Pallade Veneta - "Bild": Bis zu zwei Jahre Haft für gefälschte Pornos oder heimliche Sex-Aufnahmen

"Bild": Bis zu zwei Jahre Haft für gefälschte Pornos oder heimliche Sex-Aufnahmen


"Bild": Bis zu zwei Jahre Haft für gefälschte Pornos oder heimliche Sex-Aufnahmen
"Bild": Bis zu zwei Jahre Haft für gefälschte Pornos oder heimliche Sex-Aufnahmen / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Für gefälschte Pornos, heimliche Sex-Fotos oder heimliche digitale Überwachung sollen laut der "Bild"-Zeitung künftig bis zu zwei Jahre Haft drohen. Wie das Blatt am Freitag unter Berufung auf den ihr vorliegenden Gesetzentwurf berichtete, will Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) drei neue Paragraphen in das Strafgesetzbuch einführen, um entschlossener gegen digitale Gewalt vorgehen zu können.

Textgröße ändern:

Demnach soll mit bis zu zwei Jahren Haft bestraft werden, wer sogenannte Deepfakes eines anderen Menschen erstellt – zum Beispiel gefälschte Pornos - und damit den betroffenen Menschen in Verruf bringt. "Pornografische Deepfakes sind eine besonders heftige Form der digitalen Gewalt", sagte Hubig der "Bild". "Sie zeigen, wie perfide neue Technologien missbraucht werden können, um zu entwürdigen, zu demütigen, einzuschüchtern und Macht auszuüben."

Ebenfalls bis zu zwei Jahre Haft soll Menschen drohen, die heimlich ein sexualisiertes Foto aufnehmen oder digital erstellen oder einer dritten Person zugänglich machen. Damit soll zum Beispiel auch Heimliches-unter-den-Rock-Fotografieren, das sogenannte Upskirting, unter Strafe gestellt werden.

Auch heimliche digitale Überwachung soll künftig mit bis zu zwei Jahren Gefängnis bestraft werden, wenn die Handlung dazu führen kann, dass dem Opfer ein schwerer Schaden zugefügt wird.

Nach Informationen der "Bild" soll der Gesetzentwurf kommende Woche mit dem Kanzleramt abgestimmt und noch im Frühjahr vom Kabinett beschlossen werden. Hubig betonte, digitale Gewalt sei "brutal". Sie könne Menschen so stark verletzen wie körperliche Gewalt. "Deshalb mache ich keinen Unterschied zwischen analoger und digitaler Gewalt: Jeder Übergriff ist einer zu viel." Die Ministerin sprach aber auch von einem gesamtgesellschaftlichen Problem, "das wir gemeinsam angehen müssen".

In einem Interview mit den ARD-"Tagesthemen" sagte Hubig, mit dem Gesetzesvorhaben wolle sie "zwei große Blöcke regeln": Zum einen wolle sie eine "Strafbarkeitslücke schließen" und bei pornografischen Deepfakes "das Herstellen, Teilen und Verbreiten unter Strafe stellen". Zweitens solle eine "bessere Durchsetzbarkeit" geregelt werden. Betroffene könnten dann "Auskunft beantragen über den Inhaber einer IP-Adresse" sowie "im zweiten Schritt eine Accountsperrung beantragen und gerichtlich anordnen lassen".

Z.Ottaviano--PV

Empfohlen

Steuerhinterziehung in Millionenhöhe mit Fahrdienstleistern in Frankfurt am Main

Weil sie mit illegalen Fahrten für Fahrdienstleister einen Steuerschaden in Millionenhöhe verursacht haben sollen, hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main Anklage gegen fünf Männer und eine Frau erhoben. Ihnen werden besonders schwere illegale Beschäftigung, besonders schwere Steuerhinterziehung und bandenmäßige Urkundenfälschung vorgeworfen, wie die hessische Behörde am Donnerstag mitteilte.

Gewalttat in Hamburg: Mann soll 34-jährige Ehefrau getötet haben

Ein Mann soll in Hamburg seine 34-jährige Ehefrau in ihrer Wohnung getötet haben. Der 40-Jährige stellte sich nach der Tat am Donnerstagmorgen der Polizei, wie die Beamten in der Hansestadt mitteilten. Er wurde vorläufig festgenommen. Die Hintergründe der Tat waren zunächst unklar. Eine Mordkommission übernahm die Ermittlungen.

Kabarett statt Kabinett: Bayerns Justizminister Eisenreich tritt zurück

Kabarett statt Kabinett: Bayerns Justizminister Georg Eisenreich (CSU) will die Politik verlassen und hat deshalb seinen Rücktritt erklärt. Er habe nie sein ganzes Berufsleben Politik machen wollen und sei mit 55 Jahren noch jung genug für neue Aufgaben, sagte Eisenreich am Donnerstag in München. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kündigte an, in der kommenden Woche bei der Klausurtagung der CSU-Landtagsfraktion in Kloster Banz die Nachfolge zu klären.

Jackpot geknackt: Tipper aus Mecklenburg-Vorpommern um 50 Millionen Euro reicher

Ein Glückspilz aus Mecklenburg-Vorpommern hat den Lotto-Jackpot geknackt und 50 Millionen Euro gewonnen. Der Spieler oder die Spielerin aus dem Landkreis Nordwestmecklenburg kreuzte für die Ziehung der Lotterie 6aus49 am Mittwoch sechs Richtige und die passende Superzahl an, wie Lotto Mecklenburg-Vorpommern am Donnerstag in Rostock mitteilte. Dies sei der größte Lottogewinn, den das Bundesland je erlebt habe.

Textgröße ändern: