Pallade Veneta - Bangladesch: Verwandte von Ex-Regierungschefin Hasina wegen Korruption verurteilt

Bangladesch: Verwandte von Ex-Regierungschefin Hasina wegen Korruption verurteilt


Bangladesch: Verwandte von Ex-Regierungschefin Hasina wegen Korruption verurteilt
Bangladesch: Verwandte von Ex-Regierungschefin Hasina wegen Korruption verurteilt / Foto: Munir UZ ZAMAN - AFP

In Bangladesch hat ein Gericht die Schwester und die Nichte der früheren Regierungschefin Sheikh Hasina wegen Korruptionsvorwürfen zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Sheikh Rehana wurde zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt, wie der Staatsanwalt der Anti-Korruptions-Kommission des südasiatischen Landes, Khan Mainul Hasan, am Montag mitteilte. Ihre Tochter Tulip Siddiq, eine britische Abgeordnete, muss demnach im selben Fall für zwei Jahre hinter Gitter. Die Übergangsregierung in Dhaka werde die britischen Behörden über das Urteil informieren.

Textgröße ändern:

Hasina hatte Bangladesch 15 Jahre lang mit harter Hand regiert, ihre Herrschaft wurde von der indischen Regierung unterstützt. Im Sommer 2024 waren beim Versuch, die von Studenten angeführten Proteste gegen Hasina gewaltsam niederzuschlagen, nach UN-Angaben rund 1400 Menschen getötet worden. Hasina floh daraufhin im August 2024 per Hubschrauber nach Indien, wo sie untergetaucht ist. Der Aufenthaltsort ihrer Schwester Rehana ist weiterhin unbekannt.

In dem Fall geht es der Anti-Korruptions-Staatsanwaltschaft zufolge unter anderem um den Erwerb lukrativer Grundstücke in einem Vorort der Hauptstadt Dhaka. Hasinas früherer Büroleiter Salahuddin Ahmed hatte demnach seine belastende Korrespondenz mit Siddiq offengelegt.

Siddiq reagierte zunächst nicht auf das Urteil. Die Labour-Abgeordnete war bis Anfang des Jahres in Großbritannien als Staatssekretärin für die Bekämpfung von Korruption zuständig, im Januar trat sie nach den Ermittlungen von Bangladeschs Anti-Korruptionsbehörde zurück. Den Prozess gegen sich und ihre Familie bezeichnet sie als "Farce".

R.Zarlengo--PV

Empfohlen

Gericht hebt Einreiseverbot gegen früheren Guantanamo-Häftling auf

Ein früherer Häftling im US-Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba darf einem Urteil vom Montag zufolge wieder nach Deutschland kommen. Der aus Mauretanien stammende Mann hat inzwischen die niederländische Staatsbürgerschaft, wie das Oberverwaltungsgericht Münster am Montag ausführte. Dadurch sei ein früheres Einreise- und Aufenthaltsverbot erloschen. Der Fall ist aber noch nicht komplett abgeschlossen - es kann noch Revision beim Bundesverwaltungsgericht eingelegt werden.

Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit wegen neuer Vorwürfe festgenommen

Kurz vor dem Beginn seines Prozesses wegen Vergewaltigungsvorwürfen ist der Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit erneut festgenommen worden. Wie die Polizei am Montag in Oslo mitteilte, wurde der 29-jährige Marius Borg Hoiby am Sonntagabend "wegen des Verdachts auf Körperverletzung, Bedrohung mit einem Messer und Verstoß gegen ein Kontaktverbot" in Gewahrsam genommen. Angaben zu dem oder den mutmaßlichen Opfern machte die Polizei nicht.

30.000 Euro Geldstrafe für AfD-Abgeordneten Halemba in Würzburg

Das Amtsgericht Würzburg hat den bayerischen AfD-Landtagsabgeordneten Daniel Halemba wegen Nötigung und leichtfertiger Geldwäsche zu 30.400 Euro Geldstrafe verurteilt. Von den Vorwürfen der Volksverhetzung und versuchten Nötigung sprach das Gericht den 24-Jährigen dagegen am Montag frei, wie ein Gerichtssprecher sagte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

83-Jährige stellt Betrügern Kochtopf mit Goldbarren vor Haus

Eine 83-Jährige hat in Baden-Württemberg mehrere Goldbarren in einem Schnellkochtopf an falsche Polizisten übergeben. Die Seniorin aus dem Enzkreis erhielt einen Anruf von angeblichen Beamten eines Raubdezernats, wie die Polizei in Pforzheim am Montag mitteilte. Demnach brachten die Betrüger die Seniorin durch "geschickte Gesprächsführung" dazu, ihre Goldbarren in dem Topf vor ihrem Haus abzustellen.

Textgröße ändern: