Pallade Veneta - Athen: Gericht bestätigt Verurteilungen von Anführern der Ex-Neonazi-Partei Goldene Morgenröte

Athen: Gericht bestätigt Verurteilungen von Anführern der Ex-Neonazi-Partei Goldene Morgenröte


Athen: Gericht bestätigt Verurteilungen von Anführern der Ex-Neonazi-Partei Goldene Morgenröte
Athen: Gericht bestätigt Verurteilungen von Anführern der Ex-Neonazi-Partei Goldene Morgenröte / Foto: Michalis KARAGIANNIS - Eurokinissi/AFP/Archiv

Ein griechisches Berufungsgericht hat die Schuldsprüche für mehrere Anführer der ehemaligen Neonazi-Partei Goldene Morgenröte bestätigt. Die Männer hätten eine "kriminelle Organisation angeführt", befanden die Richter am Mittwoch. Das Strafmaß für den Gründer und ehemaligen Chef der Neonazi-Organisation, weitere ehemalige Anführer und Abgeordnete der Goldenen Morgenröte sollte im Laufe des Tages bekanntgegeben werden. Ihnen drohen Freiheitsstrafen von bis zu 15 Jahren. Insgesamt hatten über 42 Angeklagte in dem Verfahren vor Gericht gestanden.

Textgröße ändern:

Die Männer waren bereits 2020 nach einem fünfjährigen Mammutprozess in erster Instanz verurteilt worden. Damals erhielten sie Haftstrafen zwischen fünf und 13 Jahren. Zu den brutalsten Verbrechen, die der früheren Partei vorgeworfen werden, zählen die Ermordung des linksgerichteten Rappers Pavlos Fyssas im Jahr 2013 sowie Gewalttaten gegen Migranten und politische Gegner. Etwa 200 Unterstützerinnen und Unterstützer Fyssas' versammelten sich am Mittwoch vor dem Gerichtsgebäude.

Die ehemaligen Anführer der Goldenen Morgenröte hatten stets bestritten, in die Übergriffe verwickelt gewesen zu sein. Die Angriffe waren von den Überfalltruppen der ehemaligen Partei verübt worden. Staatsanwältin Kyriaki Stefanatou hatte in ihrem Schlussplädoyer bei dem jetzt zu Ende gegangenen Berufungsprozess gesagt, Parteigründer und Holocaust-Leugner Nikos Michaloliakos habe die "komplette Kontrolle" über die Vorgänge gehabt und sei stets informiert gewesen. Die Goldene Morgenröte sei ein "echtes Kind der Nazi-Ideologie".

Die Goldene Morgenröte ist eine fremdenfeindliche und antisemitische Organisation. Bis zur Schuldenkrise Griechenlands im Jahr 2010 war sie eine eher unbedeutende Partei. 2012 machte sie sich die öffentliche Unzufriedenheit über Einwanderung und Sparmaßnahmen zunutze und zog erstmals ins griechische Parlament ein. Drei Jahre später war sie die drittstärkste politische Kraft im Land.

M.Romero--PV

Empfohlen

In Auto in Baden-Württemberg gefundenes totes Kind starb an Hitzschlag

Das in einem Auto in Baden-Württemberg gestorbene Kleinkind starb laut Obduktionsergebnis an einem Organversagen infolge eines Hitzschlags. Der Verdacht, dass die Mutter ihre Tochter über Stunden im Auto in Schorndorf vergessen hatte, habe weiter erhärtet werden können, teilte die Polizei Aalen am Freitag mit.

In Auto in Baden-Württemberg gefundenes totes Kind starb an Hitzeschlag

Das in einem Auto in Baden-Württemberg gestorbene Kleinkind starb laut Obduktionsergebnis an einem Organversagen infolge eines Hitzeschlags. Der Verdacht, dass die Mutter ihre Tochter über Stunden im Auto in Schorndorf vergessen hatte, habe weiter erhärtet werden können, teilte die Polizei Aalen am Freitag mit.

Neue Verhaftungswelle gegen CHP-Vertreter in der Türkei

Die türkische Regierung hat ihr Vorgehen gegen gewählte Vertreter der größten Oppositionspartei CHP abermals verstärkt: 37 von 47 mit Haftbefehl gesuchte Verdächtige wurden nach Angaben der Istanbuler Staatsanwaltschaft am Freitag wegen Korruptionsvorwürfen festgenommen, darunter der Bürgermeister der Istanbuler Prinzeninseln, Ali Ercan Akpolat. Ihnen wird vorgeworfen, ungültige Baugenehmigungen auf der beliebten Inselgruppe vor der türkischen Metropole ausgestellt zu haben. Laut Staatsanwaltschaft erfolgten die Festnahmen in "vier Provinzen".

Verdacht auf Spionage für Russland in französischer Drohnenfabrik: Mann festgenommen

Wegen des Verdachts der Spionage für Russland in einer französischen Drohnenfabrik ist ein in Belarus geborener Mann festgenommen worden. Der 48-Jährige habe Anfang Juni den Prototyp einer Drohne eines Unternehmens gefilmt, das die ukrainischen und französischen Streitkräfte beliefere, erklärte die Staatsanwaltschaft am Freitag in Paris. Geheimdienstermittlungen hätten ergeben, dass der in Spanien lebende Mann das Video an einen Kontakt in Russland geschickt habe. Der Mann befindet sich in Untersuchungshaft.

Textgröße ändern: