Pallade Veneta - Partnerin im Auto getötet und mit Leiche durch Berlin gefahren: Lange Haftstrafe

Partnerin im Auto getötet und mit Leiche durch Berlin gefahren: Lange Haftstrafe


Partnerin im Auto getötet und mit Leiche durch Berlin gefahren: Lange Haftstrafe
Partnerin im Auto getötet und mit Leiche durch Berlin gefahren: Lange Haftstrafe / Foto: Yasuyoshi CHIBA - AFP/Archiv

Wegen der Tötung seiner Partnerin auf dem Beifahrersitz seines Autos ist ein 49-Jähriger in Berlin zu einer Freiheitsstrafe von zehneinhalb Jahren verurteilt worden. Der Angeklagte habe sich des Totschlags schuldig gemacht, sagte der Vorsitzende Richter Bernd Miczajka in seiner Urteilsbegründung am Mittwoch.

Textgröße ändern:

Die Tat hatte sich am 10. April 2025 ereignet. Nach Überzeugung der Kammer tötete der 49-Jährige das Opfer, mit dem er zuvor getrunken hatte, auf dem Beifahrersitz seines Autos mit einem Spanngurt. Anschließend fuhr er noch längere Zeit durch Berlin, bis eine Polizeistreife auf seine Fahrweise aufmerksam wurde und ihn kontrollierte.

Dabei entdeckten die Beamten die leblose Frau. Sie alarmierten einen Rettungswagen und leisteten erste Hilfe. Dennoch starb das Opfer. Laut Gutachten eines Sachverständigen hatte der Angeklagte während der Tat vermutlich fast vier Promille Alkohol im Blut.

Der 49-Jährige und das Opfer kannten sich aus einer Entzugsklinik für Alkoholsüchtige. Sie hätten zunächst mehrere Jahre in einer glücklichen Beziehung in Polen gelebt und seien dann gemeinsam nach Deutschland gezogen, sagte Richter Miczajka. Der Angeklagte habe als Handwerker gearbeitet, die Geschädigte, eine ehemalige Lehrerin, in einer Kindertagesstätte.

Mit der Zeit habe das Paar immer mehr Alkohol konsumiert, und es sei zu Konflikten gekommen, sagte Miczajka. Nach einer mehrmonatigen Trennung habe die Geschädigte einen weiteren Entzug in Polen gemacht und sei Anfang 2025 eigentlich nur nach Berlin zurückgekehrt, um ihre Wohnung aufzulösen.

Bei dieser Gelegenheit trafen die beiden wieder aufeinander und beschlossen, ihre "konfliktbelastete und von übermäßigen Alkoholkonsum geprägte Partnerschaft" wieder aufleben zu lassen. Diese habe bis zu der furchtbaren Tat im April angedauert, sagte der Richter.

R.Zaccone--PV

Empfohlen

Neuer Oberbürgermeister Krause eröffnet Münchner Oktoberfest mit Fassanstich

Mit dem traditionellen Fassanstich und dem Ausruf "O'zapft is - auf eine friedliche Wiesn" beginnt am Samstag (12.00 Uhr) das Münchner Oktoberfest. Erstmals wird der neue Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) das weltweit größte Volksfest eröffnen. Er reicht die erste Maß Bier nach dem Anzapfen an den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU).

Trump verbietet Medien CNN, MS NOW und Politico Zutritt zu Weißem Haus

US-Präsident Donald Trump hat den beiden Fernsehsendern CNN und MS NOW - ehemals MSNBC - sowie der Plattform Politico den Zutritt zum Weißen Haus untersagt. Auf seiner Onlineplattform Truth Social erklärte Trump am Freitag, das Hausverbot trete umgehend in Kraft. "Andere Medien, die Falschinformationen verbreiten, werden folgen", fügte er hinzu.

Sarg von norwegischem König Harald V. nimmt CO2 auf

Der Ende August gestorbene norwegische König Harald V. ist nach Angaben des Königshauses in einem Sarg aus Kohlendioxid absorbierendem Silikatgestein bestattet worden. Haralds letzte Ruhestätte hat die Form eines Schiffes und besteht aus Olivin - einem grünlichen, rund 400 Millionen Jahre alten Silikatgestein, das in Westnorwegen abgebaut wird, wie der Palast am Freitag mitteilte.

Nach Brandanschlag auf Synagoge in Wuppertal: Hinweise auf antisemitisches Motiv

Nach dem Brandanschlag auf eine Synagoge in Wuppertal haben sich die Hinweise auf ein antisemitisches Tatmotiv verdichtet. Äußerungen des 37-jährigen Verdächtige bereits während seiner Festnahme deuteten auf ein antisemitisches Tatmotiv hin, teilte die Staatsanwaltschaft in der nordrhein-westfälischen Stadt am Freitag mit. Der Mann soll am Donnerstag einen Brandsatz an der Eingangstür eines zur Synagoge gehörenden Cafés gelegt haben.

Textgröße ändern: