Pallade Veneta - Tote durch illegale Pyrotechnik in Bielefeld: Weiter kein Hinweis auf Zusammenhang

Tote durch illegale Pyrotechnik in Bielefeld: Weiter kein Hinweis auf Zusammenhang


Tote durch illegale Pyrotechnik in Bielefeld: Weiter kein Hinweis auf Zusammenhang
Tote durch illegale Pyrotechnik in Bielefeld: Weiter kein Hinweis auf Zusammenhang / Foto: Kirill KUDRYAVTSEV - AFP/Archiv

Nach dem Tod zweier Jugendlicher durch selbstgebaute Pyrotechnik in der Silvesternacht in Bielefeld haben die Ermittler erste genauere Erkenntnisse mitgeteilt. Demnach gibt es weiterhin keine Anhaltspunkte dafür, dass die getöteten 18-Jährigen einander kannten oder identische Sprengkörper verwendeten, wie die Polizei in der nordrhein-westfälischen Stadt am Freitag mitteilte. Beide starben demnach durch "schwerste Kopfverletzungen".

Textgröße ändern:

Zugleich sei die genaue Beschaffenheit der illegalen Feuerwerkskörper bisher noch ebenso unklar wie deren Herkunft, erklärten die Beamten weiter. Es würden gutachterliche Untersuchungen veranlasst, parallel liefen außerdem weitere Zeugenvernehmungen und Materialuntersuchungen.

"Nach den bisherigen Erkenntnissen standen sie in keiner persönlichen Beziehung zueinander. Beide Vorfälle haben sich unabhängig voneinander zugetragen", hieß es von der Polizei. Dem aktuellem Sachstand zufolge sei ferner davon auszugehen, dass beide 18-Jährige die tödlichen Explosionen selbst auslösten. Zeugenaussagen zufolge hätten beide die mutmaßlich von ihnen mitgebrachten Sprengladungen in Plastikröhren gezündet, über die sie sich zum Zeitpunkt der Detonationen beugten.

Die beiden Vorfälle hatten sich in der Neujahrsnacht in den Bielefelder Stadtteilen Brake und Baumheide ereignet und waren nach jetzigem Stand die schwersten Vorkommnisse mit Pyrotechnik während des Jahreswechsels in Deutschland. Dutzende weitere Menschen erlitten nach Angaben der Behörden bundesweit schwere Verletzungen durch explodierende Böller oder Feuerwerk. Einige verloren demnach etwa Finger oder Teile der Hand.

D.Vanacore--PV

Empfohlen

Bärte nicht lang genug: Taliban-Sittenpolizei nimmt afghanische Hilfskräfte fest

Die Sittenpolizei der Taliban-Regierung in Afghanistan hat nach Angaben aus Kreisen von Hilfsorganisationen rund 20 Helfer festgenommen, weil deren Bärte nicht lang genug waren. Sie seien am Samstag in der Nähe eines Grenzübergangs zum Iran für Organisationen tätig gewesen, die mit den Vereinten Nationen zusammenarbeiteten, hieß es in internen Erklärungen, die am Montag von zwei Hilfskräften an die Nachrichtenagentur AFP weitergegeben wurden.

Mann spendet an Dschihadistenmiliz IS: 5500 Euro Geldstrafe in Hamburg

Wegen Spenden an die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) ist ein 33-Jähriger in Hamburg zu einer Geldstrafe von 5500 Euro verurteilt worden. Das Oberlandesgericht in der Hansestadt sprach ihn nach Angaben eines Gerichtssprechers wegen Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung und Sanktionsverstößen schuldig. Laut Anklage hatte er der islamistischen Miliz über Mittelsmänner 220 Euro zukommen lassen.

Mutmaßlich Raketen für Hisbollah gewartet: Prozess in Niedersachsen begonnen

Vor dem Oberlandesgericht im niedersächsischen Celle hat am Montag ein Prozess gegen ein mutmaßliches Mitglied der radikalislamischen Hisbollah-Miliz begonnen. Das teilte ein Gerichtssprecherin mit. Der 51-Jährige soll laut Anklage mehrere Jahre lang im Libanon und in Syrien als Elektrotechniker an der Wartung von Raketen und Raketenabwehrsystemen der Miliz gearbeitet haben. Ihm wird Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung vorgeworfen. Diese kämpft gegen Israel.

Mutmaßliche Rechtsextreme besetzen Hermannsdenkmal bei Detmold: Staatsschutz ermittelt

Am Hermannsdenkmal bei Detmold in Nordrhein-Westfalen haben mutmaßliche Rechtsextreme einen mehrstündigen Polizeieinsatz ausgelöst. Ein 21-jähriger Aktivist besetzte das Denkmal am Sonntag über mehrere Stunden, wie die örtliche Polizei mitteilte. Mehrere Vermummte hatten sich zuvor Zutritt zu dem Denkmal verschafft. Nach Einschätzung der Ermittler sind diese der Identitären Bewegung zuzurechnen. Die Vermummten zündeten demnach Pyrotechnik und entrollten Banner.

Textgröße ändern: