Pallade Veneta - Jugendliche aus Hessen sollen rechtsextremen Anschlag geplant haben - Anklage

Jugendliche aus Hessen sollen rechtsextremen Anschlag geplant haben - Anklage


Jugendliche aus Hessen sollen rechtsextremen Anschlag geplant haben - Anklage
Jugendliche aus Hessen sollen rechtsextremen Anschlag geplant haben - Anklage / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

Weil sie einen rechtsextremistischen Anschlag geplant haben sollen, hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main Anklage gegen drei Jugendliche aus Hessen erhoben. Ihnen wird die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vorgeworfen, wie die Behörde am Freitag mitteilte. Als Hauptangeklagter gilt ein 17-Jähriger. Er soll seit Anfang 2023 ein ausgeprägtes antisemitisches und rechtsextremistisches Weltbild haben.

Textgröße ändern:

Deswegen soll er den Entschluss gefasst haben, Menschen, die nicht seinem Weltbild entsprechen, zu bekämpfen. Laut Anklage habe er sich Wissen zur Herstellung von Sprengstoff angeeignet, entsprechendes Material besorgt und Sprengstoff hergestellt. Er habe eine Umstrukturierung der Gesellschaft angestrebt. Dafür habe er tödliche Gewalt einsetzen wollen.

Zwischen September 2024 und März 2025 soll er Sprengstoff und eine Schusswaffe in einem Wald nahe seines Elternhauses getestet haben. Bei einer Durchsuchung wurden zahlreiche Materialien zur Sprengstoffherstellung sowie Waffen beschlagnahmt. Mit seinem Wissen sei es ihm möglich gewesen, hochexplosiven Sprengstoff herzustellen.

Ihm werden neben der Anschlagsplanung unter anderem Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz und das Waffengesetz sowie Volksverhetzung und das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen in 25 Fällen vorgeworfen. Der 17-Jährige sitzt seit April in Untersuchungshaft.

Bei den anderen Angeklagten handelt es sich um einen 15-Jährigen und einen 18-Jährigen. Ihnen wirft die Staatsanwaltschaft Beihilfe zur Anschlagsplanung vor. Der 15-Jährige soll den Hauptangeklagten bei der Testung des Sprengstoffs in vier Fällen begleitet und seine ideologischen Ansichten geteilt haben.

Der 18-Jährige soll den Hauptangeklagten durch den Kauf von Materialien zur Sprengstoffherstellung unterstützt haben. Die Staatsanwaltschat erhob Anklage vor dem Amtsgericht Limburg. Sie regte aber wegen der umfangreichen Vorwürfe an, die Sache dem Landgericht vorzulegen.

In dem Verfahren wird auch gegen den Vater des 17-Jährigen unter anderem wegen Verstößen gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz ermittelt. Sein Verfahren wurde aber abgetrennt, gegen ihn wird nun gesondert ermittelt. Hinweise auf eine gemeinsame Tatbegehung von Vater und Sohn hätten sich nicht ergeben. Der Vater wurde zwischenzeitlich aus der Haft entlassen.

C.Conti--PV

Empfohlen

Frachter-Kollision: Russischer Kapitän von britischer Justiz für schuldig befunden

Fast ein Jahr nach dem Zusammenstoß zweier Schiffe in der Nordsee ist der russische Kapitän eines der beiden Frachter von einem Gericht in Großbritannien für schuldig befunden worden. Das Gericht verurteilte den Kapitän am Montag wegen fahrlässiger Tötung eines philippinischen Besatzungsmitgliedes, dessen Leiche nie geborgen wurde. Der Kapitän zeigte bei der Verurteilung keine Regung, das Strafmaß soll am Donnerstag bekannt gegeben werden.

Gericht hebt Einreiseverbot gegen früheren Guantanamo-Häftling auf

Ein früherer Häftling im US-Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba darf einem Urteil vom Montag zufolge wieder nach Deutschland kommen. Der aus Mauretanien stammende Mann hat inzwischen die niederländische Staatsbürgerschaft, wie das Oberverwaltungsgericht Münster am Montag ausführte. Dadurch sei ein früheres Einreise- und Aufenthaltsverbot erloschen. Der Fall ist aber noch nicht komplett abgeschlossen - es kann noch Revision beim Bundesverwaltungsgericht eingelegt werden.

Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit wegen neuer Vorwürfe festgenommen

Kurz vor dem Beginn seines Prozesses wegen Vergewaltigungsvorwürfen ist der Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit erneut festgenommen worden. Wie die Polizei am Montag in Oslo mitteilte, wurde der 29-jährige Marius Borg Hoiby am Sonntagabend "wegen des Verdachts auf Körperverletzung, Bedrohung mit einem Messer und Verstoß gegen ein Kontaktverbot" in Gewahrsam genommen. Angaben zu dem oder den mutmaßlichen Opfern machte die Polizei nicht.

30.000 Euro Geldstrafe für AfD-Abgeordneten Halemba in Würzburg

Das Amtsgericht Würzburg hat den bayerischen AfD-Landtagsabgeordneten Daniel Halemba wegen Nötigung und leichtfertiger Geldwäsche zu 30.400 Euro Geldstrafe verurteilt. Von den Vorwürfen der Volksverhetzung und versuchten Nötigung sprach das Gericht den 24-Jährigen dagegen am Montag frei, wie ein Gerichtssprecher sagte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Textgröße ändern: