Pallade Veneta - Panamas Ex-Präsident Martinelli wegen Geldwäsche-Vorwürfen vor Gericht

Panamas Ex-Präsident Martinelli wegen Geldwäsche-Vorwürfen vor Gericht


Panamas Ex-Präsident Martinelli wegen Geldwäsche-Vorwürfen vor Gericht
Panamas Ex-Präsident Martinelli wegen Geldwäsche-Vorwürfen vor Gericht / Foto: MARTIN BERNETTI - AFP/Archiv

In Panama-Stadt hat am Montag ein Gerichtsprozess gegen den ehemaligen panamaischen Präsidenten Ricardo Martinelli wegen des Vorwurfs der Geldwäsche im Zusammenhang mit dem Korruptionsskandal um den brasilianischen Bauriesen Odebrecht begonnen. Der per Videokonferenz zugeschaltete Martinelli plädierte vor Gericht auf nicht schuldig. Dem 73-jährigen, der sich Kolumbien aufhält, wo er im vergangenen Jahr Asyl ersuchte, droht bei einer Verurteilung in Abwesenheit eine Haftstrafe von zwölf Jahren.

Textgröße ändern:

Odebrecht, das mittlerweile in Novonor umbenannt wurde, hat zugegeben, Schmiergelder in Höhe von 59 Millionen Dollar (50 Millionen Euro) an Martinelli während dessen Amtszeit als panamaischer Präsident (2009-2014) gezahlt zu haben. Das Unternehmen wollte sich damit die Aufträge für den Bau der U-Bahn von Panama-Stadt, den Bau der modernen Autobahn entlang der Küste in der Hauptstadt sowie den Ausbau des dortigen internationalen Flughafens sichern.

Neben Martinelli sind in dem Fall auch der ehemalige Präsident Juan Carlos Varela sowie zwei Söhne Martinellis angeklagt. Martinelli hatte im vergangenen Jahr in Kolumbien Asyl beantragt, um seiner Festnahme in einem weiteren Geldwäsche-Prozess zu entgehen, in dem er zu fast elf Jahren Haft verurteilt worden war.

Die Korruptionsaffäre um Odebrecht erschütterte mehrere Staaten Lateinamerikas. Die Ermittlungen förderten nach und nach ein ausgeklügeltes System zur Zahlung von Schmiergeldern an Politiker, Parteien, Staatsbeamte und Manager zutage.

In den weitverzweigten Skandal sind auch die früheren peruanischen Präsidenten Pedro Pablo Kuczynski (2016-2018), Ollanta Humala (2011-2016) und Alejandro Toledo (2001-2006) verstrickt. Toledo und Humala sitzen derzeit Haftstrafen in ihren Heimatländern ab. Weitere Politiker in Argentinien, Kolumbien, Ecuador, Guatemala, Mexiko, Panama, Venezuela und in der Dominikanischen Republik sind ebenfalls im Zusammenhang mit dem Odebrecht-Skandal verurteilt worden.

L.Bufalini--PV

Empfohlen

Neuer Oberbürgermeister Krause eröffnet Münchner Oktoberfest mit Fassanstich

Mit dem traditionellen Fassanstich und dem Ausruf "O'zapft is - auf eine friedliche Wiesn" beginnt am Samstag (12.00 Uhr) das Münchner Oktoberfest. Erstmals wird der neue Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) das weltweit größte Volksfest eröffnen. Er reicht die erste Maß Bier nach dem Anzapfen an den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU).

Trump verbietet Medien CNN, MS NOW und Politico Zutritt zu Weißem Haus

US-Präsident Donald Trump hat den beiden Fernsehsendern CNN und MS NOW - ehemals MSNBC - sowie der Plattform Politico den Zutritt zum Weißen Haus untersagt. Auf seiner Onlineplattform Truth Social erklärte Trump am Freitag, das Hausverbot trete umgehend in Kraft. "Andere Medien, die Falschinformationen verbreiten, werden folgen", fügte er hinzu.

Sarg von norwegischem König Harald V. nimmt CO2 auf

Der Ende August gestorbene norwegische König Harald V. ist nach Angaben des Königshauses in einem Sarg aus Kohlendioxid absorbierendem Silikatgestein bestattet worden. Haralds letzte Ruhestätte hat die Form eines Schiffes und besteht aus Olivin - einem grünlichen, rund 400 Millionen Jahre alten Silikatgestein, das in Westnorwegen abgebaut wird, wie der Palast am Freitag mitteilte.

Nach Brandanschlag auf Synagoge in Wuppertal: Hinweise auf antisemitisches Motiv

Nach dem Brandanschlag auf eine Synagoge in Wuppertal haben sich die Hinweise auf ein antisemitisches Tatmotiv verdichtet. Äußerungen des 37-jährigen Verdächtige bereits während seiner Festnahme deuteten auf ein antisemitisches Tatmotiv hin, teilte die Staatsanwaltschaft in der nordrhein-westfälischen Stadt am Freitag mit. Der Mann soll am Donnerstag einen Brandsatz an der Eingangstür eines zur Synagoge gehörenden Cafés gelegt haben.

Textgröße ändern: