Pallade Veneta - Gewalt nach Tötung von Drogenboss: Armee verlegt 2500 Soldaten in Westen Mexikos

Gewalt nach Tötung von Drogenboss: Armee verlegt 2500 Soldaten in Westen Mexikos


Gewalt nach Tötung von Drogenboss: Armee verlegt 2500 Soldaten in Westen Mexikos
Gewalt nach Tötung von Drogenboss: Armee verlegt 2500 Soldaten in Westen Mexikos / Foto: YURI CORTEZ - AFP

Nach der Gewalteskalation nach der Tötung des berüchtigten Drogenbosses Nemesio "El Mencho" Oseguera Cervantes hat die mexikanische Armee 2500 zusätzliche Soldaten in den Westen des Landes verlegt. Zuvor seien rund 7000 Soldaten im Bundesstaat Jalisco stationiert gewesen, es handele sich also um eine Verstärkung, sagte Verteidigungsminister Ricardo Trevilla am Montag in Mexiko-Stadt. Die Armee wolle damit vor allem eine "abschreckende Wirkung erzielen".

Textgröße ändern:

Nach der Tötung des Anführers des mächtigen Drogenkartells Jalisco Nueva Generación hatten mutmaßliche Bandenmitglieder am Sonntag weite Teile des Landes mit einer Welle der Gewalt überzogen. In 20 der 32 Bundesstaaten kam es zu Ausschreitungen, massiv betroffen war mit der Großstadt Guadalajara auch ein Austragungsort der Fußball-WM.

"El Mencho", der in Mexiko und im Nachbarland USA auf den Fahndungslisten stand, war nach Angaben der mexikanischen Armee am Sonntag bei einem Einsatz in Tapalpa im Bundesstaat Jalisco verletzt worden und auf dem Flug in die Hauptstadt Mexiko-Stadt gestorben. Präsidentin Claudia Steinbaum betonte am Montag, US-Soldaten seien an dem Armeeeinsatz nicht beteiligt gewesen. Es habe lediglich ein "intensiver Informationsaustausch" mit den USA stattgefunden.

Bei dem Einsatz gegen "El Mencho" und den darauffolgenden Ausschreitungen wurden nach Angaben von Sicherheitsminister Omar García Harfuch mindestens 27 Angehörige der mexikanischen Sicherheitskräfte und 30 mutmaßliche Bandenmitglieder getötet.

Nach dem Einsatz hatten mutmaßliche Bandenmitglieder zahlreiche Straßen mit brennenden Autos und Lastwagen blockiert. Die Bevölkerung in Jaliscos Hauptstadt Guadalajara wurde dazu aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen. Die Straßen waren nahezu leer, Geschäfte, Apotheken und Tankstellen waren geschlossen. Größere Veranstaltungen wie Fußballspiele wurden abgesagt, Touristen verschanzten sich in Hotels und Ferienanlagen.

In Guadalajara finden in diesem Sommer mehrere Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft der Männer statt. Die deutsche Mannschaft absolviert alle ihre Vorrundenspiele in den USA.

H.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Angreifer erschießt sechs Menschen in Kiew - Polizei tötet Täter nach Geiselnahme in Laden

Ein Angreifer hat in einem Wohnviertel der ukrainischen Hauptstadt Kiew sechs Menschen getötet. Weitere 14 Menschen wurden nach der Gewalttat am Samstag mit Verletzungen und Traumata ins Krankenhaus eingeliefert, wie Präsident Wolodymyr Selenskyj mitteilte. Der Täter hatte nach Angaben der Ermittler auf der Straße das Feuer eröffnet und dann in einem Supermarkt mehrere Geiseln genommen. Er wurde von Sondereinsatzkräften der Polizei getötet.

Angreifer erschießt fünf Menschen in Kiew - Polizei tötet Täter nach Geiselnahme in Laden

Ein Angreifer hat in einem Wohnviertel der ukrainischen Hauptstadt Kiew mindestens fünf Menschen getötet. Weitere zehn Menschen wurden nach der Gewalttat am Samstag mit Verletzungen und Traumata ins Krankenhaus eingeliefert, wie Präsident Wolodymyr Selenskyj mitteilte. Der Täter hatte nach Angaben der Ermittler auf der Straße das Feuer eröffnet und dann in einem Supermarkt mehrere Geiseln genommen. Er wurde von Sondereinsatzkräften der Polizei getötet.

Papst: Künstliche Intelligenz verstärkt "Konflikte, Angst und Gewalt"

In einer Rede vor Studierenden in Kamerun hat Papst Leo XIV. am Freitag vor einer Verstärkung von "Polarisierung, Konflikten, Angst und Gewalt" durch die Anwendung von Künstlicher Intelligenz (KI) gewarnt. Zugleich kritisierte er die "Zerstörung der Umwelt" durch die Ausbeutung seltener Erden zur Beschleunigung des digitalen Wandels.

Tod von Siebenjährigem bei Schwimmunterricht: Mildere Strafen in Konstanz

In einem Berufungsverfahren um den Tod eines siebenjährigen Jungen beim Schwimmunterricht in Konstanz sind die Strafen für zwei Lehrerinnen gemildert worden. Das Landgericht Konstanz änderte ein vorhergehendes Urteil ab und verhängte Geldstrafen in Höhe von 9000 Euro und 8500 Euro, wie das Gericht am Freitag mitteilte. Im Februar 2025 waren die Lehrerinnen wegen fahrlässiger Tötung verurteilt worden. Das Kind war im September 2023 ertrunken.

Textgröße ändern: