Pallade Veneta - Linnemann fordert schnelle Aburteilung von Silvester-Straftätern

Linnemann fordert schnelle Aburteilung von Silvester-Straftätern


Linnemann fordert schnelle Aburteilung von Silvester-Straftätern
Linnemann fordert schnelle Aburteilung von Silvester-Straftätern / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Nach erneuten Angriffen auf Polizeibeamte und Rettungskräfte in der Silvesternacht hat CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann eine schnellere Verurteilung der Täter gefordert. "Die Täter müssen mit einer schnellen Verurteilung innerhalb weniger Tage rechnen", sagte Linnemann am Donnerstag der "Bild"-Zeitung. "Wer Retter angreift, hat den Respekt vor wirklich allem verloren."

Textgröße ändern:

Weiter sagte der CDU-Politiker: "Was jetzt wirklich keiner mehr hören kann, sind die immer wiederkehrenden Rufe nach härteren Strafen. Viel wichtiger sind schnelle Verfahren." Dazu müssten die so genannten beschleunigten Verfahren in Deutschland ausgebaut werden.

Ähnlich äußert sich die Polizeigewerkschaft GdP. Bundespolizei-GdP-Chef Andreas Roßkopf forderte mit Blick auf die mehreren hundert Festgenommenen "schnelle Gerichtsverfahren mit konsequenten Strafen". Roßkopf sagte der "Bild": "Diejenigen Kolleginnen und Kollegen, welche hier den Kopf hinhalten, erwarten das. Es geht nicht mehr nur um Böllerverbote, sondern um schwere Angriffe auf unseren Rechtsstaat."

Auch von Seiten der Sozialverbände wurden Sorgen geäußert. Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Hermann Gröhe, sagte den Funke-Zeitungen vom Freitag: "Die zunehmende Gewalt gegen Rettungskräfte - leider gerade auch in der Silvesternacht - ist ein erschreckendes Zeichen für die wachsende Verrohung in Teilen unserer Gesellschaft." Gröhe begrüßte den von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) vorgelegten Gesetzesentwurf, der schärfere Strafen für Angriffe auf Einsatz- und Rettungskräfte vorsieht.

Der Bundesvorsitzende des Arbeiter Samariter Bundes (ASB), Knut Fleckenstein, schlug ein Alkoholverbot beim Böllern vor. "Wer böllert, sollte nicht Alkohol trinken dürfen - bis hin zu kommunalen Böllerverboten an sensiblen Orten", sagte Fleckenstein den Funke-Zeitungen. Die Bilanz der Silvesternacht zeige, dass die Zahl der Einsätze hoch bleibe, es viele Verletzte gebe und immer wieder Angriffe auf Einsatzkräfte. Der "massive Missbrauch von Pyrotechnik" müsse "eingedämmt werden".

Der Bundesverband Pyrotechnik wies solche Forderungen zurück und sprach von einem "weitestgehend friedlichen Jahreswechsel", den Millionen von Menschen "fröhlich, friedlich und verantwortungsvoll mit Feuerwerk gefeiert" hätten. "Auch nach dieser vergleichsweisen ruhigen Silvesternacht werden wir erleben, wie die immergleichen Akteure versuchen, diese in eine Horrornacht umzudichten", erklärte Verbandsgeschäftsführer Christoph Kröpl.

D.Bruno--PV

Empfohlen

Leo XIV. zu erstem Papst-Besuch der Geschichte in Algerien eingetroffen

Als erster Papst der Geschichte ist Leo XIV. am Montag zu einem Besuch in Algerien eingetroffen. Seine Maschine landete in der Hauptstadt Algier, wie ein mitreisender Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete. In Algerien sind 99 Prozent der 47 Millionen Einwohner Muslime, der Islam ist Staatsreligion.

Unterstützung von Umsturzplänen: Weiterer Prozess in Stuttgart gestartet

Im Ermittlungskomplex um einen geplanten Umsturz in Deutschland und die Entführung des früheren Bundesgesundheitsministers Karl Lauterbach (SPD) hat am Montag vor dem Oberlandesgericht Stuttgart der Prozess gegen drei weitere Angeklagte begonnen. Den Männern im Alter von 58, 59 und 63 Jahren wird vorgeworfen, die spätestens Anfang 2022 gegründete sogenannte Kaiserreichsgruppe unterstützt zu haben.

Rund 250 Fälle von Urkundenfälschung: Mehr als sieben Jahre Haft in Niedersachsen

Unter anderem wegen des Verkaufs gefälschter Urkunden in 254 Fällen ist ein Mann in Stade zu sieben Jahren Haft und vier Monaten Haft verurteilt worden. Das Landgericht in der niedersächsischen Stadt sprach den 33-Jährigen nach Angaben einer Sprecherin vom Montag wegen Urkundenfälschung, Anstiftung zu Brandstiftung, Betrugs sowie mehrerer weiterer Delikte schuldig.

Anklage in Bayern: Mann soll Mädchen über Internet missbraucht haben

Gegen einen Mann aus Bayern ist Anklage erhoben worden, weil er ein Mädchen auf den Philippinen über das Internet missbraucht haben soll. Der 53-Jährige soll über einen Messengerdienst in dutzenden Fällen den sexuellen Missbrauch des Mädchens auf den Philippinen angeleitet haben, wie die bei der Staatsanwaltschaft Bamberg angesiedelte Zentralstelle Cybercrime Bayern am Montag mitteilte.

Textgröße ändern: