Pallade Veneta - Prozess um Entführung von Block-Kindern: Gericht setzt Termine bis Dezember an

Prozess um Entführung von Block-Kindern: Gericht setzt Termine bis Dezember an


Prozess um Entführung von Block-Kindern: Gericht setzt Termine bis Dezember an
Prozess um Entführung von Block-Kindern: Gericht setzt Termine bis Dezember an / Foto: Marcus Brandt - POOL/AFP/Archiv

Im Prozess um die mutmaßliche Entführung von zwei Kindern der Steakhauskettenerbin Christina Block hat das Landgericht Hamburg vorsorglich weitere Termine bis kurz vor Weihnachten angesetzt. Zu den bereits anberaumten Verhandlungstagen kommen weitere 41 bis zum 18. Dezember hinzu, wie das Gericht am Dienstag mitteilte. Eine verbindliche Aussage über die Länge des Verfahrens gegen Block und andere sei damit aber nicht getroffen.

Textgröße ändern:

Das Verfahren hatte im Juli 2025 begonnen. Es läuft damit bereits seit etwa sieben Monaten. Block muss sich mit mehreren weiteren Angeklagten wegen der Verschleppung von zwei ihrer Kinder in der Neujahrsnacht 2023/2024 verantworten. Laut Anklageschrift wurden sie von maskierten Männern in Dänemark dem Vater entrissen und in Autos zur Mutter nach Deutschland gebracht, wo sie später unverletzt an die Polizei übergeben wurden.

Block soll die Entführung gemeinsam mit einem Rechtsanwalt in Auftrag gegeben haben, was sie vor Gericht bestreitet. Hintergrund ist laut Anklage ein erbitterter jahrelanger Sorgerechtskonflikt zwischen Block und ihrem ehemaligen Ehemann, bei dem die beiden Kinder in Dänemark leben. Zu den Mitangeklagten gehört auch Blocks Lebensgefährte, der frühere Sportkommentator Gerd Delling. Ihm wird Beihilfe vorgeworfen.

Das Verfahren zieht großes Medieninteresse auf sich und wird von den Beteiligten erbittert geführt. Wie das Landgericht am Dienstag weiter mitteilte, wies es zudem zwei von Angeklagten und ihrer Verteidigung eingereichte Ablehnungsgesuche gegen die Kammer ab. Dabei ging es demnach unter anderem um den Vorwurf, die Vorsitzende Richterin habe Akteneinsicht "aktiv behindert". Dies sei jedoch "nicht ersichtlich".

Zuletzt hatte im Prozess der Chef einer israelischen Sicherheitsfirma mit seiner Zeugenaussage begonnen, die von Block mit der Entführung der Kinder beauftragt worden sein soll. Zu den Angeklagten gehört auch ein mutmaßlicher Entführer. Der Israeli gestand seine Beteiligung im August in einer ausführlichen Aussage. Er befindet sich als einziger Beschuldigter in Untersuchungshaft. Block selbst ist auf freiem Fuß.

L.Barone--PV

Empfohlen

Trump verbietet Medien CNN, MS NOW und Politico Zutritt zu Weißem Haus

US-Präsident Donald Trump hat den beiden Fernsehsendern CNN und MS NOW - ehemals MSNBC - sowie der Plattform Politico den Zutritt zum Weißen Haus untersagt. Auf seiner Onlineplattform Truth Social erklärte Trump am Freitag, das Hausverbot trete umgehend in Kraft. "Andere Medien, die Falschinformationen verbreiten, werden folgen", fügte er hinzu.

Sarg von norwegischem König Harald V. nimmt CO2 auf

Der Ende August gestorbene norwegische König Harald V. ist nach Angaben des Königshauses in einem Sarg aus Kohlendioxid absorbierendem Silikatgestein bestattet worden. Haralds letzte Ruhestätte hat die Form eines Schiffes und besteht aus Olivin - einem grünlichen, rund 400 Millionen Jahre alten Silikatgestein, das in Westnorwegen abgebaut wird, wie der Palast am Freitag mitteilte.

Nach Brandanschlag auf Synagoge in Wuppertal: Hinweise auf antisemitisches Motiv

Nach dem Brandanschlag auf eine Synagoge in Wuppertal haben sich die Hinweise auf ein antisemitisches Tatmotiv verdichtet. Äußerungen des 37-jährigen Verdächtige bereits während seiner Festnahme deuteten auf ein antisemitisches Tatmotiv hin, teilte die Staatsanwaltschaft in der nordrhein-westfälischen Stadt am Freitag mit. Der Mann soll am Donnerstag einen Brandsatz an der Eingangstür eines zur Synagoge gehörenden Cafés gelegt haben.

Fehlende Briefwahlstimmen: Ermittlungen gegen Bürgermeisterkandidaten eingestellt

Nach Unstimmigkeiten bei der Bürgermeisterwahl im brandenburgischen Strausberg sind die Ermittlungen gegen einen früheren Bürgermeisterkandidaten eingestellt worden. Es gibt keinen hinreichenden Tatverdacht, wie die Staatsanwaltschaft in Frankfurt an der Oder am Freitag mitteilte. Die Bürgermeisterwahl in der Stadt war im Februar annulliert worden. An diesem Sonntag wird sie wiederholt.

Textgröße ändern: