Pallade Veneta - Betrug bei Deutsch- und Einbürgerungstests: Mehrere Festnahmen

Betrug bei Deutsch- und Einbürgerungstests: Mehrere Festnahmen


Betrug bei Deutsch- und Einbürgerungstests: Mehrere Festnahmen
Betrug bei Deutsch- und Einbürgerungstests: Mehrere Festnahmen / Foto: Christof STACHE - AFP/Archiv

Die Polizei in Nürnberg hat einen großangelegten Betrug bei Deutsch- und Einbürgerungstests aufgedeckt. Der Hauptverdächtige soll dabei als Vermittler gutes Deutsch sprechende Prüflinge in Prüfungen geschickt haben, die als Stellvertreter für nach einer Aufenthaltserlaubnis oder einer Einbürgerung strebende Migranten deren Tests absolvierten, wie das Polizeipräsidium Mittelfranken am Montag mitteilte. Pro Prüfung mussten zwischen 2500 Euro und 6000 Euro bezahlt werden.

Textgröße ändern:

Bereits in der Vergangenheit liefen laut Polizei Verfahren wegen gefälschter Sprachzertifikate. Bei der neuen Masche legten die Prüflinge gefälschte Dokumente vor, die ihr Foto mit den Daten der auf das Sprachzertifikat oder den Einbürgerungstest angewiesenen Menschen zeigte. Den Prüfern sei es so nicht möglich gewesen, den Schwindel zu erkennen. Sie stellten danach echte Zertifikate aus, die für die Ausstellung einer Aufenthaltserlaubnis oder für die Einbürgerung vorgelegt wurden.

Der Vermittler ist laut Polizei ein 39 Jahre alter Mann aus dem Irak, er wurde festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft. Ebenfalls festgenommen wurde im Januar ein 22 Jahre alter Deutscher. Dieser wurde festgenommen, als er gerade eine solche Stellvertreterprüfung ablegen wollte. Im Dezember wurden zudem zehn Menschen als Stellvertreter in einer Sprachschule in Nordrhein-Westfalen festgestellt, als sie gerade für andere Prüfungen ablegten.

Die Ermittlungen betreffen das gesamte Bundesgebiet. Es sei nach der ersten Auswertung der Beweismittel davon auszugehen, dass es eine hohe zweistellige Zahl weiterer Ermittlungsverfahren geben werde, erklärten die bayerischen Ermittler.

A.Saggese--PV

Empfohlen

Trump verbietet Medien CNN, MS NOW und Politico Zutritt zu Weißem Haus

US-Präsident Donald Trump hat den beiden Fernsehsendern CNN und MS NOW - ehemals MSNBC - sowie der Plattform Politico den Zutritt zum Weißen Haus untersagt. Auf seiner Onlineplattform Truth Social erklärte Trump am Freitag, das Hausverbot trete umgehend in Kraft. "Andere Medien, die Falschinformationen verbreiten, werden folgen", fügte er hinzu.

Sarg von norwegischem König Harald V. nimmt CO2 auf

Der Ende August gestorbene norwegische König Harald V. ist nach Angaben des Königshauses in einem Sarg aus Kohlendioxid absorbierendem Silikatgestein bestattet worden. Haralds letzte Ruhestätte hat die Form eines Schiffes und besteht aus Olivin - einem grünlichen, rund 400 Millionen Jahre alten Silikatgestein, das in Westnorwegen abgebaut wird, wie der Palast am Freitag mitteilte.

Nach Brandanschlag auf Synagoge in Wuppertal: Hinweise auf antisemitisches Motiv

Nach dem Brandanschlag auf eine Synagoge in Wuppertal haben sich die Hinweise auf ein antisemitisches Tatmotiv verdichtet. Äußerungen des 37-jährigen Verdächtige bereits während seiner Festnahme deuteten auf ein antisemitisches Tatmotiv hin, teilte die Staatsanwaltschaft in der nordrhein-westfälischen Stadt am Freitag mit. Der Mann soll am Donnerstag einen Brandsatz an der Eingangstür eines zur Synagoge gehörenden Cafés gelegt haben.

Fehlende Briefwahlstimmen: Ermittlungen gegen Bürgermeisterkandidaten eingestellt

Nach Unstimmigkeiten bei der Bürgermeisterwahl im brandenburgischen Strausberg sind die Ermittlungen gegen einen früheren Bürgermeisterkandidaten eingestellt worden. Es gibt keinen hinreichenden Tatverdacht, wie die Staatsanwaltschaft in Frankfurt an der Oder am Freitag mitteilte. Die Bürgermeisterwahl in der Stadt war im Februar annulliert worden. An diesem Sonntag wird sie wiederholt.

Textgröße ändern: