Pallade Veneta - Bericht: Missbrauchsopfer erhält von Erzbistum Köln 360.000 Euro

Bericht: Missbrauchsopfer erhält von Erzbistum Köln 360.000 Euro


Bericht: Missbrauchsopfer erhält von Erzbistum Köln 360.000 Euro
Bericht: Missbrauchsopfer erhält von Erzbistum Köln 360.000 Euro / Foto: KERSTIN JOENSSON - AFP/Archiv

Ein Missbrauchsopfer hat einem Bericht zufolge vom Erzbistum Köln 360.000 Euro als freiwillige Anerkennungsleistung bekommen. Dabei handle es sich um die zweithöchste Summe, die Bistümer in Nordrhein-Westfalen bislang je gezahlt hätten, berichteten der "Kölner Stadt-Anzeiger" und der Westdeutsche Rundfunk am Donnerstag gemeinsam. Nur in Münster habe ein Opfer bislang mehr bekommen.

Textgröße ändern:

Die Zahlung aus Köln ging dem Bericht zufolge an eine 59 Jahre alte Frau. Sie war Pflegetochter eines früheren Priesters und wurde als Minderjährige in den 80er Jahren von ihm über Jahre hinweg schwer missbraucht. Zweimal wurde sie schwanger. In einem Fall ließ der Mann eine Abtreibung vornehmen, ohne dass der Frau das klar war. 2022 wurde er zu zwölf Jahren Haft verurteilt.

Vor rund zwei Wochen wurden der Frau laut Bericht 290.000 Euro gezahlt. Die restlichen 70.000 Euro hatte sie bereits vor zwei Jahren in einem ersten Verfahren erhalten. Für die freiwilligen kirchlichen Zahlungen ist die Unabhängige Kommission für Anerkennungsleistungen zuständig. Sie existiert seit 2021. Laut Vorgaben der Bischofskonferenz soll sie sich bei den freiwilligen Leistungen "am oberen Rand" der Schmerzensgeldurteile deutscher Gerichte orientieren.

F.M.Ferrentino--PV

Empfohlen

Papst Leo XIV. ruft bei Besuch in Äquatorialguinea zu "Recht" und "Gerechtigkeit" auf

Papst Leo XIV. hat bei einem Besuch im autoritär regierten Äquatorialguinea zum Einsatz für "Recht" und "Gerechtigkeit" aufgerufen. "Ihr Land zögere nicht, die Richtung seiner Entwicklung zu überprüfen und die sich bietenden Gelegenheiten zu nutzen, um sich auf der internationalen Bühne für Recht und Gerechtigkeit einzusetzen", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Dienstag im Präsidentenpalast in der früheren Hauptstadt Malabo des zentralafrikanischen Staates.

Zahl politisch motivierter Straftaten in Mecklenburg-Vorpommern weiter auf Rekordhoch

Die Zahl politisch motivierter Straftaten in Mecklenburg-Vorpommern bewegt sich weiter auf Rekordniveau. 2025 nahm die Zahl der erfassten Fälle im Vergleich zum Vorjahr 2024 nochmals leicht um 1,3 Prozent auf 3360 zu, wie Landesinnenminister Christian Pegel (SPD) am Dienstag in Schwerin mitteilte. 2282 oder etwa zwei Drittel entfielen auf den rechtsextremen Bereich, das entsprach einem Plus von 4,5 Prozent.

61-Jähriger stirbt bei Arbeitsunfall in nordrhein-westfälischem Metallwerk

In Nordrhein-Westfalen ist ein Mann bei einem Arbeitsunfall in einem Metallwerk ums Leben gekommen. Der 61-Jährige sei in dem Schmelz- und Gießbetrieb in Unna mit dem Schleifen einer Gussform beschäftigt gewesen, als sich das tödliche Unglück ereignet habe, sagte ein Unternehmenssprecher am Dienstag in Werdohl. Was genau passiert sei, werde noch ermittelt.

Fast vier Jahre Haft für Steuerhinterziehung mit Luxusautos in Stuttgart

Wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe beim Handel mit Luxusautos hat das Landgericht Stuttgart einen 47-Jährigen zu drei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt. Der Mann hinterzog über mehrere Jahre hinweg insgesamt eine siebenstellige Summe, wie ein Gerichtssprecher am Dienstag in der baden-württembergischen Landeshauptstadt mitteilte.

Textgröße ändern: