Pallade Veneta - Mehr als 1160 Tote bei Überschwemmungen und Erdrutschen in Asien

Mehr als 1160 Tote bei Überschwemmungen und Erdrutschen in Asien


Mehr als 1160 Tote bei Überschwemmungen und Erdrutschen in Asien
Mehr als 1160 Tote bei Überschwemmungen und Erdrutschen in Asien / Foto: CHAIDEER MAHYUDDIN - AFP

Nach den verheerenden Überschwemmungen und Erdrutschen infolge sintflutartiger Regenfälle im Süden und Südosten Asiens ist die Zahl der Toten auf mehr als 1160 gestiegen. Fast 600 Todesopfer wurden am Montag allein aus dem besonders schwer getroffenen Inselstaat Indonesien gemeldet, mindestens 390 weitere aus Sri Lanka. In beiden Ländern wurde die Armee zur Unterstützung der Überlebenden entsandt. Auch Thailand hat zahlreiche Flutopfer zu beklagen.

Textgröße ändern:

Auf der indonesischen Insel Sumatra gebe es mindestens 593 Todesopfer sowie 468 Vermisste, teilten die örtlichen Behörden mit. In Sri Lanka kamen durch die Folgen des Zyklons "Ditwah" mindestens 390 Menschen ums Leben, 352 weitere wurden am Montag noch vermisst. Auch der Süden Thailands und der Norden Malaysias litten unter den Folgen von Dauerregen.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) schrieb am Montag auf Englisch im Onlinedienst X, er sei in Gedanken bei den Opfern der verheerenden Überschwemmungen und weitreichenden Zerstörungen in Indonesien, Malaysia, Sri Lanka und Thailand. Allen Hinterbliebenen gelte sein tiefstes Mitgefühl.

"Ich habe nur noch die Kleider, die ich am Leibe trage", sagte der 28-jährige Misbahul Munir, bevor er in Tränen ausbrach. An der Nordspitze von Sumatra hatte er sich durch Wasser, das ihm bis zum Hals reichte, zum Haus seiner Eltern gerettet. Die Lage in den Notunterkünften beschrieb Munir als besorgniserregend. Dort seien Kinder und schwangere Frauen untergebracht und es gebe "keinen Strom mehr".

"Das Schlimmste ist hoffentlich überstanden", sagte Indonesiens Präsident Prabowo Subianto am Montag bei seiner Ankunft in Nordsumatra. Die Regierung konzentriere sich nun vorrangig darauf, schnellstmöglich die notwendige Hilfe zu leisten, insbesondere für die von der Versorgung abgeschnittenen Gebiete.

Die Regierung entsandte drei Kriegsschiffe und zwei Krankenhaus-Schiffe in die am schwersten getroffenen Regionen, wo viele Straßen auch am Montag unpassierbar waren. Anders als in Sri Lanka wurde jedoch in Indonesien weder der Katastrophenfall ausgerufen noch internationale Unterstützung angefordert.

Sri Lankas Staatschef Anura Kumara Dissanayake hatte die von Zyklon "Ditwah" ausgelöste Katastrophe am Samstag in einer Rede als "die schlimmste in unserer Geschichte" bezeichnet. Er sicherte zu, alle von der Flut betroffenen zerstörten Gebiete wiederaufzubauen.

"Wir erleben jedes Jahr kleinere Fluten, aber das hier ist etwas anderes", sagte der 37-jährige Kurierfahrer Dinusha Sanjaya. "Es ist nicht nur die Menge des Wassers, sondern auch wie schnell alles unterging."

In Sri Lankas Hauptstadt Colombo waren die nördlichen Viertel infolge des raschen Anstiegs des Flusses Kelani überflutet worden. Über Nacht erreichte das Hochwasser seinen Höchststand. Da es mittlerweile aufgehört hat zu regnen, hofften die Menschen auch auf den Rückgang des Wassers. Einige Läden und Büros öffneten bereits wieder.

In weiten Teilen Asiens ist derzeit Monsun-Zeit. Die heftigen Regenfälle verursachen häufig Überflutungen und Erdrutsche. Durch den Klimawandel nahmen die Regenfälle an Dauer und Intensität zu.

Auch in Thailand führte ein Sturm mit Starkregen zu schweren Überschwemmungen. Dabei kamen nach jüngsten Behördenangaben mindestens 176 Menschen ums Leben. Die Behörden sprachen am Montag von einer der schwersten Überflutungen in dem südostasiatischen Land seit zehn Jahren. Aus Flutgebieten in Malaysia wurden zwei Todesopfer gemeldet.

Y.Destro--PV

Empfohlen

Staatsanwältin: Weinstein hat Schauspielerin Jessica Mann ausgenutzt

Im neu aufgerollten Verfahren gegen den Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung hat die Staatsanwaltschaft geschildert, wie dieser seine Macht missbraucht habe, um die damals aufstrebende Schauspielerin Jessica Mann auszunutzen. "In diesem Fall geht es um Macht, Kontrolle und Manipulation", sagte die stellvertretende Bezirksstaatsanwältin Candace White in New York am Dienstag.

Papst Leo XIV. ruft bei Besuch in Äquatorialguinea zu "Recht" und "Gerechtigkeit" auf

Papst Leo XIV. hat bei einem Besuch im autoritär regierten Äquatorialguinea zum Einsatz für "Recht" und "Gerechtigkeit" aufgerufen. "Ihr Land zögere nicht, die Richtung seiner Entwicklung zu überprüfen und die sich bietenden Gelegenheiten zu nutzen, um sich auf der internationalen Bühne für Recht und Gerechtigkeit einzusetzen", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Dienstag im Präsidentenpalast in der früheren Hauptstadt Malabo des zentralafrikanischen Staates.

Zahl politisch motivierter Straftaten in Mecklenburg-Vorpommern weiter auf Rekordhoch

Die Zahl politisch motivierter Straftaten in Mecklenburg-Vorpommern bewegt sich weiter auf Rekordniveau. 2025 nahm die Zahl der erfassten Fälle im Vergleich zum Vorjahr 2024 nochmals leicht um 1,3 Prozent auf 3360 zu, wie Landesinnenminister Christian Pegel (SPD) am Dienstag in Schwerin mitteilte. 2282 oder etwa zwei Drittel entfielen auf den rechtsextremen Bereich, das entsprach einem Plus von 4,5 Prozent.

61-Jähriger stirbt bei Arbeitsunfall in nordrhein-westfälischem Metallwerk

In Nordrhein-Westfalen ist ein Mann bei einem Arbeitsunfall in einem Metallwerk ums Leben gekommen. Der 61-Jährige sei in dem Schmelz- und Gießbetrieb in Unna mit dem Schleifen einer Gussform beschäftigt gewesen, als sich das tödliche Unglück ereignet habe, sagte ein Unternehmenssprecher am Dienstag in Werdohl. Was genau passiert sei, werde noch ermittelt.

Textgröße ändern: