Pallade Veneta - Erzbischöfin Mullally: Erstmals Frau als geistliches Oberhaupt der Anglikanischen Kirche

Erzbischöfin Mullally: Erstmals Frau als geistliches Oberhaupt der Anglikanischen Kirche


Erzbischöfin Mullally: Erstmals Frau als geistliches Oberhaupt der Anglikanischen Kirche
Erzbischöfin Mullally: Erstmals Frau als geistliches Oberhaupt der Anglikanischen Kirche / Foto: Jeff Moore - POOL/AFP

Zum ersten Mal in der Geschichte der Anglikanischen Kirche ist eine Frau deren geistliches Oberhaupt: Bischöfin Sarah Mullally ist am Mittwoch in einem historischen Gottesdienst in der Londoner St.-Pauls-Kathedrale in ihrem Amt als Erzbischöfin von Canterbury bestätigt worden. Damit steht sie zugleich an der Spitze der Kirche von England und ist geistliches Oberhaupt der weltweit 85 Millionen Gläubigen der Anglikanischen Kirche.

Textgröße ändern:

Mullallys formelle Amtseinführung findet am 25. März in der Kathedrale von Canterbury statt. Vor dem Gottesdienst in London äußerte sie die Hoffnung, die Kirche in "Zeiten der Spaltung und Unsicherheit" mit "Ruhe, Beständigkeit und Mitgefühl" zu führen. "Es ist ein außergewöhnliches und demütig machendes Privileg, zur 106. Erzbischöfin von Canterbury berufen worden zu sein", erklärte die 63-Jährige.

Die ehemalige Krankenschwester und Mutter von zwei Kindern war im Oktober von König Charles III., dem weltlichen Oberhaupt der Kirche von England, zur Erzbischöfin von Canterbury ernannt worden. Die jahrhundertealte Kirche von England ist die Mutterkirche der Anglikanischen Gemeinschaft: Der erste Erzbischof von Canterbury war bereits Ende des 6. Jahrhunderts ernannt worden.

Mullallys Ernennung an der Spitze der Anglikanischen Kirche sorgte bei einigen konservativen Mitgliedern für negative Reaktionen. Die Kirche von Uganda etwa bezeichnete die Personalie als "traurige Neuigkeit".

Die Anglikanische Kirche zählt rund 85 Millionen Mitglieder in über 165 Ländern. Nach jahrelangem erbitterten Streit erlaubte die Kirche erst spät, dass Frauen zu Bischöfinnen geweiht werden durften, was erstmals 1989 in den USA geschah. Auch für das Priesterinnenamt wurden weibliche Geistliche seit Anfang der 1990er-Jahre zugelassen.

Mittlerweile sind über 40 der 108 Bischöfe Großbritanniens weiblich. Im Priesteramt ist der Anteil ähnlich hoch. Mullally war 2002 zur Priesterin geweiht worden und wurde 2018 zur ersten Bischöfin von London geweiht.

Mullally bezeichnete sich Berichten zufolge als Feministin. Britischen Medienberichten zufolge fühlt sie sich verpflichtet, sich gegen Frauenfeindlichkeit auszusprechen, wo immer ihr diese begegnet.

E.M.Filippelli--PV

Empfohlen

Baum in Wald bei Flensburg umgestürzt - Ostereiersuche endet mit drei Toten

Tragisches Unglück bei der Ostereiersuche: In einem Waldstück bei Flensburg in Schleswig-Holstein sind drei Menschen durch einen umstürzenden Baum getötet worden. Unter den Todesopfern ist ein zehn Monate altes Baby, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Ein weiteres Unfallopfer wurde demnach schwerverletzt ins Krankenhaus geflogen. Laut Polizei war nach bisherigen Erkenntnissen ein etwa 30 Meter hoher Baum "aufgrund starker Windböen" auf eine Menschengruppe gestürzt.

Ostermesse im Vatikan: Papst Leo XIV. ruft zu Frieden in der Welt auf

Erstmals seit seinem Amtsantritt hat Papst Leo XIV. am Sonntag die Ostermesse auf dem Petersplatz im Vatikan geleitet und den päpstlichen Segen "Urbi et Orbi" gesprochen. In mehreren Sprachen, unter anderem auf Deutsch, wünschte er "Frohe Ostern". Zugleich rief der Papst nachdrücklich zu Frieden in der Welt auf. "Wer die Macht hat, Kriege zu beginnen", der solle sich "für den Frieden" entscheiden. Dieser Frieden müsse durch "Dialog" erreicht werden.

Drei Menschen in Wald bei Flensburg durch umstürzenden Baum getötet

Beim Ostereier-Suchen in einem Waldstück bei Flensburg sind drei Menschen durch einen umstürzenden Baum getötet worden. Unter den Todesopfern sei ein zehn Monate altes Baby, teilte die Polizei am Sonntag mit. Ein weiteres Unfallopfer wurde demnach schwerverletzt ins Krankenhaus geflogen. Laut Polizei war nach bisherigen Erkenntnissen ein etwa 30 Meter hoher Baum "aufgrund starker Windböen" auf eine Menschengruppe gestürzt.

Leo XIV. wünscht "Frohe Ostern" und ruft zu Frieden in der Welt auf

Erstmals seit seinem Amtsantritt hat Papst Leo XIV. am Sonntag die Ostermesse auf dem Petersplatz geleitet und den päpstlichen Segen "Urbi et Orbi" gesprochen. In mehreren Sprachen, unter anderem auf Deutsch, wünschte er "Frohe Ostern". Zugleich rief der Papst nachdrücklich zu Frieden in der Welt auf. "Wer die Macht hat, Kriege zu beginnen", der solle sich "für den Frieden" entscheiden. Dieser Frieden müsse durch "Dialog" erreicht werden.

Textgröße ändern: