Pallade Veneta - Macron mahnt US-Justiz zu "unabhängigem" Vorgehen in Epstein-Affäre

Macron mahnt US-Justiz zu "unabhängigem" Vorgehen in Epstein-Affäre


Macron mahnt US-Justiz zu "unabhängigem" Vorgehen in Epstein-Affäre
Macron mahnt US-Justiz zu "unabhängigem" Vorgehen in Epstein-Affäre / Foto: - - US DEPARTMENT OF JUSTICE/AFP/Archiv

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die US-Justiz zu einem unabhängigen Vorgehen in der Epstein-Affäre gemahnt. Der Fall des verstorbenen US-Sexualstraftäters Jeffrey Epstein betreffe "in erster Linie die USA", sagte Macron am Montag. "Das System (Epsteins) war sehr verzweigt, deswegen muss die Justiz ihre Arbeit unabhängig und in Ruhe machen", sagte Macron. Er warnte davor, dass der Fall Epstein "Verschwörungstheorien befeuert".

Textgröße ändern:

Den Rücktritt des ehemaligen Kulturministers Jack Lang als Leiter eines renommierten Kulturinstituts wegen seiner Kontakte zu Epstein habe er "zur Kenntnis genommen". "Er hat eine verantwortungsvolle Entscheidung getroffen", sagte Macron.

Der ehemalige sozialistische Minister hatte nach erheblichem politischen Druck am Samstag seinen Rücktritt von der Leitung des Instituts du Monde Arabe eingereicht. Die Staatsanwaltschaft hatte am Vortag Ermittlungen wegen "schwerwiegenden Steuerbetrugs" gegen den 86-Jährigen eingeleitet. In den Ende Januar vom US-Justizministerium veröffentlichten mehr als drei Millionen Dokumenten zum Fall Epstein tauchen die Namen zahlreicher einflussreicher Persönlichkeiten auf, darunter mehr als 670 Mal der Name Langs.

Aus den Dokumenten geht hervor, dass Langs Tochter Caroline gemeinsam mit Epstein ein Offshore-Unternehmen gegründet hatte, um in junge Künstler zu investieren. Lang ist nach Angaben des Investigativmagazins "Mediapart" in dessen Statuten genannt. Es gibt auch Hinweise darauf, dass Lang sich von Epstein zu Reisen einladen ließ, und dass seine Enkeltochter mit Freundinnen 2016 ein Wochenende bei Epstein in New York verbrachte.

E.Magrini--PV

Empfohlen

Wilmer wird als Bischof von Münster eingeführt - Grußwort von Wüst

Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Heiner Wilmer, wird am Sonntag (14.00 Uhr) als neuer Bischof von Münster eingeführt. Zur Amtseinführung feiert das Bistum zunächst einen Gottesdienst im St.-Paulus-Dom, anschließend gibt es ein Fest der Begegnung auf dem Domplatz.

Boliviens Präsident verhängt wegen Protesten Ausnahmezustand - Polizei räumt Blockaden

Nach der Verhängung des Ausnahmezustands in Bolivien wegen wochenlanger Massenproteste haben Polizei und Militär Straßensperren geräumt. In El Alto, der Nachbarstadt von La Paz, entfernten die Sicherheitskräfte am Samstag mit Bulldozern Barrikaden, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP vor Ort berichteten. Dabei waren auch Panzerfahrzeuge der Armee im Einsatz.

Polizei erschießt Mann in Krefeld

Bei einem Polizeieinsatz im nordrhein-westfälischen Krefeld hat ein Beamter einen Mann erschossen. Die Polizei war am Samstagabend wegen eines Falls von Körperverletzung im Krefelder Stadtteil Uerdingen gerufen worden, wie die Staatsanwaltschaft Krefeld und die Polizei in Gelsenkirchen mitteilten. Bei einer Auseinandersetzung zwischen einem Mann und Familienmitgliedern war demnach eine Frau leicht verletzt worden.

Ehefrau von spanischem Regierungschef Sánchez muss in Korruptionsprozess Pass abgeben

Im Korruptionsprozess gegen die Ehefrau des spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez, Begoña Gómez, hat der zuständige Richter der 55-Jährigen Reisen ins Ausland untersagt. Wie aus einem am Samstag veröffentlichten Beschluss von Richter Juan Carlos Peinado hervorgeht, muss Gómez ihren Reisepass abgeben und sich zweimal monatlich bei den Behörden melden.

Textgröße ändern: