Pallade Veneta - Kirgistans Verfassungsgericht stoppt Wiedereinführung der Todesstrafe

Kirgistans Verfassungsgericht stoppt Wiedereinführung der Todesstrafe


Kirgistans Verfassungsgericht stoppt Wiedereinführung der Todesstrafe
Kirgistans Verfassungsgericht stoppt Wiedereinführung der Todesstrafe / Foto: Vyacheslav OSELEDKO - AFP

In Kirgistan hat das Verfassungsgericht einen von Präsident Sadyr Schaparow vorangetriebenen Gesetzentwurf zur Wiedereinführung der Todesstrafe gestoppt. Deren Wiedereinführung wäre "verfassungswidrig, unzulässig und rechtlich unmöglich", erklärte das Gericht in dem zentralasiatischen Staat am Mittwoch. Das von Schaparow unterstützte Vorhaben sah mögliche Hinrichtungen für "besonders schwere Sexualstraftaten an Kindern" und für "Morde in Verbindung mit Vergewaltigung" vor.

Textgröße ändern:

Das Verfassungsgericht erklärte weiter, das Recht auf Leben und das Verbot der Todesstrafe seien "Grundprinzipien" des kirgisischen Rechtssystems. Dieses sei zudem an die von der Regierung unterzeichneten internationalen Verträge gebunden.

Präsident Schaparow hatte die Wiedereinführung der Todesstrafe als Reaktion auf die Vergewaltigung und Ermordung einer 17-Jährigen im September vorgeschlagen. Der Fall hatte in Kirgistan massive Empörung ausgelöst. Über das Vorhaben sollte per Referendum entschieden werden, diese Möglichkeit ist nun vom Tisch.

Zuletzt wurde in Kirgistan 1998 eine Hinrichtung vollzogen. 2007 wurde die Todesstrafe abgeschafft.

Der UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk hatte Ende Oktober gewarnt, die Wiedereinführung der Todesstrafe in Kirgisistan würde einen "schwerwiegenden Verstoß gegen das Völkerrecht" darstellen.

Die frühere Sowjetrepublik galt lange als Land mit der am stärksten ausgeprägten Demokratie in Zentralasien - erlebte aber auch drei Revolutionen in den Jahren 2005, 2010 und 2020. Unter dem seit 2021 amtierenden Präsidenten Schaparow hat sich die Lage nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen verschlechtert.

B.Cretella--PV

Empfohlen

Rechtsgerichtete Kandidatin Fernández gewinnt Präsidentschaftswahl in Costa Rica

In Costa Rica hat die rechtsgerichtete Ex-Ministerin Laura Fernández nach Auszählung fast aller Stimmen die Präsidentschaftswahl gewonnen. Laut den offiziellen Teilergebnissen aus 88 Prozent aller Wahlkreise kam Fernández auf knapp 49 Prozent der Stimmen, neun Prozent über dem für einen Wahlsieg in der ersten Runde benötigten Stimmanteil, wie die Wahlbehörde des zentralamerikanischen Landes am Sonntag (Ortszeit) mitteilte. Ihr stärkster Rivale, der moderat-konservative Ökonom Álvaro Ramos, erhielt 33 Prozent der Stimmen und räumte seine Niederlage ein.

Norwegens Kronprinzessin räumt nach Kontakten zu Epstein "peinliche" Fehler ein

Die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit hat sich wenige Tage vor dem Beginn des Vergewaltigungsprozesses gegen ihren Sohn wegen ihrer Kontakte zu dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein rechtfertigen müssen. Laut einem Bericht der norwegischen Zeitung "Verdens Gang" taucht ihr Name mindestens tausend Mal in den am Freitag vom US-Justizministerium veröffentlichten Akten auf.

Beim Entrümpeln von Wohnung in Monheim: Leiche von Frau gefunden

Beim Entrümpeln einer verwahrlosten Wohnung im nordrhein-westfälischen Monheim haben Arbeiter die Leiche einer Frau gefunden. Mitarbeiter einer Entsorgungsfirma fanden den zum Teil skelettierten Leichnam einer älteren Frau am Freitag "versteckt unter Unmengen von Unrat", wie die Polizei in Mettmann und die Staatsanwaltschaft in Düsseldorf am Samstagabend mitteilten.

Nordrhein-Westfalen: Autofahrer stirbt bei Flucht vor Polizeikontrolle

Ein Autofahrer ist in Nordrhein-Westfalen auf der Flucht vor einer Polizeikontrolle tödlich verunglückt. Wie die Polizeibehörde in Paderborn am Sonntag mitteilte, wollten Beamte den Mann am Samstagabend in Salzkotten kontrollieren. Daraufhin habe dieser mit seinem hochmotorisierten Fahrzeug dermaßen beschleunigt, dass die ihm folgenden Polizeibeamten den Sichtkontakt verloren.

Textgröße ändern: