Pallade Veneta - Kulturstaatsministerin Roth zählt documenta-Geschäftsführerin Schormann an

Kulturstaatsministerin Roth zählt documenta-Geschäftsführerin Schormann an


Kulturstaatsministerin Roth zählt documenta-Geschäftsführerin Schormann an
Kulturstaatsministerin Roth zählt documenta-Geschäftsführerin Schormann an / Foto: Anton Roland LAUB - AFP/Archiv

Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) ist im Antisemitismus-Skandal der Kunstausstellung documenta auf deutliche Distanz zur Generaldirektorin Sabine Schormann gegangen. Nach einer von Schormann verbreiteten Stellungnahme zu dem Skandal erklärte Roth am Donnerstag in Berlin, sie sei "sehr erstaunt und befremdet" über die Stellungnahme.

Textgröße ändern:

Roth warf Schormann vor, dass ihre Aussagen und Darstellungen zu den Abläufen in den vergangenen Monaten nicht zutreffend gewesen seien, und zweifelte Schormanns Aufklärungswillen an.

In ihrer am Dienstagabend verbreiteten Erklärung hatte Schormann unter anderem geschrieben, dass sie als Geschäftsführerin nicht für das Künstlerische zuständig und die Aufarbeitung der bereits im Januar aufgekommenen ersten Antisemitismusvorwürfe mit dem Bund und dem Land Hessen geschehen sei. So sei auf Empfehlung unter anderem von Roth die Kuratorin Emily Dische-Becker als Koordinatorin eines fünfköpfigen Beraterteams eingesetzt worden.

Roth erklärte hingegen, die Bundesregierung habe den Vorschlag eines Gremiums mit den fünf Expertinnen und Experten Manuela Consonni, Raphael Gross, Edna Harel-Fisher, Meron Mendel gemacht. "Dieser Vorschlag wurde von der documenta nicht weiterverfolgt, sondern diese hat eine dann später abgesagte Gesprächsreihe vorbereitet, die weder inhaltlich noch personell" diese Vorschlag entsprochen habe.

Roth warf Schormann vor, dass eine "lückenlose Aufklärung, wie es zur Aufstellung eines eindeutig antisemitischen Kunstwerkes" bei der documenta kommen konnte, weiter ausstehe. Auch die nötigen Konsequenzen aus diesem Skandal zu ziehen stehe noch aus. "Es ist zunehmend fraglich, ob die documenta-Generaldirektorin das leisten kann oder will."

Wie es mit der documenta weiter geht, ist derzeit offen. Die "Hessische Niedersächsische Allgemeine" (HNA) hatte zuletzt berichtet, dass es Freitagabend in Kassel eine Sondersitzung des Aufsichtsrats geben solle. Auslöser des Skandals war ein Großplakat des indonesischen Kollektivs Taring Padi, das erkennbar antisemitisch war. Erst nach empörten Reaktionen wurde das Plakat entfernt.

A.dCosmo--PV

Empfohlen

Weltkriegsbomben in Hannover entschärft: 17.500 Anwohner vorübergehend evakuiert

In Hannover sind zwei Weltkriegsbomben erfolgreich entschärft worden. Rund 17.500 Menschen mussten deswegen am Sonntag vorübergehend ihre Häuser und Wohnungen im Stadtteil Misburg-Nord verlassen, wie die Behörden in der niedersächsischen Landeshauptstadt mitteilten. Am frühen Abend gab die Stadt Entwarnung, die Bewohner konnten in ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren.

Feuer auf Campingplatz am Gardasee - Vier Feuerwehrleute aus Hessen helfen löschen

Im Urlaub in Norditalien haben vier Feuerwehrleute aus Hessen ihre ständige Einsatzbereitschaft bewiesen: Sie halfen am Sonntag beim Löschen eines großen Feuers auf einem Campingplatz am Gardasee. Örtliche Feuerwehr und Behörden machten unterschiedliche Angaben zur Zahl der Verletzten.

Kleinflugzeug in Baden-Württemberg abgestürzt: Zwei Tote

Beim Absturz eines Kleinflugzeuges sind in Baden-Württemberg zwei Menschen ums Leben gekommen. Das Flugzeug stürzte nach Angaben einer Sprecherin des Polizeipräsidiums Heilbronn am Sonntag in nahe eines kleinen Flugplatzes gelegene Weinberge bei Gundelsheim und ging in Flammen auf.

"Ein Held für die ganze Welt": Netanjahu lädt Piloten des Flydubai-Flugs zu Nationalfeiertag ein

"Sie sind ein Held für die ganze Welt": Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat den indischen Piloten der Flydubai-Maschine für seine Rolle bei der Vereitelung eines mutmaßlichen Anschlags gerühmt. Auch trug er dem Piloten des vorwiegend mit israelischen Passagieren besetzten Flugzeugs eine außergewöhnliche Ehre an: Smit Machchhar solle im kommenden Mai die Fackel zum israelischen Nationalfeiertag entzünden, sagte Netanjahu in einem am Samstag veröffentlichten Video.

Textgröße ändern: