Pallade Veneta - Chiles Präsident ruft wegen Waldbränden mit mindestens 19 Toten Notstand aus

Chiles Präsident ruft wegen Waldbränden mit mindestens 19 Toten Notstand aus


Chiles Präsident ruft wegen Waldbränden mit mindestens 19 Toten Notstand aus
Chiles Präsident ruft wegen Waldbränden mit mindestens 19 Toten Notstand aus / Foto: Raul BRAVO - AFP

Wegen heftiger Waldbrände mit mindestens 19 Todesopfern im Süden Chiles hat der chilenische Präsident Gabriel Boric den Notstand ausgerufen. Mehr als 50.000 Menschen mussten vor den seit zwei Tagen wütenden Bränden aus ihren Häusern fliehen, wie die chilenischen Behörden am Sonntag (Ortszeit) mitteilten. Fast 4000 Feuerwehrleute sind gegen die Flammen im Einsatz. Mindestens 325 Häuser sind nach Behördenangaben zerstört und mehr als 1000 weitere beschädigt.

Textgröße ändern:

Die meisten Todesopfer gab es nach Behördenangaben in der Stadt Penco. Dort musste der Student Matías Cid mitten in der Nacht vor den Flammen fliehen: "Wir konnten nichts mitnehmen, nur die Kleidung am Leib. Wären wir nur 20 Minuten länger geblieben, wären wir verbrannt", schilderte der 25-Jährige der Nachrichtenagentur AFP. Das Feuer hinterließ in der Stadt ausgebrannte Ruinen und verkohlte Autowracks.

In der Küstenstadt Lirquén flüchteten sich zahlreiche Bewohner an den Strand, wie der 57-jährige Alejandro Arredondo berichtete: "Nichts steht mehr." Am Abend patrouillierten Soldaten in den Straßen der Stadt. Trotz einer Ausgangssperre waren Bewohner mit Taschenlampen dabei, Schutt zu räumen oder Glutnester zu löschen.

Mit der Ausrufung des Notstands in den Regionen Ñuble und Biobío können dort Soldaten die Feuerwehr unterstützen. In den vergangenen Tagen waren im Süden des Landes 14 Waldbrände ausgebrochen, die weiter außer Kontrolle wüten. Bei einem Besuch in der Großstadt Concepción sprach Präsident Boric von "sehr schwierigen Bedingungen", die den Kampf gegen die Feuer erschweren. Es sei zu befürchten, dass die Zahl der Opfer weiter steigen werde.

In den vergangenen Jahren gab es im Süden und im Zentrum Chiles immer wieder schwere Waldbrände. Im Februar 2024 kamen 138 Menschen bei Bränden in Viña del Mar in der Touristenregion Valparaíso ums Leben.

U.Paccione--PV

Empfohlen

Zwei Männer bei Dach-Reparaturarbeiten nach Sturm in Portugal gestorben

Nach dem heftigen Sturm "Kristin" in Portugal sind zwei Männer bei Dach-Reparaturarbeiten gestorben. In der Kleinstadt Batalha im Zentrum des Landes starb ein 73-Jähriger, der vom Dach stürzte, als er Ziegel ersetzen wollte, wie lokale Behörden am Samstag mitteilten. Ein zweiter Mann starb nach einem Sturz bei Reparaturarbeiten im nahegelegenen Alcobaca, erklärte der Bürgermeister der Kleinstadt. Er rief die Menschen zu erhöhter Vorsicht auf.

Portugals Behörden warnen nach Unwetter vor neuem Regen und Überschwemmungen

In Portugal haben die Behörden nach einem heftigen Unwetter mit fünf Toten vor neuem Starkregen und Überschwemmungen gewarnt. Wegen der erwarteten heftigen Regenfälle sprach der Wetterdienst Ipma am Samstag für das gesamte portugiesische Festland eine Unwetterwarnung bis Montag aus. Im Zentrum des Landes waren infolge des Sturms "Kristin" nach Angaben des Energieversorgers E-Redes am Samstagnachmittag immer noch fast 200.000 Haushalte ohne Strom.

Feuerwehr: Explosion in iranischer Hafenstadt durch Gasleck verursacht

Die Explosion in der iranischen Hafenstadt Bandar Abbas an der Golfküste ist nach Angaben der Feuerwehr von einem Gasleck verursacht worden. Es habe sich Gas in dem bei dem Unglück beschädigten Gebäude angesammelt, das dann explodiert sei, sagte der Chef der örtlichen Feuerwehr, Mohammed Amin Lyaghat, am Samstag im Staatsfernsehen. Die Ursache der Explosion war zunächst unklar gewesen, was angesichts der derzeit verschärfte Spannungen zwischen dem Iran und den USA Spekulationen ausgelöst hatte.

Neue Epstein-Akten bringen britischen Ex-Prinzen Andrew weiter in Bedrängnis

Das US-Justizministerium hat Millionen weitere Akten über den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein veröffentlicht - sie enthalten unter anderem Details, die den britischen Ex-Prinzen Andrew weiter in Bedrängnis bringen. Den am Freitag (Ortszeit) freigegebenen Akten zufolge schlug Epstein Andrew Mountbatten-Windsor 2010 ein Treffen mit einer Russin vor - kurz nachdem Epstein eine Strafe wegen Prostitution Minderjähriger abgesessen hatte.

Textgröße ändern: