Pallade Veneta - Messerangreiferin von Hamburger Hauptbahnhof soll dauerhaft in Psychiatrie

Messerangreiferin von Hamburger Hauptbahnhof soll dauerhaft in Psychiatrie


Messerangreiferin von Hamburger Hauptbahnhof soll dauerhaft in Psychiatrie
Messerangreiferin von Hamburger Hauptbahnhof soll dauerhaft in Psychiatrie / Foto: Jonas Walzberg - AFP/Archiv

Die Messerangreiferin vom Hamburger Hauptbahnhof wird dauerhaft in der Psychiatrie untergebracht. Acht Monate nach der Attacke mit 15 teils lebensgefährlich Verletzten kam das Landgericht der Hansestadt am Montag zu dem Schluss, dass die Frau die Tat beging - aber dabei schuldunfähig war. Bei der zur Tatzeit 39-Jährigen wurde eine paranoide Schizophrenie diagnostiziert, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte.

Textgröße ändern:

Das Gericht stellte fest, dass die Beschuldigte am 23. Mai an einem Bahnsteig ohne Vorwarnung mit einem Messer auf wartende Reisende eingestochen hatte. Das Messer habe sie zuvor in einer Drogerie gestohlen. Zeugen konnten sie stoppen, aber 15 Menschen wurden teils erheblich verletzt. Vier davon schwebten zwischenzeitlich in Lebensgefahr.

Die Täterin litt allerdings unter Realitätsverkennung, wie die Sprecherin ausführte. Sie habe die Reisenden krankheitsbedingt fälschlich als bedrohlich eingeschätzt und vorgehabt, sie zu töten.

Sowohl die Frau selbst als auch die Staatsanwaltschaft akzeptierten das Urteil und wollen den Angaben nach nicht weiter dagegen vorgehen. Die Staatsanwaltschaft hatte von Anfang an ein sogenanntes Sicherungsverfahren beantragt, das im November unter Ausschluss der Öffentlichkeit begann. Das Gericht ließ sich bei dem Prozess sachverständig beraten.

Die Frau war nach Angaben der Gerichtssprecherin seit Oktober 2024 obdachlos. Sie wurde bereits kurz nach dem Vorfall als psychisch krank eingestuft und vorläufig in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht - dies soll nun dauerhaft geschehen.

Y.Destro--PV

Empfohlen

"Für Juden unwählbar": Zentralrat kritisiert Linke für Israel-Beschlüsse

Nach dem Bundesparteitag der Linken hat sich der Zentralrat der Juden scharf von der Partei distanziert. "Die Linke leistet mit ihrer Beschlussfassung dem wachsenden Antisemitismus weiteren Vorschub", sagte der Präsident des Zentralrats, Josef Schuster, am Sonntag der "Welt". Er fügte hinzu: "Für Jüdinnen und Juden macht sie sich damit unwählbar."

"Haltet fest am Glauben": Heiner Wilmer als neuer Bischof von Münster eingeführt

Mit einem feierlichen Gottesdienst im St.-Paulus-Dom ist der neue katholische Bischof von Münster, Heiner Wilmer, am Sonntag in sein Amt eingeführt worden. "Seid nicht bange, seid standhaft, haltet fest am Glauben" appellierte er an die Gläubigen seines Bistums. Der 65 Jahre alte Wilmer war zuvor Bischof von Hildesheim und ist seit Februar auch Vorsitzender der katholischen Deutschen Bischofskonferenz.

Heiner Wilmer als neuer Bischof von Münster eingeführt

Mit einem feierlichen Gottesdienst im St.-Paulus-Dom und der Übergabe der päpstlichen Ernennungsurkunde ist der neue katholische Bischof von Münster, Heiner Wilmer, am Sonntag in sein Amt eingeführt worden. Wilmer war zuvor Bischof von Hildesheim und ist seit Februar auch Vorsitzender der katholischen Deutschen Bischofskonferenz. Er folgt in Münster auf Felix Genn.

77-Jähriger stirbt im Saarland nach Angriff von zwei Spendensammlerinnen

Zwei Spendensammlerinnen haben im saarländischen Illingen nach einem Streit einen Mann zu Boden gestoßen. Der 77-Jährige erlitt schwerste Kopfverletzungen, an denen er starb, wie die Polizei in Saarbrücken am Samstagabend mitteilte. Die beiden Frauen seien geflohen.

Textgröße ändern: