störungen gekommen. Die alarmierte Polizeistreife entdeckte den Angaben zufolge in der Hofeinfahrt vor dem Veranstaltungssaal eine PET-Flasche. Da die Beamten davon ausgingen, dass diese präpariert war und zur Explosion gebracht werden sollte, sollte eigentlich der Gefahrenbereich gesperrt werden.

In dem Moment explodierte die mit einer chemischen Mischung gefüllte Flasche aber. Ein 28 Jahre alter Polizist wurde erheblich verletzt und musste ins Krankenhaus. Er ist nach Angaben vom Dienstag noch immer nicht wieder dienstfähig.

Anfang November stellte die Polizei zunächst einen 15 und einen 18 Jahre alten Verdächtigen. Diese werden verdächtigt, ein anderes Mal in der Nähe des Gebäudes der Zeugen Jehovas Flaschen präpariert zu haben, die aber nicht explodierten. Um die präparierten Flaschen kümmerte sich die Feuerwehr. Für die Tat vom 15. Oktober kommen diese beiden Verdächtigen jedoch nicht als Verantwortliche in Betracht, wie die Polizei nun erklärte.

Sie durchsuchte am Dienstag die Jugendzimmer der 16- bis 18-jährigen Schüler und beschlagnahmte Beweismittel. Die jungen Verdächtigen wurden vorläufig festgenommen, kamen dann aber wieder auf freien Fuß. Die Kriminalpolizei Traunstein ermittelt wegen Störung der Religionsausübung, des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und gefährlicher Körperverletzung gegen alle.

A.Fallone--PV

Empfohlen

Nach Mordurteil: Bayerischer Cold Case von 1978 wird von anderem Gericht aufgerollt

Ein fast 50 Jahre alter Cold Case in Bayern muss ein knappes Jahr nach einem Mordurteil neu aufgerollt werden. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe ordnete nach Angaben vom Mittwoch an, dass ein anderes Gericht neu über den Fall verhandeln muss. Es geht um den Tod einer 18 Jahre alten Frau in Unterfranken im Jahr 1978. (Az. 1 StR 594/25)

Ermittlungen gegen Mutter nach Fund von totem Baby in Baden-Württemberg

Fünf Tage nach dem Fund eines toten Säuglings im baden-württembergische Renningen ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft nun gegen die Mutter. Die 32-Jährige soll das tote Kind mutmaßlich selbst am Ortsrand abgelegt haben, wie die Ermittler in Stuttgart und Ludwigsburg am Mittwoch mitteilten. Es gebe keine Hinweise auf eine Entführung des Säuglings. Unklar ist demnach aber weiterhin, wie der kleine Junge starb.

Angeklagter gesteht tödliche Prügelattacke auf Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz

Zu Beginn des Prozesses um eine tödliche Attacke auf einen Zugbegleiter hat der Angeklagte den Angriff gestanden. Einen Tötungsvorsatz bestritt er in einer vor dem Landgericht Zweibrücken von der Verteidigung verlesenen Stellungnahme, wie eine Gerichtssprecherin am Mittwoch sagte. Der Prozess hatte mit Verlesung der Anklage begonnen.

Millionenbetrug in Corona-Testzentrum: Mehrjährige Haftstrafen in Hannover

Wegen Millionenbetrugs mit Coronaschnelltests während der Pandemie hat das Landgericht Hannover zwei Angeklagte zu Haftstrafen von fünfeinhalb und sechs Jahren verurteilt. Nach Angaben eines Sprechers vom Mittwoch sah es die zuständige Kammer als erwiesen an, dass die beiden Beschuldigten ein Testzentrum in Hannover betrieben und dort zwischen Ende 2021 und Anfang 2023 massenhaft tatsächlich gar nicht erfolgte Tests abrechneten.

Textgröße ändern: