Pallade Veneta - Epstein-Kontakte: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen französischen Ex-Minister Lang

Epstein-Kontakte: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen französischen Ex-Minister Lang


Epstein-Kontakte: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen französischen Ex-Minister Lang
Epstein-Kontakte: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen französischen Ex-Minister Lang / Foto: - - US DEPARTMENT OF JUSTICE/AFP/Archiv

Die für Finanzvergehen zuständige Generalstaatsanwaltschaft hat nach Bekanntwerden der häufigen Kontakte des früheren französischen Kulturministers Jack Lang zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein Ermittlungen gegen Lang eröffnet. Ihm werde "schwerwiegender Steuerbetrug" zur Last gelegt, hieß es am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

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Die Ermittlungen stünden im Zusammenhang mit den vom Onlineportal "Mediapart" enthüllten mutmaßlichen finanziellen Verbindungen Langs und seiner Ehefrau Caroline mit Epstein, erklärte die Staatsanwaltschaft. Zuvor hatte die Zeitung "Le Figaro" über die Ermittlungen berichtet.

Lang steht seit 2013 an der Spitze des Instituts für die arabische Welt, das vom französischen Außenministerium mitfinanziert wird. Das Ministerium hatte Lang zuvor bereits wegen seiner häufigen Kontakte zu Epstein für Sonntag einbestellt.

Lang hatte bislang ausgeschlossen, seinen Posten zu räumen. "Einen Mäzen anzufragen, ist doch keine Straftat", hatte der 86-Jährige am Mittwoch gesagt. Zuvor hatte er eingeräumt, Epstein um rund 58.000 Euro für einen Film über seine Amtszeit gebeten zu haben. Der Film wurde allerdings nicht verwirklicht.

Der Name Jack Lang ist in den veröffentlichten Epstein-Akten mehr als 670 Mal erwähnt. "Ich war vielleicht etwas naiv", räumte Lang ein. Epstein sei "kein Freund" gewesen, er habe "nichts gewusst" und den Kontakt abgebrochen, als er von Epsteins Verurteilung als Sexualstraftäter erfahren habe. Tatsächlich ist Lang noch 2019 an der Seite von Epstein auf einem Foto vor dem Louvre zu sehen.

Lang hatte unter den früheren Präsidenten François Mitterrand und Jacques Chirac verschiedene Regierungsposten inne. In den vor einer Woche vom US-Justizministerium veröffentlichten mehr als drei Millionen Dokumenten zum Fall Epstein tauchen die Namen zahlreicher einflussreicher Persönlichkeiten auf.

Der bis in höchste Kreise vernetzte Investor und Milliardär Epstein war 2019 tot in seiner Gefängniszelle in New York aufgefunden worden, nach offiziellen Angaben beging der verurteilte Sexualstraftäter Suizid. Ihm wurde vorgeworfen, mehr als tausend Mädchen und Frauen missbraucht und teils an Prominente weitergereicht zu haben.

A.Fallone--PV

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