Pallade Veneta - Polizei: Offenbar Dutzende Tote und rund 100 Verletzte bei Feuer in Crans-Montana

Polizei: Offenbar Dutzende Tote und rund 100 Verletzte bei Feuer in Crans-Montana


Polizei: Offenbar Dutzende Tote und rund 100 Verletzte bei Feuer in Crans-Montana
Polizei: Offenbar Dutzende Tote und rund 100 Verletzte bei Feuer in Crans-Montana / Foto: MAXIME SCHMID - AFP

Bei einem verheerenden Feuer in einer Bar im Schweizer Nobel-Skiort Crans-Montana sind in der Silvesternacht nach Einschätzung der Polizei Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Es sei mit "mehreren Dutzend Toten" zu rechnen, zudem gebe es etwa 100 Verletzte, sagte der Chef der Kantonspolizei Wallis, Frédéric Gisler, am Donnerstag vor Journalisten. Das Feuer in der bei Touristen beliebten Bar "Le Constellation" war während einer Silvester-Party gegen 01.30 Uhr ausgebrochen.

Textgröße ändern:

Die Polizei hatte zunächst lediglich von mehreren Toten und Verletzten gesprochen. In einer Pressekonferenz am Donnerstagvormittag bestätigte sie schließlich Medienberichte, dass offenbar Dutzende Menschen starben.

In der Bar hatte sich der Polizei zufolge eine "Explosion unbekannter Ursache" ereignet. Schweizer Medien zufolge wurde sie womöglich durch den Einsatz von Pyrotechnik während eines Konzerts ausgelöst. Auf der Website von Crans-Montana wurde ein Polizeisprecher mit der Angabe zitiert, dass die Bar "Le Constellation" Platz für 300 Gäste im Inneren und 40 weitere auf der Terrasse geboten habe.

Ein Tourist aus New York filmte, wie orangefarbene Flammen aus der Bar schlugen. Der Nachrichtenagentur AFP sagte er, er habe gesehen, wie Menschen hinausgelaufen und in der Dunkelheit geschrien hätten. Auf von Schweizer Medien verbreiteten Bildern waren ein brennendes Gebäude und fliehende Menschen zu sehen.

Eine Anwohnerin sagte "24 heures", einer Zeitung in Lausanne, als sich das Unglück ereignet habe, seien die Silvester-Feierlichkeiten in Crans-Montana "in vollem Gange" gewesen, der Champagner sei "in Strömen geflossen". Nach Ausbruch des Feuers sei die sorglose Stimmung in Crans-Montana verflogen und Menschen hätten sich auf den Straßen versammelt. "Wir konnten in der Ferne die Sirenen hören", schilderte die Anwohnerin. "Die Menschen um mich herum waren fassungslos, besorgt, still."

Ein weiterer Anwohner sagte der Zeitung, wegen der Silvesterfeuerwerke habe er zuerst nicht verstanden, was vor sich gehe. "Dann haben wir den Rauch gesehen. Es ist furchtbar, viele junge Menschen gehen in diese Bar."

Das Unglück löste einen Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften aus. Auch mehrere Hubschrauber waren die Nacht über im Einsatz. Für Angehörige wurde eine Notrufnummer eingerichtet. Der Großeinsatz dauerte am Neujahrsmorgen weiter an. Örtliche Medien berichteten, dass Brandgeruch in der Luft hänge.

Die Polizei riegelte den Unglücksort vollständig ab. Über Cans-Montana sei wegen des Großeinsatzes eine Flugverbotszone verhängt worden, hieß es.

I.Saccomanno--PV

Empfohlen

Leo XIV. zu erstem Papst-Besuch der Geschichte in Algerien eingetroffen

Als erster Papst der Geschichte ist Leo XIV. am Montag zu einem Besuch in Algerien eingetroffen. Seine Maschine landete in der Hauptstadt Algier, wie ein mitreisender Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete. In Algerien sind 99 Prozent der 47 Millionen Einwohner Muslime, der Islam ist Staatsreligion.

Unterstützung von Umsturzplänen: Weiterer Prozess in Stuttgart gestartet

Im Ermittlungskomplex um einen geplanten Umsturz in Deutschland und die Entführung des früheren Bundesgesundheitsministers Karl Lauterbach (SPD) hat am Montag vor dem Oberlandesgericht Stuttgart der Prozess gegen drei weitere Angeklagte begonnen. Den Männern im Alter von 58, 59 und 63 Jahren wird vorgeworfen, die spätestens Anfang 2022 gegründete sogenannte Kaiserreichsgruppe unterstützt zu haben.

Rund 250 Fälle von Urkundenfälschung: Mehr als sieben Jahre Haft in Niedersachsen

Unter anderem wegen des Verkaufs gefälschter Urkunden in 254 Fällen ist ein Mann in Stade zu sieben Jahren Haft und vier Monaten Haft verurteilt worden. Das Landgericht in der niedersächsischen Stadt sprach den 33-Jährigen nach Angaben einer Sprecherin vom Montag wegen Urkundenfälschung, Anstiftung zu Brandstiftung, Betrugs sowie mehrerer weiterer Delikte schuldig.

Anklage in Bayern: Mann soll Mädchen über Internet missbraucht haben

Gegen einen Mann aus Bayern ist Anklage erhoben worden, weil er ein Mädchen auf den Philippinen über das Internet missbraucht haben soll. Der 53-Jährige soll über einen Messengerdienst in dutzenden Fällen den sexuellen Missbrauch des Mädchens auf den Philippinen angeleitet haben, wie die bei der Staatsanwaltschaft Bamberg angesiedelte Zentralstelle Cybercrime Bayern am Montag mitteilte.

Textgröße ändern: