Pallade Veneta - Wintereinbruch sorgt in Deutschland für viele Unfälle - drei Tote in Bayern

Wintereinbruch sorgt in Deutschland für viele Unfälle - drei Tote in Bayern


Wintereinbruch sorgt in Deutschland für viele Unfälle - drei Tote in Bayern
Wintereinbruch sorgt in Deutschland für viele Unfälle - drei Tote in Bayern / Foto: Karl-Josef Hildenbrand - AFP/Archiv

Der Wintereinbruch hat zu zahlreichen Glätteunfällen auf Deutschlands Straßen geführt. Bei einem Verkehrsunfall auf schneeglatter Fahrbahn kamen in der Nacht zum Montag auf der Autobahn 93 in Bayern drei Menschen ums Leben, wie die Polizei in Regensburg mitteilte. Auch in anderen Bundesländern zählte die Polizei zahlreiche wetterbedingte Verkehrsunfälle, in Baden-Württemberg starb ein Autofahrer. Meist blieb es aber bei Blechschäden.

Textgröße ändern:

An dem Unfall im bayerischen Landkreis Schwandorf in der Oberpfalz waren nach Polizeiangaben zwei Lastwagen und ein Kleintransporter beteiligt. Ein Sattelzug geriet demnach ins Schleudern und fuhr in die Mittelschutzplanke. Dies führte zu Folgeunfällen, der genaue Hergang war zunächst unklar. Drei Männer im Alter von 36 und 51 Jahren in dem Kleintransporter starben noch am Unfallort. Einer Polizeisprecherin zufolge gab es zudem zwei Schwerverletzte und mindestens einen Leichtverletzten.

Zur Aufklärung des Unfallgeschehens wurde ein Gutachter eingeschaltet. Die A93 in Fahrtrichtung München wurde gesperrt. Nach Einschätzung der Polizei sollte die Bergung voraussichtlich bis Montagnachmittag andauern.

Insgesamt registrierte die Polizei in der Oberpfalz 44 witterungsbedingte Unfälle, in vier Fällen wurden Menschen leicht verletzt. In mehreren Fällen blieben Lastwagen auf steilen Anstiegen hängen und blockierten den Verkehr.

Auch andernorts in Deutschland führten Schnee und Glätte zu zahlreichen Verkehrsunfällen. Fahrzeuge kamen von der Straße ab, überschlugen sich, stießen gegen Bäume, Zäune oder andere Wagen.

Bei Geisingen in Baden-Württemberg verunglückte ein 68-Jähriger mit seinem Wagen auf der Autobahn 81 tödlich. Der Mann kam nach Polizeiangaben auf winterglatter Fahrbahn ins Schleudern, prallte gegen einen anderen Wagen und eine Leitplanke. Der 68-Jährige starb noch an der Unfallstelle. Der Fahrer des anderen Autos wurde schwer verletzt von einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht.

In Niederbayern registrierte die Polizei aufgrund einsetzenden Schneefalls am Montagmorgen allein zwischen 05.00 Uhr und 08.30 Uhr knapp 30 Unfälle. Zum Großteil entstanden dabei lediglich Blechschschäden, in einem Fall wurde ein Mensch leicht verletzt.

Auch in Schleswig-Holstein kam es in der Nacht zum Montag aufgrund der Glätte auf der A7 zu zahlreichen Unfällen mit Verletzten. Im Großraum Dresden in Sachsen zählte die Polizei bis Montagmorgen 46 Unfälle mit drei Verletzten. Auch aus Niedersachsen, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Thüringen meldete die Polizei zahlreiche Unfälle, meist blieb es jedoch bei Blechschäden.

Zahlreiche Unfallbeteiligte waren demnach noch mit Sommerrädern unterwegs. In Rheinland-Pfalz beispielsweise stieß ein 22-Jähriger mit seinem sommerbereiften Wagen beim Überholen auf schneeglatter Straße mit einem entgegenkommenden Wagen zusammen. Dessen zwei Insassen kamen schwer verletzt in ein Krankenhaus. Der Unfallverursacher erlitt nach Angaben der Polizei Neuwied leichte Verletzungen.

Am Montagmittag hob der Deutsche Wetterdienst (DWD) alle bestehenden Unwetterwarnungen vor Glatteis auf. In den kommenden Tagen soll es südlich der Donau, vor allem an den Alpen, sowie in Teilen des Bayerischen Walds weiter schneien. Im Rest Deutschlands gibt es laut DWD stellenweise örtlich Glätte, es ist aber nicht ganz so winterlich.

M.Jacobucci--PV

Empfohlen

Prozess um bei Kontrolle zu Tode geprügelten Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz begonnen

Vor dem Landgericht im rheinland-pfälzischen Zweibrücken hat am Mittwoch der Prozess um eine tödliche Attacke auf einen Zugbegleiter begonnen. Angeklagt ist ein zum Tatzeitpunkt 26-Jähriger wegen Körperverletzung mit Todesfolge.

Prozess um bei Kontrolle zu Tode geprügelten Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz beginnt

Mehr als vier Monate nach der tödlichen Attacke auf einen Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz beginnt am Mittwoch (09.00 Uhr) der Prozess vor dem Landgericht Zweibrücken. Angeklagt ist ein zum Tatzeitpunkt 26-Jähriger wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Er wird beschuldigt, den Zugbegleiter Anfang Februar bei einer Kontrolle so heftig gegen den Kopf geschlagen zu haben, dass dieser das Bewusstsein verlor.

Haftstrafe wegen Veruntreuung für Ex-Mann von Schottlands früherer Regierungschefin Sturgeon

Der Ex-Mann von Schottlands ehemaliger Regierungschefin Nicola Sturgeon und frühere Chef der Regierungspartei SNP, Peter Murrell, ist am Dienstag wegen der Veruntreuung von Parteifinanzen zu fünf Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Murrell hatte sich im vergangenen Monat schuldig bekannt, mehr als 400.000 Pfund (rund 464.000 Euro) der SNP veruntreut zu haben.

Polizist stirbt bei Fahrsicherheitstraining auf dem Hockenheimring

Bei einem dienstlichen Fahrsicherheitstraining auf dem Hockenheimring ist ein Polizist tödlich verunglückt. Der 53 Jahre alte Mann sei am Montagabend mit seinem Dienstmotorrad aus noch unklarer Ursache in einer Rechtskurve von der Fahrbahn abgekommen, teilte die Polizei am Dienstag im baden-württembergischen Aalen mit. Er sei dann mit einer Reifenwand kollidiert. Trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen sei der Polizeibeamte noch vor Ort verstorben.

Textgröße ändern: