Pallade Veneta - Neugeborenes aus Fenster geworfen: Totschlagsurteil gegen Mutter rechtskräftig

Neugeborenes aus Fenster geworfen: Totschlagsurteil gegen Mutter rechtskräftig


Neugeborenes aus Fenster geworfen: Totschlagsurteil gegen Mutter rechtskräftig
Neugeborenes aus Fenster geworfen: Totschlagsurteil gegen Mutter rechtskräftig / Foto: Yasuyoshi CHIBA - AFP/Archiv

Die Verurteilung einer Frau, die ihr neugeborenes Baby in Baden-Württemberg direkt nach der Geburt aus dem Fenster warf und dadurch tötete, ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof verwarf die Revisionen von Staatsanwaltschaft und Nebenklage, wie das Landgericht Heilbronn am Mittwochabend mitteilte. Die Revision der Angeklagten war bereits im Juli 2025 verworfen worden.

Textgröße ändern:

Das Landgericht hatte die zur Tatzeit 27-Jährige im Juni 2024 zu einer Freiheitsstrafe von siebeneinhalb Jahren wegen Totschlags verurteilt. Nach Überzeugung der Kammer hatte die Frau aus Lauffen am Neckar ihre Schwangerschaft bis zuletzt verdrängt.

Weder ihr Lebensgefährte noch ihre Mutter und ihr Bruder, mit denen sie zusammen in einer Wohnung lebte, hatten sie bemerkt. Im September 2023 brachte sie das Kind allein und unvorbereitet zu Hause zur Welt.

Nach der Geburt, bei der sie erhebliche Verletzungen erlitt und viel Blut verlor, wurde die Frau laut Landgericht panisch. Um das Kind zu verheimlichen, warf sie es in einem spontanen Entschluss aus dem Fenster, so dass es in die Tiefe stürzte und starb.

Die Staatsanwaltschaft und die Nebenklage forderten in dem Prozess 2024 eine Verurteilung wegen Mordes und lebenslange Haft, was sie auch mit der Revision weiter anstrebten. Weder Landgericht noch Bundesgerichtshof sahen jedoch das Mordmerkmal der niedrigen Beweggründe erfüllt.

A.Fallone--PV

Empfohlen

Neuer Oberbürgermeister Krause eröffnet Münchner Oktoberfest mit Fassanstich

Mit dem traditionellen Fassanstich und dem Ausruf "O'zapft is - auf eine friedliche Wiesn" beginnt am Samstag (12.00 Uhr) das Münchner Oktoberfest. Erstmals wird der neue Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) das weltweit größte Volksfest eröffnen. Er reicht die erste Maß Bier nach dem Anzapfen an den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU).

Trump verbietet Medien CNN, MS NOW und Politico Zutritt zu Weißem Haus

US-Präsident Donald Trump hat den beiden Fernsehsendern CNN und MS NOW - ehemals MSNBC - sowie der Plattform Politico den Zutritt zum Weißen Haus untersagt. Auf seiner Onlineplattform Truth Social erklärte Trump am Freitag, das Hausverbot trete umgehend in Kraft. "Andere Medien, die Falschinformationen verbreiten, werden folgen", fügte er hinzu.

Sarg von norwegischem König Harald V. nimmt CO2 auf

Der Ende August gestorbene norwegische König Harald V. ist nach Angaben des Königshauses in einem Sarg aus Kohlendioxid absorbierendem Silikatgestein bestattet worden. Haralds letzte Ruhestätte hat die Form eines Schiffes und besteht aus Olivin - einem grünlichen, rund 400 Millionen Jahre alten Silikatgestein, das in Westnorwegen abgebaut wird, wie der Palast am Freitag mitteilte.

Nach Brandanschlag auf Synagoge in Wuppertal: Hinweise auf antisemitisches Motiv

Nach dem Brandanschlag auf eine Synagoge in Wuppertal haben sich die Hinweise auf ein antisemitisches Tatmotiv verdichtet. Äußerungen des 37-jährigen Verdächtige bereits während seiner Festnahme deuteten auf ein antisemitisches Tatmotiv hin, teilte die Staatsanwaltschaft in der nordrhein-westfälischen Stadt am Freitag mit. Der Mann soll am Donnerstag einen Brandsatz an der Eingangstür eines zur Synagoge gehörenden Cafés gelegt haben.

Textgröße ändern: