Pallade Veneta - Anklage fordert Bewährungsstrafen nach Zugunglück mit fünf Toten in Bayern

Anklage fordert Bewährungsstrafen nach Zugunglück mit fünf Toten in Bayern


Anklage fordert Bewährungsstrafen nach Zugunglück mit fünf Toten in Bayern
Anklage fordert Bewährungsstrafen nach Zugunglück mit fünf Toten in Bayern / Foto: Dominik BARTL - AFP/Archiv

Im Prozess um das Zugunglück im bayerischen Burgrain nahe Garmisch-Partenkirchen mit fünf Toten hat die Staatsanwaltschaft für die beiden angeklagten Bahnmitarbeiter Bewährungsstrafen gefordert. Für den als Bezirksleiter der Bahn für die Strecke zuständigen Manfred S. plädierte die Anklage am Donnerstag vor dem Landgericht München II nach Angaben eines Gerichtssprechers auf zwei Jahre Haft auf Bewährung. Für den zuständigen Fahrdienstleiter Andreas M. verlangte sie eine Bewährungsstrafe von einem Jahr.

Textgröße ändern:

Nach Ende der Beweisaufnahme sah die Anklagebehörde die Schuld der beiden Männer als erwiesen an. Sie sollen nach der Forderung der Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Tötung, gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und fahrlässiger Körperverletzung verurteilt werden. Der Vertreter der Nebenklage verzichtete auf eine konkrete Strafmaßforderung.

Der angeklagte Fahrdienstleiter hatte zu Prozessbeginn eingeräumt, den Hinweis eines Lokführers auf einen "Schlenkerer" an der späteren Unfallstelle nicht weitergegeben zu haben. Er bestritt aber, dass die in den Regularien der Bahn festgelegten Signalwörter für sofortige Maßnahmen in dem Gespräch gefallen seien. Der Bezirksleiter der Bahn bestritt, dass Probleme bei den gebrochenen Betonschwellen bereits als dringlich erkannt waren.

Bei dem Zugunglück am 3. Juni 2022 waren vier Frauen und ein 13 Jahre alter Junge gestorben. 72 Menschen erlitten teils schwere Verletzungen. Ein Urteil in dem Prozess soll am Montag fallen.

A.dCosmo--PV

Empfohlen

Zwei Männer bei Dach-Reparaturarbeiten nach Sturm in Portugal gestorben

Nach dem heftigen Sturm "Kristin" in Portugal sind zwei Männer bei Dach-Reparaturarbeiten gestorben. In der Kleinstadt Batalha im Zentrum des Landes starb ein 73-Jähriger, der vom Dach stürzte, als er Ziegel ersetzen wollte, wie lokale Behörden am Samstag mitteilten. Ein zweiter Mann starb nach einem Sturz bei Reparaturarbeiten im nahegelegenen Alcobaca, erklärte der Bürgermeister der Kleinstadt. Er rief die Menschen zu erhöhter Vorsicht auf.

Portugals Behörden warnen nach Unwetter vor neuem Regen und Überschwemmungen

In Portugal haben die Behörden nach einem heftigen Unwetter mit fünf Toten vor neuem Starkregen und Überschwemmungen gewarnt. Wegen der erwarteten heftigen Regenfälle sprach der Wetterdienst Ipma am Samstag für das gesamte portugiesische Festland eine Unwetterwarnung bis Montag aus. Im Zentrum des Landes waren infolge des Sturms "Kristin" nach Angaben des Energieversorgers E-Redes am Samstagnachmittag immer noch fast 200.000 Haushalte ohne Strom.

Feuerwehr: Explosion in iranischer Hafenstadt durch Gasleck verursacht

Die Explosion in der iranischen Hafenstadt Bandar Abbas an der Golfküste ist nach Angaben der Feuerwehr von einem Gasleck verursacht worden. Es habe sich Gas in dem bei dem Unglück beschädigten Gebäude angesammelt, das dann explodiert sei, sagte der Chef der örtlichen Feuerwehr, Mohammed Amin Lyaghat, am Samstag im Staatsfernsehen. Die Ursache der Explosion war zunächst unklar gewesen, was angesichts der derzeit verschärfte Spannungen zwischen dem Iran und den USA Spekulationen ausgelöst hatte.

Neue Epstein-Akten bringen britischen Ex-Prinzen Andrew weiter in Bedrängnis

Das US-Justizministerium hat Millionen weitere Akten über den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein veröffentlicht - sie enthalten unter anderem Details, die den britischen Ex-Prinzen Andrew weiter in Bedrängnis bringen. Den am Freitag (Ortszeit) freigegebenen Akten zufolge schlug Epstein Andrew Mountbatten-Windsor 2010 ein Treffen mit einer Russin vor - kurz nachdem Epstein eine Strafe wegen Prostitution Minderjähriger abgesessen hatte.

Textgröße ändern: