Pallade Veneta - Umweltminister zur Jagd auf Wölfe: Angestrebt wird "nicht freier Abschuss"

Umweltminister zur Jagd auf Wölfe: Angestrebt wird "nicht freier Abschuss"


Umweltminister zur Jagd auf Wölfe: Angestrebt wird "nicht freier Abschuss"
Umweltminister zur Jagd auf Wölfe: Angestrebt wird "nicht freier Abschuss" / Foto: PATRIK STOLLARZ - AFP/Archiv

Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) sieht in der von der Bundesregierung geplanten Aufnahme des Wolfes ins Jagdgesetz einen guten Interessensausgleich. Angestrebt werde "nicht freier Abschuss", sagte Schneider am Mittwoch den Sendern RTL und ntv. Im Gegenteil gehöre die Wolfspopulation zu Deutschland, sagte der Minister - "und sie muss auch bleiben".

Textgröße ändern:

Er sei froh, dass es den Wolf in Deutschland wieder gebe, sagte Schneider weiter. Insbesondere in Niedersachsen, Sachsen und Brandenburg gebe es einen sehr guten Bestand. "Dann können auch die Länder mit jeweiligem Landesrecht festlegen, ob sie besonders auffällige Tiere dann entnehmen", erläuterte er. "Grundbedingung ist: Der gute Erhaltungszustand muss erhalten bleiben."

Hintergrund ist, dass die Bundesregierung den Abschuss von Wölfen erleichtern will. Das Bundeskabinett berät hierzu am Mittwoch über die Aufnahme des Raubtiers in das Bundesjagdgesetz. Die Bundesländer können damit in Regionen mit hoher Wolfsdichte und einem günstigen Erhaltungszustand ein sogenanntes Bestandsmanagement einführen - und damit die Zahl der Wölfe "managen": Sogenannte Problemwölfe, die Zäune überwinden, dürfen erschossen werden.

In Deutschland leben nach Ministeriumsangaben aktuell 209 Wolfsrudel, vor allem in Brandenburg, Niedersachsen und Sachsen. Ein Rudel besteht in der Regel aus fünf bis zehn Tieren. Die Zahl der Wolfrisse ist demnach zuletzt gestiegen. Im Jahr 2024 wurden rund 4300 Nutztiere, überwiegend Schafe und Ziegen, von Wölfen gerissen, zum Teil trotz der weiterhin wichtigen Herdenschutzmaßnahmen wie Zäunen und Herdenschutzhunden.

L.Barone--PV

Empfohlen

Unbekannte stehlen 70 Rinder von Weide in Brandenburg

Unbekannte haben in Brandenburg 70 Rinder von einer Weide gestohlen. Die Täter verschafften sich Zutritt zu dem Gelände in Uebigau-Wahrenbrück und entwendeten die Tiere auf zunächst nicht geklärte Weise, wie die Polizei am Dienstag in Cottbus mitteilte.

Urteil aus Hessen: Angeordnete Verpixelung von Prozessbeteiligten bindend

Verfügt ein Richter, dass Prozessbeteiligte bei der Berichterstattung verpixelt werden müssen, müssen sich Medien laut einem Urteil aus Hessen daran halten. Ein Medienunternehmen, das Bilder eines Angeklagten entgegen einer solchen Anordnung zur Anonymisierung unverpixelt veröffentlicht, verletze das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Angeklagten, teilte das Landgericht Frankfurt am Main am Dienstag mit. (Az.: 2-03 O 144/26)

Erster Kardinal: Münchner Erzbischof Marx lässt Segnung homosexueller Paare zu

Als erster Kardinal in Deutschland lässt der Münchner Erzbischof Reinhard Marx die Segnung homosexueller Paare zu. Marx habe den Seelsorgerinnen und Seelsorgern im Erzbistum München und Freising die Umsetzung einer entsprechenden Handreichung der katholischen Deutschen Bischofskonferenz empfohlen, teilte ein Sprecher des Kardinals am Dienstag auf Anfrage mit. Er bestätigte damit einen Bericht der katholischen Zeitung "Tagespost" aus Würzburg.

Teenager nach erneuten Angriff auf britische Synagoge angeklagt

Nach einer Serie von Anschlägen auf jüdische Einrichtungen im Großraum London haben die britischen Strafverfolgungsbehörden Anklage gegen einen 17-Jährigen erhoben. Dem Teenager werde Brandstiftung vorgeworfen, teilte die britische Polizei am Dienstag mit.

Textgröße ändern: