Pallade Veneta - Schweres Zugunglück in Spanien: Mindestens 39 Todesopfer

Schweres Zugunglück in Spanien: Mindestens 39 Todesopfer


Schweres Zugunglück in Spanien: Mindestens 39 Todesopfer
Schweres Zugunglück in Spanien: Mindestens 39 Todesopfer / Foto: Handout - Guardia Civil/AFP

Schweres Zugunglück in Spanien: Beim Zusammenstoß zweier Hochgeschwindigkeitszüge im Süden des Landes sind mindestens 39 Menschen ums Leben gekommen. Nach Behördenangaben entgleiste ein Zug am Sonntagabend auf gerader Strecke zwischen Málaga und Madrid nahe dem Ort Adamuz aus ungeklärter Ursache und krachte mit einem entgegenkommenden Zug zusammen, der ebenfalls entgleiste.

Textgröße ändern:

Etwa 123 weitere Menschen wurden nach Angaben des Innenministeriums bei dem Unglück verletzt, 29 davon schwer. Es sei zu befürchten, dass die Zahl der Todesopfer noch steigen werde, sagte Verkehrsminister Óscar Puente am Montagmorgen.

Der Minister sprach von einem "sehr seltsamen" Unglück. Es sei kaum zu erklären, warum der erste Zug auf gerader Strecke entgleist sei. Die betroffene Bahnstrecke sei vollständig saniert und der Zug "praktisch neu" gewesen. Laut dem Bahnunternehmen Iryo war die Lok des Unglückszuges 2022 gebaut und zuletzt drei Tage vor dem Unglück inspiziert worden. Es sei unklar, warum sie plötzlich auf das gegenüberliegende Gleis abgekommen sei.

Laut Iryo waren etwa 300 Fahrgäste in dem Zug auf dem Weg von Málaga in Andalusien in die spanische Hauptstadt Madrid. Wie viele Menschen in dem zweiten Zug saßen, teilte der Betreiber Renfe zunächst nicht mit.

Die Rettungskräfte hatten Schwierigkeiten, die in den entgleisten Waggons festsitzenden Passagiere zu befreien. "Das Problem ist, dass die Waggons verbogen sind", schilderte Feuerwehrchef Francisco Carmona im Sender RTVE. "Wir mussten eine Leiche aus dem Weg räumen, um an einen Überlebenden zu gelangen. Es ist eine harte, komplizierte Aufgabe."

Eine Passagierin aus dem zweiten Zug schilderte, wie sie bei dem Zusammenprall durch den Waggon geschleudert wurde. Gepäck sei auf Passagiere herabgefallen. "Die Schaffnerin hinter mir wurde am Kopf getroffen und hat geblutet. Kinder haben geschrien." Glücklicherweise habe sie im hintersten Wagen gesessen und nicht vorne im Zug: "Ich fühle mich, als ob mir ein zweites Leben geschenkt worden wäre." Der Überlebende Lucas Meriako aus dem ersten Unglückszug sagte dem Sender La Sexta, ihm hätten sich Bilder "wie aus einem Horrorfilm" geboten.

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez sprach von einer "Nacht des tiefen Schmerzes" für das Land. Auch König Felipe VI. und Königin Letizia äußerten ihr Mitgefühl für die Opfer und deren Familien.

Spanien verfügt mit mehr als 3000 Streckenkilometern über das größte Hochgeschwindigkeits-Zugnetz Europas.

Es ist das schwerste Zugunglück in Spanien seit 2013. Damals waren 80 Menschen ums Leben gekommen, als ein Zug nahe Santiago de Compostela auf kurviger Strecke entgleiste.

F.Dodaro--PV

Empfohlen

"Für Juden unwählbar": Zentralrat kritisiert Linke für Israel-Beschlüsse

Nach dem Bundesparteitag der Linken hat sich der Zentralrat der Juden scharf von der Partei distanziert. "Die Linke leistet mit ihrer Beschlussfassung dem wachsenden Antisemitismus weiteren Vorschub", sagte der Präsident des Zentralrats, Josef Schuster, am Sonntag der "Welt". Er fügte hinzu: "Für Jüdinnen und Juden macht sie sich damit unwählbar."

"Haltet fest am Glauben": Heiner Wilmer als neuer Bischof von Münster eingeführt

Mit einem feierlichen Gottesdienst im St.-Paulus-Dom ist der neue katholische Bischof von Münster, Heiner Wilmer, am Sonntag in sein Amt eingeführt worden. "Seid nicht bange, seid standhaft, haltet fest am Glauben" appellierte er an die Gläubigen seines Bistums. Der 65 Jahre alte Wilmer war zuvor Bischof von Hildesheim und ist seit Februar auch Vorsitzender der katholischen Deutschen Bischofskonferenz.

Heiner Wilmer als neuer Bischof von Münster eingeführt

Mit einem feierlichen Gottesdienst im St.-Paulus-Dom und der Übergabe der päpstlichen Ernennungsurkunde ist der neue katholische Bischof von Münster, Heiner Wilmer, am Sonntag in sein Amt eingeführt worden. Wilmer war zuvor Bischof von Hildesheim und ist seit Februar auch Vorsitzender der katholischen Deutschen Bischofskonferenz. Er folgt in Münster auf Felix Genn.

77-Jähriger stirbt im Saarland nach Angriff von zwei Spendensammlerinnen

Zwei Spendensammlerinnen haben im saarländischen Illingen nach einem Streit einen Mann zu Boden gestoßen. Der 77-Jährige erlitt schwerste Kopfverletzungen, an denen er starb, wie die Polizei in Saarbrücken am Samstagabend mitteilte. Die beiden Frauen seien geflohen.

Textgröße ändern: