Pallade Veneta - Verurteilung von Berliner Arzt wegen Suizidunterstützung rechtskräftig

Verurteilung von Berliner Arzt wegen Suizidunterstützung rechtskräftig


Verurteilung von Berliner Arzt wegen Suizidunterstützung rechtskräftig
Verurteilung von Berliner Arzt wegen Suizidunterstützung rechtskräftig / Foto: Thomas Lohnes - AFP/Archiv

Die Verurteilung eines Berliner Arztes wegen Unterstützung bei einem Suizid ist rechtskräftig. Der fünfte Strafsenat des Bundesgerichtshofs (BGH) in Leipzig habe keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten festgestellt, teilte der BGH am Montag in Karlsruhe mit. Demnach bleibt es bei der dreijährigen Freiheitsstrafe für den Mediziner.

Textgröße ändern:

Der pensionierte Arzt, der als "Freitodbegleiter" tätig war, legte 2021 einer 37-jährigen Studentin auf ihren Wunsch hin eine Infusion mit einem tödlich wirkenden Medikament. Aus Sicht des Landgerichts Berlin war der Sterbewunsch Frau aber nicht von "Dauerhaftigkeit und innerer Festigkeit getragen". Die Kammer sprach den Arzt im April 2024 des Totschlags schuldig. Um Zeitpunkt des Urteils war er 74 Jahre alt.

Die Studentin der Tiermedizin hatte sich wegen einer Depression an den Angeklagten gewandt und ihn gebeten, sie beim Suizid zu unterstützen. Ein erster Versuch im Juni 2021 scheiterte, weil die 37-Jährige die eingenommenen Medikamente wieder erbrach. Beim zweiten Versuch wenige Wochen später legte der Mediziner eine Infusion, welche die Studentin selbst auslöste.

Allerdings habe die Frau noch am selben Morgen Zweifel an ihrem Sterbewillen geäußert, befand das Berliner Landgericht in der Urteilsbegründung. Sie sei sehr schwankend im Bezug auf ihren Suizidwillen gewesen. Zudem sei davon auszugehen, dass ihr eine rationale Bilanzierung aufgrund ihrer akuten depressiven Episode nicht möglich gewesen sei, was dem Arzt bekannt gewesen sei.

In ihrer Urteilsbegründung legte die Kammer dem Angeklagten eine Revision nahe, weil der Fall zeige, dass eine Präzisierung des rechtlichen Rahmens noch notwendig sei. Daraufhin erhob der Arzt Sachrüge. Diese wurde bereits im August 2025 verworfen, wie der Bundesgerichtshof nun mitteilte.

F.Dodaro--PV

Empfohlen

Zwei Männer bei Dach-Reparaturarbeiten nach Sturm in Portugal gestorben

Nach dem heftigen Sturm "Kristin" in Portugal sind zwei Männer bei Dach-Reparaturarbeiten gestorben. In der Kleinstadt Batalha im Zentrum des Landes starb ein 73-Jähriger, der vom Dach stürzte, als er Ziegel ersetzen wollte, wie lokale Behörden am Samstag mitteilten. Ein zweiter Mann starb nach einem Sturz bei Reparaturarbeiten im nahegelegenen Alcobaca, erklärte der Bürgermeister der Kleinstadt. Er rief die Menschen zu erhöhter Vorsicht auf.

Portugals Behörden warnen nach Unwetter vor neuem Regen und Überschwemmungen

In Portugal haben die Behörden nach einem heftigen Unwetter mit fünf Toten vor neuem Starkregen und Überschwemmungen gewarnt. Wegen der erwarteten heftigen Regenfälle sprach der Wetterdienst Ipma am Samstag für das gesamte portugiesische Festland eine Unwetterwarnung bis Montag aus. Im Zentrum des Landes waren infolge des Sturms "Kristin" nach Angaben des Energieversorgers E-Redes am Samstagnachmittag immer noch fast 200.000 Haushalte ohne Strom.

Feuerwehr: Explosion in iranischer Hafenstadt durch Gasleck verursacht

Die Explosion in der iranischen Hafenstadt Bandar Abbas an der Golfküste ist nach Angaben der Feuerwehr von einem Gasleck verursacht worden. Es habe sich Gas in dem bei dem Unglück beschädigten Gebäude angesammelt, das dann explodiert sei, sagte der Chef der örtlichen Feuerwehr, Mohammed Amin Lyaghat, am Samstag im Staatsfernsehen. Die Ursache der Explosion war zunächst unklar gewesen, was angesichts der derzeit verschärfte Spannungen zwischen dem Iran und den USA Spekulationen ausgelöst hatte.

Neue Epstein-Akten bringen britischen Ex-Prinzen Andrew weiter in Bedrängnis

Das US-Justizministerium hat Millionen weitere Akten über den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein veröffentlicht - sie enthalten unter anderem Details, die den britischen Ex-Prinzen Andrew weiter in Bedrängnis bringen. Den am Freitag (Ortszeit) freigegebenen Akten zufolge schlug Epstein Andrew Mountbatten-Windsor 2010 ein Treffen mit einer Russin vor - kurz nachdem Epstein eine Strafe wegen Prostitution Minderjähriger abgesessen hatte.

Textgröße ändern: