Pallade Veneta - 15 Tote nach Zusammenstoß von Migrantenboot mit griechischer Küstenwache

15 Tote nach Zusammenstoß von Migrantenboot mit griechischer Küstenwache


15 Tote nach Zusammenstoß von Migrantenboot mit griechischer Küstenwache
15 Tote nach Zusammenstoß von Migrantenboot mit griechischer Küstenwache / Foto: Handout - Eurokinissi/AFP

Beim Zusammenstoß eines Migrantenbootes mit einem Boot der griechischen Küstenwache sind vor der griechischen Insel Chios im Mittelmeer mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. 14 Flüchtlinge wurden tot aus dem Meer geborgen - eine Frau erlag später ihren Verletzungen, wie die griechische Küstenwache am Mittwoch mitteilte. Der Vorfall ereignete sich am frühen Dienstagmorgen vor der Insel Chios unweit der Türkei in der Ägais.

Textgröße ändern:

Der griechische Sender ERT berichtete, die Küstenwache habe ein Warnsignal an das Migrantenboot abgegeben. Das Boot habe daraufhin jedoch versucht, der Patrouille zu entkommen, wobei es zu dem Zusammenstoß gekommen sei.

Der Fahrer eines Schnellbootes ohne Navigationslichter und mit ausländischen Passagieren an Bord habe nicht auf die "visuellen und akustische Signale" der Küstenwache reagiert, hieß es in einer Erklärung der Küstenwache. Stattdessen habe das Flüchtlingsboot gewendet und sei dann mit der Steuerbordseite des Bootes der Küstenwache zusammengestoßen. Durch die Wucht des Aufpralls sei das Boot gekentert.

Die Küstenwache sowie ein Hubschrauber der griechischen Luftwaffe suchten die Gewässer nach Menschen ab. 14 Leichen, darunter die von drei Frauen, seien aus dem Meer geborgen worden, erklärte die Küstenwache. Eine weitere Frau, die zunächst lebend aus dem Meer geholt werden konnte, starb den Angaben zufolge später an ihren Verletzungen.

25 gerettete Migranten - darunter elf Kinder - sowie zwei Mitglieder der Küstenwache seien nach dem Unglück in ein Krankenhaus eingeliefert worden, teilte ein Vertreter der griechischen Küstenwache der Nachrichtenagentur AFP mit.

Viele Migranten versuchen, von der Türkei oder von Libyen aus die griechischen Inseln und damit die EU zu erreichen. Beide Überfahrten sind gefährlich. Von der EU-Kommission hieß es, die Ereignisse in Griechenland würden "aufmerksam" verfolgt. Brüssel stehe "in engem Kontakt mit den griechischen Behörden", sagte ein Kommissionssprecher am Mittwoch in Brüssel. "Jedes auf See verlorene Leben ist eine durch Schlepper verschuldete Tragödie", fügte er hinzu. "Zu viele Menschen setzen ihr Leben aufs Spiel und verlieren es."

Y.Destro--PV

Empfohlen

Waggons von Brücke gestürzt - Schwerverletzter nach Bahnunfall in München gestorben

Nach dem schweren Unfall von zwei Güterzügen in München ist ein Mensch gestorben. Wie die Polizei am Samstagabend mitteilte, handelt es sich um einen 46 Jahre alten Rangierbegleiter. Bei dem Unglück waren in der Nacht zum Samstag in München-Milbertshofen zwei Waggons eines Güterzugs von einer Brücke gestürzt.

Wilmer wird als Bischof von Münster eingeführt - Grußwort von Wüst

Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Heiner Wilmer, wird am Sonntag (14.00 Uhr) als neuer Bischof von Münster eingeführt. Zur Amtseinführung feiert das Bistum zunächst einen Gottesdienst im St.-Paulus-Dom, anschließend gibt es ein Fest der Begegnung auf dem Domplatz.

Boliviens Präsident verhängt wegen Protesten Ausnahmezustand - Polizei räumt Blockaden

Nach der Verhängung des Ausnahmezustands in Bolivien wegen wochenlanger Massenproteste haben Polizei und Militär Straßensperren geräumt. In El Alto, der Nachbarstadt von La Paz, entfernten die Sicherheitskräfte am Samstag mit Bulldozern Barrikaden, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP vor Ort berichteten. Dabei waren auch Panzerfahrzeuge der Armee im Einsatz.

Polizei erschießt Mann in Krefeld

Bei einem Polizeieinsatz im nordrhein-westfälischen Krefeld hat ein Beamter einen Mann erschossen. Die Polizei war am Samstagabend wegen eines Falls von Körperverletzung im Krefelder Stadtteil Uerdingen gerufen worden, wie die Staatsanwaltschaft Krefeld und die Polizei in Gelsenkirchen mitteilten. Bei einer Auseinandersetzung zwischen einem Mann und Familienmitgliedern war demnach eine Frau leicht verletzt worden.

Textgröße ändern: