Pallade Veneta - 20 Jahre Haft für Anstifterin zum Mord an drei Surf-Touristen in Mexiko

20 Jahre Haft für Anstifterin zum Mord an drei Surf-Touristen in Mexiko


20 Jahre Haft für Anstifterin zum Mord an drei Surf-Touristen in Mexiko
20 Jahre Haft für Anstifterin zum Mord an drei Surf-Touristen in Mexiko / Foto: Guillermo Arias - AFP/Archiv

Wegen ihrer Beteiligung an der Ermordung von drei Surf-Touristen in Mexiko ist eine Frau zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Die 23-Jährige wurde wegen eines gewaltsamen Raubüberfalls für schuldig befunden, wie es in dem am Donnerstag (Ortszeit) in der mexikanischen Küstenstadt Ensenada veröffentlichten Urteil heißt. Sie habe im Prozess gestanden, drei Komplizen zu dem Raubüberfall angestiftet zu haben, der zum Mord an den Surfern aus Australien und den USA führte.

Textgröße ändern:

"Sie haben gute Handys und gute Reifen" an ihrem Pick-up, soll die Frau den Ermittlungsergebnissen zufolge zu ihrem Freund und zwei weiteren Tätern gesagt haben. Die Surftouristen sollen von den Tätern am 28. April 2024 beim Campen in der Nähe von Santo Tomás überrumpelt und durch Kopfschüsse getötet worden sein. Die drei Täter wurden ebenfalls festgenommen und wegen Mordes angeklagt. Ihre Fälle werden jedoch in separaten Verfahren vor Gericht verhandelt.

Die Leichen der 30 und 33 Jahre alten Brüder Callum und Jake Robinson aus Australien sowie ihres 30-jährigen Freundes Jack Carter Rhoad aus den USA waren im Mai 2024 in einem Schacht auf einer Klippe in Ensenada im Bundesstaat Baja California gefunden worden.

Die drei Männer waren zu einem Surf-Urlaub in den für seine schönen Strände bekannten und bei Surfern beliebten mexikanischen Bundesstaat gereist. Der Norden Mexikos zählt zu den besonders von Drogenkriminalität betroffenen Landesteilen. Das Verbrechen löste in den Heimatländern der Opfer große Empörung und Trauer aus.

Kriminelle Banden liefern sich in Mexiko seit Jahren brutale Kämpfe um die Vorherrschaft über den Drogenschmuggel in die USA. Seit Beginn eines umstrittenen Militäreinsatzes gegen die Drogenkartelle im Jahr 2006 wurden in dem Land mehr als 450.000 Menschen getötet, weitere 100.000 Menschen gelten als vermisst.

A.dCosmo--PV

Empfohlen

Kriminalität: Costa Ricas designierte Präsidentin begrüßt Unterstützung El Salvadors

Costa Ricas designierte Präsidentin Laura Fernández hat die Unterstützung durch El Salvadors Staatschef Nayib Bukele im Kampf ihres Landes gegen die zunehmende Drogenkriminalität begrüßt. Bukele habe ihr als Erster zu ihrem Wahlsieg gratuliert, sagte Fernández am Montag Reportern. Er habe dabei "sein Engagement bekräftigt, weiterhin zu helfen".

Frachter-Kollision: Russischer Kapitän von britischer Justiz für schuldig befunden

Fast ein Jahr nach dem Zusammenstoß zweier Schiffe in der Nordsee ist der russische Kapitän eines der beiden Frachter von einem Gericht in Großbritannien für schuldig befunden worden. Das Gericht verurteilte den Kapitän am Montag wegen fahrlässiger Tötung eines philippinischen Besatzungsmitgliedes, dessen Leiche nie geborgen wurde. Der Kapitän zeigte bei der Verurteilung keine Regung, das Strafmaß soll am Donnerstag bekannt gegeben werden.

Gericht hebt Einreiseverbot gegen früheren Guantanamo-Häftling auf

Ein früherer Häftling im US-Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba darf einem Urteil vom Montag zufolge wieder nach Deutschland kommen. Der aus Mauretanien stammende Mann hat inzwischen die niederländische Staatsbürgerschaft, wie das Oberverwaltungsgericht Münster am Montag ausführte. Dadurch sei ein früheres Einreise- und Aufenthaltsverbot erloschen. Der Fall ist aber noch nicht komplett abgeschlossen - es kann noch Revision beim Bundesverwaltungsgericht eingelegt werden.

Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit wegen neuer Vorwürfe festgenommen

Kurz vor dem Beginn seines Prozesses wegen Vergewaltigungsvorwürfen ist der Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit erneut festgenommen worden. Wie die Polizei am Montag in Oslo mitteilte, wurde der 29-jährige Marius Borg Hoiby am Sonntagabend "wegen des Verdachts auf Körperverletzung, Bedrohung mit einem Messer und Verstoß gegen ein Kontaktverbot" in Gewahrsam genommen. Angaben zu dem oder den mutmaßlichen Opfern machte die Polizei nicht.

Textgröße ändern: