Pallade Veneta - Deutschland rüstet sich für Schneefront - Schulausfälle und erste Unfälle

Deutschland rüstet sich für Schneefront - Schulausfälle und erste Unfälle


Deutschland rüstet sich für Schneefront - Schulausfälle und erste Unfälle
Deutschland rüstet sich für Schneefront - Schulausfälle und erste Unfälle / Foto: Ina FASSBENDER - AFP

Deutschland rüstet sich für massive Schneefälle, gefrierenden Regen und Sturm: Ab Donnerstagabend erwartet der Deutsche Wetterdienst in weiten Teilen des Landes gefährliche Niederschläge, am Freitag drohen demnach teils unwetterartige Neuschneemengen von bis zu 20 Zentimetern und Schneeverwehungen. Das Winterwetter hat das Land aktuell bereits im Griff. Die Bahn reduzierte ihr Fernverkehrsangebot in Teilen Norddeutschlands, im Nahverkehr und auf Straßen gab es Behinderungen und erste Unfälle.

Textgröße ändern:

Bei Gehrde in Niedersachsen starb am Donnerstagmorgen ein Autofahrer, als er nach Polizeiangaben aufgrund von Glätte auf einer Bundesstraße die Kontrolle über seinen Wagen verlor und gegen einen Baum prallte. Glättebedingte Unfälle gab es auch in vielen anderen Bundesländern. In Thüringen etwa war die Autobahn 73 nach einer Kollision zwischen drei Autos bei Schleusingen halbseitig gesperrt, wie die Polizei mitteilte.

In mehreren Bundesländern bereiteten sich auch die Behörden auf die Schneefront vor. Die Schulbehörden in Hamburg und Bremen sagten am Donnerstag bereits den Präsenzunterricht für Freitag an allen Schulen ab. Dies geschehe "aufgrund der angekündigten extremen Wetterlage", teilte die Bremer Schulbehörde mit. Es werde auf Distanzunterricht umgestellt. Auch in Hamburg sollte es "wenn möglich" Onlineunterricht geben. Auch eine Notbetreuung wird nach Behördenangaben angeboten.

Schuld an der Wetterlage ist nach Angaben des Deutschen Wetterdiensts das Sturmtief "Elli", das sich mit einer Warmfront von Südwesten her nähert und Niederschläge in Form von Schnee und Regen bringt. Zunächst werden am Donnerstag nur eher leichte Schneefälle erwartet, im Süden Regen oder gefrierender Regen. Am Freitag soll es stürmischer werden. Vor allem im Norden und Osten erwarten die Meteorologen dann massivere Schneefälle, in Kombination mit Sturmböen dann auch Schneeverwehungen.

Neben dem Straßen- war auch der Nah- und Regionalverkehr insbesondere in Teilen Norddeutschlands bereits am Donnerstag erheblich betroffen. In Hamburg gab es witterungsbedingte Ausfälle oder Störungen bei den S- und U-Bahnen sowie im Busverkehr, wie die Betreiber mitteilten. Nach Angaben der Hamburger S-Bahn waren alle Strecken betroffen, die Linien sollten teilweise auf einen 20-Minuten-Takt umgestellt oder verkürzt werden.

Zugausfälle und Verspätungen gab es auch im schleswig-holsteinischen Regionalverkehr. Nach Angaben der Deutschen Bahn war aktuell die Strecke von Hamburg nach Westerland auf Sylt betroffen. "Sehen Sie bitte von nicht notwendigen Fahrten ab und verschieben diese nach Möglichkeit auf einen späteren Zeitpunkt", hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens.

F.M.Ferrentino--PV

Empfohlen

Mutmaßliche Rechtsextreme besetzen Hermannsdenkmal bei Detmold: Staatsschutz ermittelt

Am Hermannsdenkmal bei Detmold in Nordrhein-Westfalen haben mutmaßliche Rechtsextreme einen mehrstündigen Polizeieinsatz ausgelöst. Ein 21-jähriger Aktivist besetzte das Denkmal am Sonntag über mehrere Stunden, wie die örtliche Polizei mitteilte. Mehrere Vermummte hatten sich zuvor Zutritt zu dem Denkmal verschafft. Nach Einschätzung der Ermittler sind diese der Identitären Bewegung zuzurechnen. Die Vermummten zündeten demnach Pyrotechnik und entrollten Banner.

"Für Juden unwählbar": Zentralrat kritisiert Linke für Israel-Beschlüsse

Nach dem Bundesparteitag der Linken hat sich der Zentralrat der Juden scharf von der Partei distanziert. "Die Linke leistet mit ihrer Beschlussfassung dem wachsenden Antisemitismus weiteren Vorschub", sagte der Präsident des Zentralrats, Josef Schuster, am Sonntag der "Welt". Er fügte hinzu: "Für Jüdinnen und Juden macht sie sich damit unwählbar."

"Haltet fest am Glauben": Heiner Wilmer als neuer Bischof von Münster eingeführt

Mit einem feierlichen Gottesdienst im St.-Paulus-Dom ist der neue katholische Bischof von Münster, Heiner Wilmer, am Sonntag in sein Amt eingeführt worden. "Seid nicht bange, seid standhaft, haltet fest am Glauben" appellierte er an die Gläubigen seines Bistums. Der 65 Jahre alte Wilmer war zuvor Bischof von Hildesheim und ist seit Februar auch Vorsitzender der katholischen Deutschen Bischofskonferenz.

Heiner Wilmer als neuer Bischof von Münster eingeführt

Mit einem feierlichen Gottesdienst im St.-Paulus-Dom und der Übergabe der päpstlichen Ernennungsurkunde ist der neue katholische Bischof von Münster, Heiner Wilmer, am Sonntag in sein Amt eingeführt worden. Wilmer war zuvor Bischof von Hildesheim und ist seit Februar auch Vorsitzender der katholischen Deutschen Bischofskonferenz. Er folgt in Münster auf Felix Genn.

Textgröße ändern: