Pallade Veneta - Tödliche Waldbrände in Chile: Weiterer mutmaßlicher Brandstifter festgenommen

Tödliche Waldbrände in Chile: Weiterer mutmaßlicher Brandstifter festgenommen


Tödliche Waldbrände in Chile: Weiterer mutmaßlicher Brandstifter festgenommen
Tödliche Waldbrände in Chile: Weiterer mutmaßlicher Brandstifter festgenommen / Foto: Raul BRAVO - AFP

Nach dem Ausbruch von heftigen Waldbränden im Süden Chiles mit mehr als 20 Todesopfern ist ein weiterer mutmaßlicher Brandstifter gefasst worden. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, wurde ein Mann festgenommen, als er in einem bewaldeten Gebiet von Punta de Parra ein Feuer entzündete. Am Montag hatte es bereits eine Festnahme in Biobío gegeben, eine andere am Mittwoch in Araucanía.

Textgröße ändern:

Die in Biobío festgenommene Person kam jedoch wieder frei, ohne dass Anklage erhoben wurde. Am Donnerstag kämpfte die Feuerwehr in den am stärksten betroffenen Regionen Araucanía, Ñuble und Biobío noch gegen 19 Brände.

Am Samstag waren etwa zeitgleich mehrere Brände in Biobío rund 500 Kilometer südlich der Hauptstadt Santiago de Chile ausgebrochen. Wegen der Hitze im derzeitigen chilenischen Sommer und starken Winds breiteten sich die Flammen schnell aus und zerstörten ganze Viertel, insbesondere in den kleinen Städten Penco und Lirquén.

Bis Mittwoch stieg die Opferzahl durch die Brände in Südchile auf insgesamt 21 Tote, wie Innenminister Álvaro Elizalde bei einer Pressekonferenz sagte. Staatschef Gabriel Boric besuchte zum zweiten Mal die Brandgebiete in Biobío. Auch wenn die Aufräumarbeiten bereits begonnen hätten, befinde sich die Region immer noch "im Notstand", sagte Boric. Sein gewählter Nachfolger Antonio Kast kündigte bei einem Besuch in Biobío und Ñuble an, seine Regierung werde "niemanden im Stich lassen".

In den Regionen Ñuble, Biobío und La Araucanía waren am Mittwoch weiterhin noch fast 4000 Feuerwehrleute im Kampf gegen die Brände im Einsatz, die laut der chilenischen Forstbehörde Conaf bereits fast 40.000 Hektar Land zerstört haben.

Es sind die schlimmsten Waldbrände in Chile seit Februar 2024. Damals waren in der Küstenregion Viña del Mar 138 Menschen ums Leben gekommen. Eine Untersuchung ergab, dass die Brände damals vorsätzlich von Feuerwehrmännern und Forstbeamten gelegt worden waren.

Nach Angaben des Chilenischen Zentrums für Klimawissenschaft erhöht die Erderwärmung die Waldbrandgefahr in dem südamerikanischen Land. Seit mehr als einem Jahrzehnt werden demnach höhere Temperaturen und längere Trockenheitsphasen gemessen.

E.M.Filippelli--PV

Empfohlen

Zwei lange im Iran inhaftierte Franzosen sind auf dem Weg nach Paris

Inmitten des Krieges ist ein französisches Paar nach drei Jahren Haft im Iran freigekommen und zur Rückkehr nach Frankreich aufgebrochen. "Es ist eine große Erleichterung für uns alle und natürlich auch für ihre Familien", schrieb Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Dienstag im Onlinedienst X. Er dankte dem Sultanat Oman für seine Vermittlung im Fall von Cécile Kohler und Jacques Paris.

Landgericht lehnt Anklage von Klimaaktivistin wegen krimineller Vereinigung ab

Das Landgericht Flensburg hat die Eröffnung eines Prozesses gegen eine mutmaßliche Klimaaktivistin der Gruppierung Letzte Generation wegen des Vorwurfs der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung und der Störung öffentlicher Betriebe abgelehnt. Es ließ die von der Staatsanwaltschaft Flensburg gegen die 33-Jährige erhobene Anklage nach Angaben vom Dienstag nur "deutlich eingeschränkt" zu. Sie soll sich nun vor einem Amtsgericht wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs verantworten.

Macron: Zwei im Iran inhaftierte Franzosen sind auf dem Weg nach Paris

Zwei lange im Iran inhaftierte Franzosen sind frei und haben das Land verlassen. "Cécile Kohler und Jacques Paris sind nach dreieinhalb Jahren Haft im Iran auf dem Weg nach Frankreich", schrieb Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Dienstag im Onlinedienst X. Er dankte dem Oman für seine Vermittlung.

Mordurteile in Stuttgarter Raserprozess: Lebenslang und 13 Jahre Haft

In einem als Mordfall eingestuften Raserprozess mit zwei Toten sind am Dienstag in Stuttgart drei Männer verurteilt worden. Das Landgericht Stuttgart verurteilte den Hauptangeklagten G. wegen Mordes zu lebenslanger Haft und seinen Bruder I. wegen versuchten Mordes zu 13 Jahren Gefängnis, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Ein dritter Angeklagter erhielt eine Strafe von einem Jahr auf Bewährung.

Textgröße ändern: