Pallade Veneta - Sohn aus Dachbodenfenster gestoßen: Psychiatrie für Mutter aus Baden-Württemberg

Sohn aus Dachbodenfenster gestoßen: Psychiatrie für Mutter aus Baden-Württemberg


Sohn aus Dachbodenfenster gestoßen: Psychiatrie für Mutter aus Baden-Württemberg
Sohn aus Dachbodenfenster gestoßen: Psychiatrie für Mutter aus Baden-Württemberg / Foto: INA FASSBENDER, - - AFP/Archiv

In einem Mordprozess um einen tödlichen Sturz eines Vierjährigen aus einem Dachbodenfenster ist dessen psychisch kranke Mutter in Baden-Württemberg in die Psychiatrie eingewiesen worden. Das Landgericht Heilbronn sprach die 46-Jährige nach Angaben einer Sprecherin wegen Schuldunfähigkeit frei, ordnete aber zugleich ihre Unterbringung in einer Fachklinik an.

Textgröße ändern:

Nach Feststellungen des Gerichts leidet die Beschuldigte unter einer wahnhaften Störung. Bei der Tat im Januar handelte sie demnach in der irrigen Annahme, ihr Sohn werde fortlaufend sexuell missbraucht und sie müsse ihm das damit verbundene Leid ersparen. Die angeblichen Missbrauchstaten gab es allerdings nicht, sie entsprangen dem Urteil zufolge allein der krankheitsbedingten Fantasie der Mutter.

Demnach ging sie mit ihrem Kind an einem Abend im Januar auf den Dachboden ihrer Wohnung in Bad Friedrichshall. Den Vierjährigen ließ sie demnach in dem Glauben, gemeinsam Sterne zu betrachten. Dabei stieß sie ihn durch das geöffnete Dachbodenfenster metertief hinab und sprang in Suizidabsicht hinterher. Das Kind starb, die Mutter überlebte.

Das Urteil fiel in der vergangenen Woche und ist nicht rechtskräftig. Nach Gerichtsangaben legte die Verteidigung der Frau Revision ein. Während des Prozesses schilderte die Beschuldigte das Geschehen demnach als Unfall.

Freispruch und Psychiatrieeinweisung entsprachen der Forderung von Staatsanwaltschaft und Nebenklage. Die Verteidigung ging von einer Schuldfähigkeit der Angeklagten aus und forderte die Verhängung einer Geldstrafe wegen fahrlässiger Tötung.

A.Tucciarone--PV

Empfohlen

Neuer Oberbürgermeister Krause eröffnet Münchner Oktoberfest mit Fassanstich

Mit dem traditionellen Fassanstich und dem Ausruf "O'zapft is - auf eine friedliche Wiesn" beginnt am Samstag (12.00 Uhr) das Münchner Oktoberfest. Erstmals wird der neue Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) das weltweit größte Volksfest eröffnen. Er reicht die erste Maß Bier nach dem Anzapfen an den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU).

Trump verbietet Medien CNN, MS NOW und Politico Zutritt zu Weißem Haus

US-Präsident Donald Trump hat den beiden Fernsehsendern CNN und MS NOW - ehemals MSNBC - sowie der Plattform Politico den Zutritt zum Weißen Haus untersagt. Auf seiner Onlineplattform Truth Social erklärte Trump am Freitag, das Hausverbot trete umgehend in Kraft. "Andere Medien, die Falschinformationen verbreiten, werden folgen", fügte er hinzu.

Sarg von norwegischem König Harald V. nimmt CO2 auf

Der Ende August gestorbene norwegische König Harald V. ist nach Angaben des Königshauses in einem Sarg aus Kohlendioxid absorbierendem Silikatgestein bestattet worden. Haralds letzte Ruhestätte hat die Form eines Schiffes und besteht aus Olivin - einem grünlichen, rund 400 Millionen Jahre alten Silikatgestein, das in Westnorwegen abgebaut wird, wie der Palast am Freitag mitteilte.

Nach Brandanschlag auf Synagoge in Wuppertal: Hinweise auf antisemitisches Motiv

Nach dem Brandanschlag auf eine Synagoge in Wuppertal haben sich die Hinweise auf ein antisemitisches Tatmotiv verdichtet. Äußerungen des 37-jährigen Verdächtige bereits während seiner Festnahme deuteten auf ein antisemitisches Tatmotiv hin, teilte die Staatsanwaltschaft in der nordrhein-westfälischen Stadt am Freitag mit. Der Mann soll am Donnerstag einen Brandsatz an der Eingangstür eines zur Synagoge gehörenden Cafés gelegt haben.

Textgröße ändern: