Pallade Veneta - Französischer Ex-Minister Lang wegen Epstein-Kontakten unter Druck

Französischer Ex-Minister Lang wegen Epstein-Kontakten unter Druck


Französischer Ex-Minister Lang wegen Epstein-Kontakten unter Druck
Französischer Ex-Minister Lang wegen Epstein-Kontakten unter Druck / Foto: - - US DEPARTMENT OF JUSTICE/AFP/Archiv

Der ehemalige französische Kulturminister Jack Lang ist wegen seiner häufigen Kontakte zu dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein unter Druck geraten. "Einen Mäzen anzufragen, ist doch keine Straftat", sagte der 86-Jährige am Mittwoch dem Sender BFM. Er hatte zuvor eingeräumt, sich persönlich von Epstein für eine finanzielle Unterstützung in Höhe von rund 58.000 Euro für einen Film über seine Amtszeit eingesetzt zu haben. Der Film wurde allerdings nicht verwirklicht.

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Der Name Jack Lang ist in den veröffentlichten Epstein-Akten mehr als 670 Mal erwähnt. "Ich war vielleicht etwas naiv", räumte Lang ein. Epstein sei "kein Freund" gewesen, er habe "nichts gewusst" über ihn und den Kontakt abgebrochen, als er von Epsteins Verurteilung als Sexualstraftäter erfahren habe. Tatsächlich ist Lang noch 2019 an der Seite von Epstein auf einem Foto vor dem Louvre zu sehen.

In den Epstein-Akten finden sich keine Hinweise auf ein mutmaßlich strafbares Fehlverhalten des französischen Ex-Ministers, wohl aber von dessen Tochter Caroline. Diese trat am Montag von ihrem Posten in einem Verband von Filmproduzenten zurück, nachdem bekannt geworden war, dass sie 2016 gemeinsam mit Epstein ein Offshore-Unternehmen gegründet hatte, um Werke junger französischer Künstler zu kaufen und später wieder zu verkaufen.

Nach einem Bericht von "Mediapart" ist auch Jack Lang in den Statuten des Offshore-Unternehmens zitiert. "Ich war ganz erstaunt, als ich das vor einigen Tagen entdeckt habe", sagte Lang dazu.

In Online-Medien mehrten sich Rufe nach seinem Rücktritt als Leiter des Instituts für die arabische Welt, dem er seit 2013 vorsteht. Dies schloss der Ex-Minister jedoch aus.

Lang hatte unter den früheren Präsidenten François Mitterrand und Jacques Chirac verschiedene Regierungsposten inne.

In den am Freitag vom US-Justizministerium veröffentlichten mehr als drei Millionen Dokumenten zum Fall Epstein tauchen die Namen zahlreicher einflussreicher Persönlichkeiten auf, darunter auch US-Präsident Donald Trump, Tech-Multimilliardär Elon Musk, Microsoft-Gründer Bill Gates und der ehemalige britische Prinz Andrew.

Der bis in höchste Kreise vernetzte Investor und Milliardär Epstein war 2019 tot in seiner Gefängniszelle in New York aufgefunden worden, nach offiziellen Angaben beging der verurteilte Sexualstraftäter Suizid. Ihm wurde vorgeworfen, mehr als tausend Mädchen und Frauen missbraucht und teils an Prominente weitergereicht zu haben.

E.M.Filippelli--PV

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